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Nebenbei

  • Der Preis der Pandemie

    Die vierte Coronawelle macht den Politikern Sorgen. Die Krankenhäuser laufen über. Sie werden vor allem von Impfunwilligen geflutet, die sich bei ihresgleichen angesteckt haben. Seit das Virus die Inzidenz zum vierstelligen Bereich hochtreibt, sind die Politiker alarmiert. Es fällt ihnen auf, dass fast elf Monate nach dem Impfstart 15 Millionen Impffähige die Impfung verweigern. Um zu verhindern, dass sich die große Katastrophe zu einer gigantischen auswächst, sollen die Impfunwilligen bewogen werden, sich sozial zu verhalten und sich impfen zu lassen. Man will ein wenig Druck auf sie ausüben: Es soll ihnen gut zugeredet werden. Man will ihnen vor Augen halten, sie könnten vom Gemeinschaftsleben ausgeschlossen werden, wenn es mit der Pandemie noch doller kommen sollte. Wen wollen die Politiker mit solchen Ankündigungen beeindrucken? Die 15 Millionen Impfverweigerer können es nicht sein. Ihnen wollen die Politiker mit kostenlosen Tests die Möglichkeit bieten, sich der Impfnadel zu entziehen. Solange die Tests gratis sind und von den Steuermitteln aus dem Kreis der 56 Millionen Geimpften finanziert werden, schwindet der Anreiz für die Impfverweigerer, sich impfen zu lassen. Der Unmut unter den Geimpften dürfte dagegen neues Maximum erreichen. Sie bezahlen nicht nur die Tests für die Impfverweigerer, sondern auch die hohen Kosten, die sich darüber hinaus durch das unsoziale Verhalten der Impfverweigerer ergeben. Wäre es nicht gerechter und an der Zeit, die Coronakosten stärker am Verursacherprinzip auszurichten? – Ulrich Horn

Fundsachen 7/2018

Samstag, 1. September 2018

Fundsachen

Themen:
Fake News, Parteien, US-Medien, Machiavellismus

Fake News: Trotz aller Fake News ist die Wahrheit nicht am Ende, erklärt Slavoj Zizek in der NZZ.

Parteien: Forsa-Chef Manfred Güllner blickt in die Zukunft und teilt über die „Welt“ mit, was er da kommen sieht: eine neue Rangordnung der Parteien.

US-Medien: Trump erzielt mit seiner Hetze gegen die Medien bemerkenswerte Wirkung, wie in der FAZ zu lesen ist.

Machiavellismus: „Die Menschen sind frei, doch schätzen viele ihre Freiheit nicht.“ Sie sehnten sich nach starken Männern, die dafür sorgen sollen, die Dinge durchschaubar zu machen, befindet Peter Strasser in der NZZ. Ulrich Horn


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