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Nebenbei

  • Armes NRW

    Mehr als eine Woche lang stand in den Kreisen Gütersloh und Warendorf der Lockdown in Rede. Auch wenn er nicht gleich angeordnet wurde, als bei Tönnies das Virus zuschlug: Umsichtige Politik hätte einen Lockdown zumindest in Betracht ziehen müssen. NRW-Ministerpräsident Laschet wehrte ihn zunächst ab. Der Regierungschef tat sich schwer, die Freiheitsrechte erneut einzuschränken. – Doch NRW ist nicht allein auf dieser Welt. Ganz gleich, ob es den Lockdown ausruft oder nicht: Andere Bundesländer gehen so oder so in Deckung. Ihnen reicht die hohe Zahl der Infizierten, um für Besucher aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf hohe Hürden aufzurichten. Österreich warnt sogar vor Reisen nach NRW. – Inzwischen hat Laschet doch noch den Lockdown angeordnet und die Bürger in und um Gütersloh und Warendorf aufgerufen, sich testen zu lassen. Die Bürger folgten brav. Das Ergebnis: Bis zu vier Stunden mussten sie am Mittwoch vor einem Testzentrum warten. Die Tester fühlten sich überfordert. Sie schickten die Bürger nach Hause und vertrösteten sie auf Donnerstag. Armes NRW. Zuerst ärgerten sich die Bürger über den erneuten Lockdown. Nun ärgern sie sich darüber, dass die Politiker und die Verwaltungen es nicht fertig brachten, zügiges Testen zu ermöglichen. Genügend Zeit, um entsprechende Vorkehrungen zu treffen, war durchaus vorhanden. – Was lehrt uns das? Erstens: Der Amtsschimmel kann, wenn er nicht gerade eben steht und grast, sich wohl nur im Schritttempo bewegen. Und zweitens: Viele Politiker sind für ihren Job offenbar fehlqualifiziert. Sie ließen sich wählen, obwohl sie gar nicht reiten können – schon gar nicht den Amtsschimmel. – Ulrich Horn

Lösung für Berlins Krise

Montag, 9. September 2019

Nebenbei

Berlin, so ist zu lesen, wächst jährlich um 40.000 Menschen. Der Andrang überfordert den Senat der Hauptstadt. Ihre Infrastruktur hält nicht Schritt. Es mangelt an Wohnungen. Sie sind knapp und teuer geworden. Den Plan, hohe Mieten stark zu deckeln, musste die rot-rot-grüne Koalition abschwächen. Er wird Berlins Wohnungsproblem nicht lösen. Die CDU schlägt nun vor, für einige Jahre den Zuzug nach Berlin zu unterbinden. Auch dieser Plan wird wohl nicht umgesetzt. Auch er wird Berlins Problem nicht mildern. Alle Pläne gegen die Berliner Krise kranken daran, dass sie sich nur mit Symptomen befassen. Es wäre längst an der Zeit, Berlins Problem an der Wurzel zu packen. Die Stadt ist offensichtlich ihrer Rolle als Hauptstadt nicht gewachsen. Ihr Problem verschärfte sich, als die Bundesregierung von Bonn nach Berlin zog. Seither wirkt Berlin auf viele Bürger wie ein Magnet. Die Krise der Stadt wäre schlagartig behoben, wenn der Bundestag und die Bundesregierung nach Bonn zurückkehrten. Der Zustrom der Bürger nach Berlin würde verebben, die Mieten würden sinken, der Wohnungsmarkt würde durchlüftet. Sogar der Bau des Berliner Flughafens könnte eingestellt und der Airport zur Gedenkstätte umgewandelt werden. Mit dem Geld, das sich dort einsparen lässt, könnte die Rückkehr des Parlaments- und Regierungsapparates nach Bonn finanziert werden. Damit sich Berlin nicht geplündert vorkäme, sollten der Bundespräsident und die Geheimdienste in Berlin bleiben. Und natürlich sollte das große nationale Feuerwerk in der Silvesternacht dann nicht auf dem Bonner Marktplatz, sondern wie bisher am Brandenburger Tor abgebrannt werden. – Ulrich Horn

 

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5 Kommentare zu “Lösung für Berlins Krise”

  1. grafiksammler sagt:

    Soviel Vernunft ist in ganz Berlin und allen Parteien nicht vorhanden!

  2. Großartiger Vorschlag. Wie viele an diese naheliegende Lösung wohl in den letzten Jahren schon gedacht haben?

  3. Mein Vorschlag: Im Rahmen der Aufbauhilfe Ost/Ruhgebiet wäre doch eine wandernde Hauptstadt überlegenswert, sagen wir für jeweils ein Jahr. Start wäre in Görlitz, schön, aber auch schön leer und schön weit weg. Danach Essen und hier aber Altenessen, damit die gut betuchten Bredeneyer wiederum nicht gestört werden. Es folgt Duisburg mit Wohnraum satt und einem Büro für Herrn Altmaier direkt auf dem Werksgelände von Thyssenkrupp. Anschließend dann wieder eine Stadt im Osten. Welche Stadt das sein könnte, würde ich dann jährlich durch eine SPD-Mitgliederbefragung klären lassen.

  4. Markus sagt:

    Ein frommer Wunsch. Merkel läßt einen gigantischen Regierungspalast bauen. Und die Macht konzentriert sich dann noch mehr bei IHR …

    https://www.n-tv.de/politik/Das-Kanzleramt-wird-massiv-vergroessert-article20812383.html

  5. Martin Böttger sagt:

    Eine unzumutbare Bedrohung Bonns. Wohnungsnot und Immobilienpreise sind auch hier schon hoch genug. Die Politiker*innen, Medien- und Lobbyblase – die Lebensqualität in Bonn würden die spürbar senken. Wie wäre es stattdessen mit Dortmund? „Herzkammer“ und so, … Friedrich Küppersbusch nannte es heute in der taz „das Wien des Ruhrgebietes“, Fussballhauptstadt ist es auch schon ….

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