Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Nebenbei

  • Armes NRW

    Mehr als eine Woche lang stand in den Kreisen Gütersloh und Warendorf der Lockdown in Rede. Auch wenn er nicht gleich angeordnet wurde, als bei Tönnies das Virus zuschlug: Umsichtige Politik hätte einen Lockdown zumindest in Betracht ziehen müssen. NRW-Ministerpräsident Laschet wehrte ihn zunächst ab. Der Regierungschef tat sich schwer, die Freiheitsrechte erneut einzuschränken. – Doch NRW ist nicht allein auf dieser Welt. Ganz gleich, ob es den Lockdown ausruft oder nicht: Andere Bundesländer gehen so oder so in Deckung. Ihnen reicht die hohe Zahl der Infizierten, um für Besucher aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf hohe Hürden aufzurichten. Österreich warnt sogar vor Reisen nach NRW. – Inzwischen hat Laschet doch noch den Lockdown angeordnet und die Bürger in und um Gütersloh und Warendorf aufgerufen, sich testen zu lassen. Die Bürger folgten brav. Das Ergebnis: Bis zu vier Stunden mussten sie am Mittwoch vor einem Testzentrum warten. Die Tester fühlten sich überfordert. Sie schickten die Bürger nach Hause und vertrösteten sie auf Donnerstag. Armes NRW. Zuerst ärgerten sich die Bürger über den erneuten Lockdown. Nun ärgern sie sich darüber, dass die Politiker und die Verwaltungen es nicht fertig brachten, zügiges Testen zu ermöglichen. Genügend Zeit, um entsprechende Vorkehrungen zu treffen, war durchaus vorhanden. – Was lehrt uns das? Erstens: Der Amtsschimmel kann, wenn er nicht gerade eben steht und grast, sich wohl nur im Schritttempo bewegen. Und zweitens: Viele Politiker sind für ihren Job offenbar fehlqualifiziert. Sie ließen sich wählen, obwohl sie gar nicht reiten können – schon gar nicht den Amtsschimmel. – Ulrich Horn

Merz bleibt Fritzchen

Sonntag, 20. Januar 2019

Nebenbei

Was haben sich die Merz-Fans für ihn in die Kurve gelegt! Und was macht er? Er kehrt ihnen den Rücken. Sie wollten ihn heimholen. Nicht irgendwie, sondern als CDU-Chef samt Freifahrtkarte ins Kanzleramt. Sie machten sich die schönsten Hoffnungen. Er ging auf Werbetour durch die Partei. Sie sangen auf ihn Loblieder. Sie hörten selbst dann nicht auf, als er seinen Parteitagsauftritt versemmelt hatte. Nun wollten sie ihn mit der Option auf die Kanzlerkandidatur ins Kabinett drücken. Und was passiert? Der Mann, der die AfD kleinkriegen und die CDU wieder groß machen wollte, nimmt sich aus dem Verkehr. Er lässt sich in irgendein Ratgebergremium abschieben. Wahlkampf für die CDU will er auch nicht machen, selbst in Ostdeutschland nicht, wo die AfD auf dem Vormarsch ist. Aus der Traum vom CDU-Frühling mit Merz. Der Friedrich stellt seine Fans in den Regen. Fritz will Fritzchen bleiben. – Ulrich Horn

Schlagwörter: , , , ,

12 Kommentare zu “Merz bleibt Fritzchen”

  1. grafiksammler sagt:

    Wenn man mit 63 zwischen Filetsteak und Ochsentour wählen muß, muß man schon ganz schön verrückt sein, nicht das Filetsteak zu wählen. Merz ist nicht verrückt.

  2. Man könnte fast meinen, Sie haben Sorge um den armen Friedrich. Seien Sie unbesorgt: Bei Blackrock gibts Dicke Sauerländer und hervorragenden Kartoffelsalat für die Aufsichtsräte, nebst kleiner Aufwandsentschädigung versteht sich. Da kann man seine Entscheidung contra Girlscamp schon verstehen. Hausmann Schäuble nebst kanthigem Schwiegersohn bleibt somit nichts anderes übrig, als die alten Fotoalben wieder rauszukramen und nochmal zu blättern. Vielleicht findet sich ja noch ein anderer: Roland, Günther ….

  3. Roland Mitschke sagt:

    Der CDU-Bundesparteitag hat gute Personalentscheidungen getroffen. Bei Wahlen mit mehreren Kandidaten muss es Kandidaten geben, die nicht gewinnen. So ist es mit Friedrich Merz. Er war bereit, an einer wichtigen Stelle Verantwortung zu übernehmen. Nun, die Mehrheit in der CDU hat sich nicht für ihn entschieden, aber – er hatte ein wirklich achtbares Ergebnis.
    Nun geht er wieder in seine vorherige Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt. Seine Kompetenzen sind hier unbestritten und werden wohl auch entsprechend honoriert. Das war ihm nicht in die Wiege gelegt. Insofern verdienen seine Leistungen in der Wirtschaft Respekt und wer ihn wegen seines Einkommens atakiert, muss sich fragen lassen, ob Neid hier die Motivation liefert.

  4. Franz Weiler sagt:

    Vielleicht habe ich da was falsch verstanden,aber Herr Merz ist weder CEO,noch sonst irgendwie exekutiv tätig.Ihm also Kompetenz in der Wirtschaft zu unterstellen ist ein wenig weit hergeholt.Aber als Anwalt und möglicherweise Steuerverhinderer mag er durchaus Experte sein.
    Nichtwahr Herr Mitschke?

    • Markus sagt:

      Exakt! Der völlig unkritische, allzu wirtschaftsnahe Globalisierer Merz ist auch bei BlackRock und wo sonst er sich wichtig und breit wohl eher als Frühstücksdirektor zu bezeichnen. Vielleicht bekommt er jetzt aber was zu tun und kann sich als Krisenmanager beweisen:
      https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11180339-licht-schatten-backrock-friedrich-merz-bord-riesiges-datenleck-aufgedeckt

      • Roland Mitschke sagt:

        Offensichtlich kennen Franz Weiler und Markus nicht die Aufgaben und Kompetenzen – und auch nicht die Verantwortung – eines Aufsichtsratsvorsitzenden nach Aktienrecht. Wenn Friedrich Merz in diese Position von den Anteilseignern berufen ist, haben diese ihm offensichtlich erhebliche Wirtschaftskompetenz zugetraut.
        Übrigens ohne Globalisierung gibt es keine deutschen Exportüberschüsse. Diese sichern bei uns nicht unerheblich Arbeitsplätze. „Möglicherweise Steuerverhinderer“, pure Polemik ohne Fakten!

        • Markus sagt:

          Die Anteilseigner werden sich die „richtige“ Wirtschaftskompetenz geholt haben, nämlich die, die ihnen wie Merz nicht dreinredet!

          Exportüberschüsse gehen zulasten anderer Länder und sind eben eigentlich kein Ruhmesblatt. Stichwort: „Beggar my neighbour“

Schreiben Sie einen Kommentar

Ja, ich möchte über neue Blog-Beiträge per E-Mail informiert werden.