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Nebenbei

  • Schwindende Scheinblüte

    Was denken sich die Wähler? Vor einem Jahr gaben sie der SPD bei Forsa 14 Prozent. Drei Monate später, bei der Bundestagswahl, machten sie die Partei mit 25,7 Prozent zur stärksten Kraft. Da die Union handlungsunfähig war, konnte SPD-Kandidat Scholz Kanzler werden. Heute, neun Monate nach der Wahl, befindet sich seine Partei auf dem Abstieg. Während Union und Grüne in Umfragen die absolute Mehrheit erreichen, ist die Kanzlerpartei auf dem Rückweg unter die 20-Prozent-Marke. Bei Forsa hat sie es bereits geschafft. Ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl hat sich als Scheinblüte erwiesen. Die SPD droht wieder bei 14 Prozent zu landen. Scholz trägt das Seine bei. Er tritt in jüngster Zeit häufig auf. Dennoch rauschen auch seine Werte abwärts. Ob seine Auftritte den Niedergang forcieren oder mildern – wer weiß es? Sicher scheint, dass sich der Abwärtstrend der SPD beschleunigen dürfte, verlöre sie die nächste Landtagswahl am 9. Oktober in Niedersachsen. Sollte sich dort wie jüngst in Schleswig-Holstein und NRW eine schwarz-grüne Koalition bilden, könnte die SPD in Brand geraten. Es wäre an der Zeit, sich nach Hydranten und Wasserschläuchen umzuschauen. Auch in Niedersachsen sinken die Werte der SPD, während die der Union und der Grünen steigen. – Ulrich Horn

Klingbeils Knieschuss

Mittwoch, 24. Juli 2019

Nebenbei

Die SPD kennt und nennt viele Gründe für ihren Niedergang. Die Arbeiterklasse ist geschrumpft. Die Angestellten, Praktikanten und Arbeitslosen sind schwer zu gewinnen und noch schwerer bei der Stange zu halten. Die Grünen, die Linke, die AfD und die CDU haben die SPD viele Mitglieder, Anhänger und Wähler gekostet. Der Königsgrund aber ist die Behauptung, Merkel habe die SPD kaputtgemacht.Alle diese Gründe haben eines gemein: Sie liegen außerhalb der Partei. Sie erscheinen als eine Kette widriger Umstände. Diese weitverbreitete Ansicht dient der Partei dazu, sich von der Verantwortung für sich selbst und ihre prekäre Lage zu entlasten. In keiner anderen Partei ist diese Kunst so hoch entwickelt. Sie ist der eigentliche Grund für ihren Niedergang. Die SPD hat die Fähigkeit, sich selbst zu schaden, zur Meisterschaft entwickelt. Die jüngste Kostprobe lieferte ihr Generalsekretär Klingbeil in der Diskussion um die Finanzierung der Bundeswehr ab. Wie er sich und der Partei ins Knie schoss, erläutert Marc Felix Serrao von der Neuen Zürcher Zeitung hier.Ulrich Horn

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7 Kommentare zu “Klingbeils Knieschuss”

  1. Danke für den Link! Was lernen wir daraus? 1. Klingbeil scheint im eigenen Oberwasser die Frischluftzufuhr auszugehen 2. Wir können uns auf den Herbst freuen, wenn es wieder heißt „Die SPD sucht den Superstar“ Teil 13 und 3. Merkel versteht ihr Handwerk, die deutschen Journalisten dagegen zeigen nur bedingte Einsatzbereitschaft.

  2. Markus sagt:

    Wie auch immer man es dreht und wendet: Es sind viele Fehler gemacht worden! Aber für Merkel unentwegt den Steigbügelhalter zur Macht abzugeben, weil Opposition Mist sei (Müntefering), ist einer der größten Fehler der Genossen gewesen und einer Volkspartei unwürdig.

  3. Roland Appel sagt:

    Die Tatsache, dass sich bei Tichy ein zunehmend populistisches bis rechtsextremes Teilnehmerspektrum aufhält, hat nichts mit der „Qualität“ seines Journalismus zu tun, sondern damit, dass mit rechtem Schmuddelgewäsch, dumpfbackigem Ungeist und Rassismus viel Geld zu verdienen ist. Er hat als Alibi mal den einen oder anderen Artikel von mir übernommen – was dann da anschließend an Haßkommentaren drunter stand, spottet jeder Beschreibung. Aber zurück zu AKK: Wenn die SPD mitregiert, hat sie es doch in der Hand, wie der Haushalt aussieht. Und dass die berühmten 2% purer Blödsinn sind, zeigt doch allein die Tatsache, dass allein der deutsche Rüstungsetat dann größer wäre, als der Rußlands. Wer kann das wollen?
    Die Rüstungsausgaben aller 29 NATO-Staaten beliefen sich 2018 auf rund 963 Milliarden Dollar. Die Rüstungsausgaben Russlands lagen 2018 bei 61 Milliarden Dollar. Quelle: SIPRI

    Quelle: SIPRI

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