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Nebenbei

  • Es geht noch schlechter

    Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen. Er hofft, vereint könnten sie eine stärkere Rolle spielen. Die Verhandlungen haben gerade begonnen. Sie werden beide Banken zunächst weiter schwächen. Um größeres Gewicht zu gewinnen, müssen sie Kosten senken. Sie gilt, Stellen zu streichen und Zweigstellen zu schließen. Beide Geldhäuser beschäftigen insgesamt gut 130.000 Menschen. Soll der Zusammenschluss den gewünschten Gewinn bringen, könnten 20.000 bis 50.000 Stellen wegfallen. Was werden die Mitarbeiter bei diesen Aussichten tun? Sie werden sich fragen, ob sie es sind, die demnächst auf der Strecke bleiben. Viele werden alles daransetzen, einen anderen Arbeitgeber zu finden. Sie werden sich umhören, Bewerbungen schreiben, sich auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Sie werden ihre finanziellen Verhältnisse straffen, um drohende Durststrecken zu überstehen. Sie werden sich zum Abwehrkampf gegen den Zusammenschluss formieren und an Protestaktionen teilnehmen. Bis die Vereinigung in trockenen Tüchern ist, falls es zu ihr kommt, wird einige Zeit ins Land gehen. Derweil werden sich die Beschäftigten mehr mit sich selbst als mit den Geschäften ihrer Bank befassen. Ist es abwegig abzunehmen, dass sich die schlechte Ertragslage der beiden Banken in nächster Zeit noch verschlechtern wird? – Ulrich Horn

Merz bleibt Fritzchen

Sonntag, 20. Januar 2019

Nebenbei

Was haben sich die Merz-Fans für ihn in die Kurve gelegt! Und was macht er? Er kehrt ihnen den Rücken. Sie wollten ihn heimholen. Nicht irgendwie, sondern als CDU-Chef samt Freifahrtkarte ins Kanzleramt. Sie machten sich die schönsten Hoffnungen. Er ging auf Werbetour durch die Partei. Sie sangen auf ihn Loblieder. Sie hörten selbst dann nicht auf, als er seinen Parteitagsauftritt versemmelt hatte. Nun wollten sie ihn mit der Option auf die Kanzlerkandidatur ins Kabinett drücken. Und was passiert? Der Mann, der die AfD kleinkriegen und die CDU wieder groß machen wollte, nimmt sich aus dem Verkehr. Er lässt sich in irgendein Ratgebergremium abschieben. Wahlkampf für die CDU will er auch nicht machen, selbst in Ostdeutschland nicht, wo die AfD auf dem Vormarsch ist. Aus der Traum vom CDU-Frühling mit Merz. Der Friedrich stellt seine Fans in den Regen. Fritz will Fritzchen bleiben. – Ulrich Horn

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12 Kommentare zu “Merz bleibt Fritzchen”

  1. grafiksammler sagt:

    Wenn man mit 63 zwischen Filetsteak und Ochsentour wählen muß, muß man schon ganz schön verrückt sein, nicht das Filetsteak zu wählen. Merz ist nicht verrückt.

  2. Man könnte fast meinen, Sie haben Sorge um den armen Friedrich. Seien Sie unbesorgt: Bei Blackrock gibts Dicke Sauerländer und hervorragenden Kartoffelsalat für die Aufsichtsräte, nebst kleiner Aufwandsentschädigung versteht sich. Da kann man seine Entscheidung contra Girlscamp schon verstehen. Hausmann Schäuble nebst kanthigem Schwiegersohn bleibt somit nichts anderes übrig, als die alten Fotoalben wieder rauszukramen und nochmal zu blättern. Vielleicht findet sich ja noch ein anderer: Roland, Günther ….

  3. Roland Mitschke sagt:

    Der CDU-Bundesparteitag hat gute Personalentscheidungen getroffen. Bei Wahlen mit mehreren Kandidaten muss es Kandidaten geben, die nicht gewinnen. So ist es mit Friedrich Merz. Er war bereit, an einer wichtigen Stelle Verantwortung zu übernehmen. Nun, die Mehrheit in der CDU hat sich nicht für ihn entschieden, aber – er hatte ein wirklich achtbares Ergebnis.
    Nun geht er wieder in seine vorherige Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt. Seine Kompetenzen sind hier unbestritten und werden wohl auch entsprechend honoriert. Das war ihm nicht in die Wiege gelegt. Insofern verdienen seine Leistungen in der Wirtschaft Respekt und wer ihn wegen seines Einkommens atakiert, muss sich fragen lassen, ob Neid hier die Motivation liefert.

  4. Franz Weiler sagt:

    Vielleicht habe ich da was falsch verstanden,aber Herr Merz ist weder CEO,noch sonst irgendwie exekutiv tätig.Ihm also Kompetenz in der Wirtschaft zu unterstellen ist ein wenig weit hergeholt.Aber als Anwalt und möglicherweise Steuerverhinderer mag er durchaus Experte sein.
    Nichtwahr Herr Mitschke?

    • Markus sagt:

      Exakt! Der völlig unkritische, allzu wirtschaftsnahe Globalisierer Merz ist auch bei BlackRock und wo sonst er sich wichtig und breit wohl eher als Frühstücksdirektor zu bezeichnen. Vielleicht bekommt er jetzt aber was zu tun und kann sich als Krisenmanager beweisen:
      https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11180339-licht-schatten-backrock-friedrich-merz-bord-riesiges-datenleck-aufgedeckt

      • Roland Mitschke sagt:

        Offensichtlich kennen Franz Weiler und Markus nicht die Aufgaben und Kompetenzen – und auch nicht die Verantwortung – eines Aufsichtsratsvorsitzenden nach Aktienrecht. Wenn Friedrich Merz in diese Position von den Anteilseignern berufen ist, haben diese ihm offensichtlich erhebliche Wirtschaftskompetenz zugetraut.
        Übrigens ohne Globalisierung gibt es keine deutschen Exportüberschüsse. Diese sichern bei uns nicht unerheblich Arbeitsplätze. „Möglicherweise Steuerverhinderer“, pure Polemik ohne Fakten!

        • Markus sagt:

          Die Anteilseigner werden sich die „richtige“ Wirtschaftskompetenz geholt haben, nämlich die, die ihnen wie Merz nicht dreinredet!

          Exportüberschüsse gehen zulasten anderer Länder und sind eben eigentlich kein Ruhmesblatt. Stichwort: „Beggar my neighbour“

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