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Nebenbei

  • Corona, Hass-Fans, Hopp

    In der Corona-Krise findet sich auch Gutes. Die Spiele der Fußballbundesliga fallen vorerst aus. So bleiben den Fußballfreunden die hässlichen Tiraden erspart, mit denen die Hass-Fans auf den Rängen das Spiel auf dem Rasen immer wieder missbrauchen. Jüngst nutzten sie die Aufmerksamkeit, die der Fußball findet, um Dietmar Hopp, den Mäzen des Klubs TSG 1899 Hoffenheim, wieder einmal zu beleidigen und zu bedrohen. Die Hass-Fans behaupten, sie kämpften gegen die Kommerzialisierung des Spiels. Wohl aber wollen sie Fußball auf höchsten Niveau sehen, das nur mit viel Geld zu erreichen ist. Dass die Hass-Fans diesen Widerspruch nicht bemerken, gibt zu denken. Ihre Aktionen fanden große Resonanz, die scharfe Ablehnung, auf die sie stießen, ebenfalls. Von Konsequenzen für die Hass-Fans aber ist so gut wie nichts zu hören. Was tun sie nun am Wochenende ohne Fußball? Sie sollten Zeitung lesen. Dann könnten sie erfahren: Der Milliardär Hopp, den sie so sehr hassen, fördert nicht nur den Klub Hoffenheim, sondern auch das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac. Es forscht nach einem Impfstoff gegen das Corona-Virus, das sogar den Fußballbetrieb und die Hass-Fans lahmgelegt hat. Die Forschung der Hopp-Firma gilt als vielversprechend. Es könnte durchaus passieren, dass Hopps Unternehmen den Impfstoff findet, der das Coronavirus unschädlich und den Besuch im Fußballstadion auch für die Hopp-Hasser wieder ungefährlich macht. Sie stünden dann noch belämmerter da als schon heute. Ob sie das begreifen? – Ulrich Horn

Fest im Sattel

Freitag, 20. Dezember 2013

Nebenbei

(uh) Für Politiker ist der Sattel gefährlich, sobald er auf dem Ross liegt. Wer es besteigt, mag meinen, er sitze fest, solange es sich nicht bewegt. Doch es muss nicht das Pferd sein, das ihn abwirft. Kürzlich noch galt Hannelore Kraft als Hoffnung der SPD. Beobachter sahen sie tauglich für das Kanzleramt und Schloss Bellevue. Gründe waren nicht auszumachen. Große Verdienste erwarb sie noch nicht. Sie sind offenbar nicht erforderlich. Es reicht, dass sich die Geschichte erzählen lässt. Doch plötzlich hat sich die Welt verändert. Kraft verlor an Attraktion. Ihre Umfragewerte fielen. Die Rolle des Hoffnungsträgers ist futsch. Sie wird nun SPD-Chef Gabriel zugeschrieben. Gründe sind nicht auszumachen. Es reicht, dass sich die Geschichte noch schöner erzählen lässt. Was bewirkte den Wandel? Kraft hat nur das Resultat ihrer Koalitionsverhandlungen für akzeptabel erklärt und die große Koalition abgenickt, die sie ohne das Verhandlungsresultat ablehnte. Und Gabriel? Er entrann gerade eben seinem Untergang und mag kaum fassen, dass ihm die Mehrheit der SPD folgte. Den Wandel führen nicht Ross und Reiter herbei, sondern die Beobachter. Ihr Blick verändert die Lage. Sie sind es, die den Sattel in Schwingung versetzen und den Reiter vom Pferd werfen können, selbst wenn es sich nicht rührt. Ex-Präsident Wulff kann ein Lied davon singen.

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4 Kommentare zu “Fest im Sattel”

  1. […] NRW: Fest im Sattel…Post von Horn […]

  2. Martin Böttger sagt:

    Richtig beobachtet. Überraschungen passieren dann immer, wenn tatsächlich gewählt wird.

  3. Hanni Hansen sagt:

    Der Glanz von Gabriel wird schnell verblassen, und vier Jahre Regierungszeit, in der er seinen Wählern alle noch kommenden Zumutungen beipulen muss, ist eine lange, sehr lange Zeit. In so einer Zeit könnte seine Partei auch richtig schrumpfen, mal schauen.

  4. Hannelore Kraft hat genau das getan, was jeder politische Karrierist tut: Täuschen und betrügen!
    Die SPD war nach Brandt und ab dem Überlaufen von FDP-Politikern in die SPD, nach dem Platzen der Sozial-liberalen Koalition von Schmidt und Genscher, als linke Partei nicht wieder zu erkennen. Jeder Neoliberale ging in die SPD, buhlte um die Mitgliedschaft bei den Seeheimern, in dem Wissen, bei diesen kapitalhörigen Trojanern am schnellsten in aussichtsreiche Positionen in der SPD zu kommen. Die so genannten „Quereinsteiger“ machten in der einst sozialen Partei Blitzkarrieren – so auch Hannelore Kraft.

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