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Nebenbei

  • Angriff auf die Menschheit

    Schaut man sich derzeit um in der Welt, kommt man leicht zu dem Schluss: Populisten und Autokraten sind tatkräftig damit beschäftigt, die Menschheit in arge Bedrängnis zu bringen. Trump und Xi ruinieren die Weltwirtschaft. Trump spielt im Nahen und Mittleren Osten mit dem Feuer. Putin lässt zu, dass dort und in Russlands Nachbarschaft unter seiner Protektion Zivilisten getötet werden. Auch stößt er eine neue Runde des Wettrüstens an. Bolsonaro hat Brandrodungen im Urwald der Amazonasregion begünstigt, weil er das Land wirtschaftlich nutzen will. Dort wird Soja angebaut. Es wird als Futtergetreide auch nach Europa exportiert, um hier die Massentierhaltung in Gang und die Fleischpreise niedrig zu halten. Europas preisbewusste Konsumenten, die sich über den Populisten Bolsonaro und die Brandrodungen im Regenwald aufregen, schaffen jene wirtschaftlichen Anreize, die ihn verleiten, Brandrodungen zu gestatten. Leider gibt es keine Macht auf dieser Welt, die den Autokraten und Populisten in die Arme fallen könnte. Die Staaten, die zu einem solchen Schritt fähig wären, werden selbst von Populisten und Autokraten regiert, mit betrüblichen Folgen: Bolsonaro zum Beispiel bedroht mit seinem Vorgehen die Lebensgrundlagen auf dem Planeten. In Grunde sind die Brandrodungen ein Angriff auf die Menschheit und die Menschlichkeit. Einer wie er gehört eigentlich vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Dort landen wird er wohl – wie auch mancher andere – nicht. Die Menschheit und die Lage, in der sie sich befindet, sind offenbar noch nicht so weit. – Ulrich Horn

Klingbeils Knieschuss

Mittwoch, 24. Juli 2019

Nebenbei

Die SPD kennt und nennt viele Gründe für ihren Niedergang. Die Arbeiterklasse ist geschrumpft. Die Angestellten, Praktikanten und Arbeitslosen sind schwer zu gewinnen und noch schwerer bei der Stange zu halten. Die Grünen, die Linke, die AfD und die CDU haben die SPD viele Mitglieder, Anhänger und Wähler gekostet. Der Königsgrund aber ist die Behauptung, Merkel habe die SPD kaputtgemacht.Alle diese Gründe haben eines gemein: Sie liegen außerhalb der Partei. Sie erscheinen als eine Kette widriger Umstände. Diese weitverbreitete Ansicht dient der Partei dazu, sich von der Verantwortung für sich selbst und ihre prekäre Lage zu entlasten. In keiner anderen Partei ist diese Kunst so hoch entwickelt. Sie ist der eigentliche Grund für ihren Niedergang. Die SPD hat die Fähigkeit, sich selbst zu schaden, zur Meisterschaft entwickelt. Die jüngste Kostprobe lieferte ihr Generalsekretär Klingbeil in der Diskussion um die Finanzierung der Bundeswehr ab. Wie er sich und der Partei ins Knie schoss, erläutert Marc Felix Serrao von der Neuen Zürcher Zeitung hier.Ulrich Horn

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7 Kommentare zu “Klingbeils Knieschuss”

  1. Danke für den Link! Was lernen wir daraus? 1. Klingbeil scheint im eigenen Oberwasser die Frischluftzufuhr auszugehen 2. Wir können uns auf den Herbst freuen, wenn es wieder heißt „Die SPD sucht den Superstar“ Teil 13 und 3. Merkel versteht ihr Handwerk, die deutschen Journalisten dagegen zeigen nur bedingte Einsatzbereitschaft.

  2. Markus sagt:

    Wie auch immer man es dreht und wendet: Es sind viele Fehler gemacht worden! Aber für Merkel unentwegt den Steigbügelhalter zur Macht abzugeben, weil Opposition Mist sei (Müntefering), ist einer der größten Fehler der Genossen gewesen und einer Volkspartei unwürdig.

  3. Roland Appel sagt:

    Die Tatsache, dass sich bei Tichy ein zunehmend populistisches bis rechtsextremes Teilnehmerspektrum aufhält, hat nichts mit der „Qualität“ seines Journalismus zu tun, sondern damit, dass mit rechtem Schmuddelgewäsch, dumpfbackigem Ungeist und Rassismus viel Geld zu verdienen ist. Er hat als Alibi mal den einen oder anderen Artikel von mir übernommen – was dann da anschließend an Haßkommentaren drunter stand, spottet jeder Beschreibung. Aber zurück zu AKK: Wenn die SPD mitregiert, hat sie es doch in der Hand, wie der Haushalt aussieht. Und dass die berühmten 2% purer Blödsinn sind, zeigt doch allein die Tatsache, dass allein der deutsche Rüstungsetat dann größer wäre, als der Rußlands. Wer kann das wollen?
    Die Rüstungsausgaben aller 29 NATO-Staaten beliefen sich 2018 auf rund 963 Milliarden Dollar. Die Rüstungsausgaben Russlands lagen 2018 bei 61 Milliarden Dollar. Quelle: SIPRI

    Quelle: SIPRI

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