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Nebenbei

  • Deutschland: Spitze

    In den ersten drei Monaten des Jahres soll das Geldvermögen der deutschen Privathaushalte nach Angaben der Bundesbank um 153 Milliarden Euro auf 6,17 Billionen Euro angestiegen sein. Da bleibt einem die Spucke weg. Einen gewissen Anteil an dem Anstieg hatten womöglich die 40 Sparkassenvorstände, von denen das Blog finanz-szene.de wissen will, dass sie für ihre Arbeit mehr als eine Million Euro pro Jahr kassieren. Zwei Führungskräfte, ein Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Köln und ein Vorstandsmitglied Sparkasse Duisburg, sollen nach Angaben des Blogs sogar auf mehr als 2 Millionen Euro kommen. Da werden die Sozialhilfeempfänger, die bei der Kreissparkasse Köln und der Sparkasse Duisburg ihr Konto haben, sicher schwer beeindruckt sein. Unwillkürlich denkt man auch an den Versuch von Siemenschef Kaeser, nun etwas Ersatz für die 800 Stellen zu schaffen, die das Unternehmen in Görlitz gestrichen hat. Vor dem Hintergrund der strammen Sparkassen-Spitzenverdienste schauen die 30 Millionen Euro, die Siemens dort investieren will, fast ein wenig mickrig aus. – Ulrich Horn

Merz bleibt Fritzchen

Sonntag, 20. Januar 2019

Nebenbei

Was haben sich die Merz-Fans für ihn in die Kurve gelegt! Und was macht er? Er kehrt ihnen den Rücken. Sie wollten ihn heimholen. Nicht irgendwie, sondern als CDU-Chef samt Freifahrtkarte ins Kanzleramt. Sie machten sich die schönsten Hoffnungen. Er ging auf Werbetour durch die Partei. Sie sangen auf ihn Loblieder. Sie hörten selbst dann nicht auf, als er seinen Parteitagsauftritt versemmelt hatte. Nun wollten sie ihn mit der Option auf die Kanzlerkandidatur ins Kabinett drücken. Und was passiert? Der Mann, der die AfD kleinkriegen und die CDU wieder groß machen wollte, nimmt sich aus dem Verkehr. Er lässt sich in irgendein Ratgebergremium abschieben. Wahlkampf für die CDU will er auch nicht machen, selbst in Ostdeutschland nicht, wo die AfD auf dem Vormarsch ist. Aus der Traum vom CDU-Frühling mit Merz. Der Friedrich stellt seine Fans in den Regen. Fritz will Fritzchen bleiben. – Ulrich Horn

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12 Kommentare zu “Merz bleibt Fritzchen”

  1. grafiksammler sagt:

    Wenn man mit 63 zwischen Filetsteak und Ochsentour wählen muß, muß man schon ganz schön verrückt sein, nicht das Filetsteak zu wählen. Merz ist nicht verrückt.

  2. Man könnte fast meinen, Sie haben Sorge um den armen Friedrich. Seien Sie unbesorgt: Bei Blackrock gibts Dicke Sauerländer und hervorragenden Kartoffelsalat für die Aufsichtsräte, nebst kleiner Aufwandsentschädigung versteht sich. Da kann man seine Entscheidung contra Girlscamp schon verstehen. Hausmann Schäuble nebst kanthigem Schwiegersohn bleibt somit nichts anderes übrig, als die alten Fotoalben wieder rauszukramen und nochmal zu blättern. Vielleicht findet sich ja noch ein anderer: Roland, Günther ….

  3. Roland Mitschke sagt:

    Der CDU-Bundesparteitag hat gute Personalentscheidungen getroffen. Bei Wahlen mit mehreren Kandidaten muss es Kandidaten geben, die nicht gewinnen. So ist es mit Friedrich Merz. Er war bereit, an einer wichtigen Stelle Verantwortung zu übernehmen. Nun, die Mehrheit in der CDU hat sich nicht für ihn entschieden, aber – er hatte ein wirklich achtbares Ergebnis.
    Nun geht er wieder in seine vorherige Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt. Seine Kompetenzen sind hier unbestritten und werden wohl auch entsprechend honoriert. Das war ihm nicht in die Wiege gelegt. Insofern verdienen seine Leistungen in der Wirtschaft Respekt und wer ihn wegen seines Einkommens atakiert, muss sich fragen lassen, ob Neid hier die Motivation liefert.

  4. Franz Weiler sagt:

    Vielleicht habe ich da was falsch verstanden,aber Herr Merz ist weder CEO,noch sonst irgendwie exekutiv tätig.Ihm also Kompetenz in der Wirtschaft zu unterstellen ist ein wenig weit hergeholt.Aber als Anwalt und möglicherweise Steuerverhinderer mag er durchaus Experte sein.
    Nichtwahr Herr Mitschke?

    • Markus sagt:

      Exakt! Der völlig unkritische, allzu wirtschaftsnahe Globalisierer Merz ist auch bei BlackRock und wo sonst er sich wichtig und breit wohl eher als Frühstücksdirektor zu bezeichnen. Vielleicht bekommt er jetzt aber was zu tun und kann sich als Krisenmanager beweisen:
      https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11180339-licht-schatten-backrock-friedrich-merz-bord-riesiges-datenleck-aufgedeckt

      • Roland Mitschke sagt:

        Offensichtlich kennen Franz Weiler und Markus nicht die Aufgaben und Kompetenzen – und auch nicht die Verantwortung – eines Aufsichtsratsvorsitzenden nach Aktienrecht. Wenn Friedrich Merz in diese Position von den Anteilseignern berufen ist, haben diese ihm offensichtlich erhebliche Wirtschaftskompetenz zugetraut.
        Übrigens ohne Globalisierung gibt es keine deutschen Exportüberschüsse. Diese sichern bei uns nicht unerheblich Arbeitsplätze. „Möglicherweise Steuerverhinderer“, pure Polemik ohne Fakten!

        • Markus sagt:

          Die Anteilseigner werden sich die „richtige“ Wirtschaftskompetenz geholt haben, nämlich die, die ihnen wie Merz nicht dreinredet!

          Exportüberschüsse gehen zulasten anderer Länder und sind eben eigentlich kein Ruhmesblatt. Stichwort: „Beggar my neighbour“

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