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Letzte Kommentare

Nebenbei

  • Schröder: Vom Kanzler zum Würstchen

    Wie viele Menschen haben wohl bedauert, dass sie der SPD 1998 ihre Stimme gaben und mit ihr deren Spitzenkandidaten Schröder zum Kanzler machten? Beschweren können sie sich nicht. Er lebte seine Schwächen schon vor seiner Kanzlerschaft hemmungslos öffentlich aus. Bereits damals war das Bild, das er von sich prägte, weniger von seiner Politik als von seinem Verhalten im Umgang mit Parteifreunden und seiner Partei bestimmt. Es stieß ab. Man musste nur hinschauen. Heute kann man sagen: Er hat einen wesentlichen Beitrag zum Verfall der Sitten in der SPD und zum Niedergang der Partei geleistet. Bezeichnend auch, dass er als Kanzler jenen Job kreierte, der ihm nach dem Abschied aus dem Amt den lang ersehnten Wohlstand brachte. Um in dessen Genuss zu kommen, schreckt der Ex-Kanzler nicht davor zurück, dem russischen Diktator Putin zu dienen. Dass ihn die Bild-Zeitung, deren Gunst er als Kanzler suchte, heute als Putins Pudel abbürstet, kommt wohl der Ansicht nahe, die viele Bürger von Schröder haben. Zu den Missständen in Russland, Weißrussland und der Türkei, die in die EU ausstrahlen, hört man von ihm kein Wort. Wohl aber kämpft er darum, dass VW in seinen Betriebskantinen die Currywurst nicht abschafft. Schröder war ein Profiteur sozialdemokratischer Bildungspolitik: Er brachte es vom Kind armer Leute zum Kanzler. Dann machte sich der Kanzler zu Putins Rudel, und nun macht sich Putins Pudel zum Würstchen. Welch eine Laufbahn! – Ulrich Horn

Die sich treu bleiben

Dienstag, 1. September 2020

Nebenbei

Reden wir über politisches Niveau: Dass in der Berliner Landespolitik nicht die hellsten Köpfe am Werk sind, weiß jedes Kind. Über diesen Sachverhalt wird in Deutschland so laut geredet, dass ihn sogar der Berliner Senat wahrnehmen müsste. Er tut es aber nicht. Er erspart es sich so, aus Fehlern zu lernen. Er baute einen Flughafen, weniger um möglichst schnell Flugverkehr abzuwickeln, als den am Bau beteiligten Unternehmen über lange Zeit Einkünfte aus Steuermitteln zu verschaffen. Er wollte die Lage der Mieter verbessern. Doch verschlimmerte er die Lage nur und handelte sich eine Verfassungsklage ein. Innensenator Geisel verbot wie Weißrusslands Diktator Lukaschenko jüngst eine Demonstration. Ihm passte die rechtsextreme Orientierung vieler Demonstranten nicht. Ausgerechnet sie bemühten die Justiz, um Geisel zu zwingen, die Verfassung einzuhalten – mit Erfolg: Die Demo durfte stattfinden. Damit nicht genug: Berlin wäre kaum eine Reise wert, säße dort nicht der Bundestag. Doch der Senat schafft es nicht, den Sitz des Parlaments vor Verfassungsgegnern zu schützen. Am Wochenende wäre ihnen der Reichstag beinahe in die Hände gefallen. Seine Treppe hatten sie schon erobert. Geisel, ein Sozialdemokrat, hatte nicht genügend Polizisten aufgeboten, um den Reichstag zu sichern. Die SPD, die sich noch gut an das Versagen ihrer NRW-Ministerpräsidentin Kraft in der Kölner Silvesternacht erinnert, hat nun viel zu tun, vom Versagen des SPD-geführten Senats und ihres Innensenators abzulenken. Bundespräsident Steinmeier (SPD) lobte den Einsatz der Polizei. SPD-Kanzlerkandidat Scholz kritisierte, dass Verfassungsgegner den Parlamentssitz als Kulisse missbrauchten. Dass sein Parteifreund Geisel den Rechtsradikalen in die Karten spielte, erwähnte Scholz nicht. – Berlins Landesregierung wurde wieder einmal ihrem Ruf gerecht. Das Beste, was man über den Senat sagen kann, ist, dass er sich treu bleibt: Er arbeitet unablässig daran, seinen schlechten Ruf zu verschlechtern. – Ulrich Horn

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8 Kommentare zu “Die sich treu bleiben”

  1. Markus sagt:

    Selbstverständlich müßte Geisel zurücktreten!

    Und im Ergebnis redet niemand über die allermeisten friedlichen Corona-Protestanten und auch nicht über so manche interessante Redner.

    Da bleiben sich die Medien treu!

    • Horst Schulte sagt:

      Ja, dieser Kennedy war sehr interessant. Ich habe mir die Rede angetan. Der ist noch bekloppter als Hildmann. Wie alle, die an dieser „Demo“ teilgenommen haben, einen ziemlich an der Waffel haben müssen. Aber wem sag ich das?!

      • Markus sagt:

        Wir leben eben in Zeiten von „Haltungs“-Journalismus und Einheitsmeinung, die den Leuten die Köpfe verdrehen und manche Zeítgenossen überfordern, selbständig und kritisch zu denken.

        • Horst Schulte sagt:

          Eine Standadantwort derjenigen, die Provokationen und die Übertreibungen glauben, der in alternativen Medien verbreitet werden.

          Ich bin skeptisch, was die Einseitigkeit anlangt, in der Sie hier konsequent argumentieren. Aber Herr Horn liefert ja auch immer gute Vorlagen, indem er (ganz Gesinnungsjornalist) links-grüne Positionen diffamiert. Das hat einer wie Sie leichtes Spiel.

          Ist hier fast wie bei Tichy und Achgut. Mit dem Unterschied, dass meine Kommentare hier noch nicht gesperrt werden. Geht halt nix über Demokratie.

          • Ulrich Horn sagt:

            Sie sind es, der hier gerade diffamiert. Sie versuchen, Kritik als Diffamierung zu diskreditieren. Das ist alte SPD-Praxis. Sie hat die Partei dahin gebracht, wo sie heute steht, ziemlich versteinert, in Freund-Feind-Denken gefangen, wandlungsunfähig, von vielen kreativen Kräften verlassen.
            Es scheint so, als hielten Sie zum Beispiel immer noch die rot-grünen NRW-Regierungen für den Höhepunkt in der Geschichte und der Entwicklung des Landes NRW. Es gibt Ihnen nicht einmal zu denken, dass sich die SPD seit 15 Jahren unablässig krampfhaft und ohne allzu großen Erfolg damit abgibt, sich von ihrer eigenen Politik abzusetzen.

  2. Thomas sagt:

    Vielleicht war es Absicht, diese Bilder zu erzeugen? Wurden vielleicht deshalb nur 3 Polizisten zum Reichstag beordert?

    • lliberal sagt:

      Sehr richtig, die Demonstranten hatten kein Interesse, dieses Gebäude zu stürmen. Die paar Spinner wurden sicher geordert, um diesen Presserummel erzeugen zu können.

      Die Interessen von EU und UN werden immer deutlicher. Was auffällt: Große Teile der Wähler beflügeln diese Interessen.

      Der Druck auf die Menschen in Europa wird größer. Wie das enden kann, zeigt uns unsere Geschichte.

  3. Reden wir über jornaliistsches Niveau,das Sättigungsbeilagen liefert statt Debatte über Vielstimmigkeit von Corona Pandemie Maßnahmen Skeptikern, Rettungs-Wumms, die keine sind

    „Wie sag‘ ich’s meinem rechten Nachbarn?“ Philipp Ruch Zentrum für politische Schönheit im DLF Interview, wie ich ihn verstehe:

    Protestfloskeln, Mahnwachen, Online Petitionen, werden längst nicht nur in der Mitte, sondern von links bis rechts ab durch die Mitte durchtränkt von diffusen Versagensängsten, Ohnmachtsgefühlen im forsch schneidigen Habitus der Vergeblichkeit inszeniert, was Regierenden Jovi erlaubt ist, ist uns Bovi zu Hauf erlaubt – Quot licet Jovi non licet Bovi passè -, wie Berlin 29.8.2020 Anti Corona Virus Querfront Demo als Establishment Spiegelung in seinem Übermaß an moralischem Anspruch, Impetus, der niemals eingelöst werden wird, aber in der Veranstaltung adrenalingesteuert Hochgefühle transportiert, sich selber und Öffentlichkeit über moralischen Zusammenbruch hinwegzutäuschen, was medial eingehegt zu gelingen scheint, selbst angesichts unterfinanzierter Kultur, Theater, Kabarett, Kommunen, alten, jungen Menschen in Heimen, Alleinerziehenden, Inhaftierten in Knästen, Events Ausrichtern, Solo Selbstständigen, Bildung gerade in Corona Zeiten, ohne Recht auf Anhörung, politisches Gehör im Einzelfall, alles wird von CDU Bundeskanzlerin Angela Merkel, SPD Bundeskanzlerkandidat, Bundesfinanzminister Olaf Scholz asymmetrisch gesellschaftspolitisch demobilisiert mit großem „Wumms“ unklar adressiert beantwortet, der keiner ist, während Krieg gegen internationalen Terrorismus nach Nine Eleven 01 an 230 Millionen Arbeitsmigranten in der Welt, 70 Millionen unterversorgte Geflüchtete inner-, außerhalb ihrer Heimatländern (UNHCR Bericht 2019), Boots People im Mittelmeer mitverantwortet ignoriert, mit EU Geldern Aufbau von Grenzregimen in Afrika gegen tradierte Arbeitsmigranten Wege im EU Sinne gesteuert errichtet.

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