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Nebenbei

  • Der Preis der Pandemie

    Die vierte Coronawelle macht den Politikern Sorgen. Die Krankenhäuser laufen über. Sie werden vor allem von Impfunwilligen geflutet, die sich bei ihresgleichen angesteckt haben. Seit das Virus die Inzidenz zum vierstelligen Bereich hochtreibt, sind die Politiker alarmiert. Es fällt ihnen auf, dass fast elf Monate nach dem Impfstart 15 Millionen Impffähige die Impfung verweigern. Um zu verhindern, dass sich die große Katastrophe zu einer gigantischen auswächst, sollen die Impfunwilligen bewogen werden, sich sozial zu verhalten und sich impfen zu lassen. Man will ein wenig Druck auf sie ausüben: Es soll ihnen gut zugeredet werden. Man will ihnen vor Augen halten, sie könnten vom Gemeinschaftsleben ausgeschlossen werden, wenn es mit der Pandemie noch doller kommen sollte. Wen wollen die Politiker mit solchen Ankündigungen beeindrucken? Die 15 Millionen Impfverweigerer können es nicht sein. Ihnen wollen die Politiker mit kostenlosen Tests die Möglichkeit bieten, sich der Impfnadel zu entziehen. Solange die Tests gratis sind und von den Steuermitteln aus dem Kreis der 56 Millionen Geimpften finanziert werden, schwindet der Anreiz für die Impfverweigerer, sich impfen zu lassen. Der Unmut unter den Geimpften dürfte dagegen neues Maximum erreichen. Sie bezahlen nicht nur die Tests für die Impfverweigerer, sondern auch die hohen Kosten, die sich darüber hinaus durch das unsoziale Verhalten der Impfverweigerer ergeben. Wäre es nicht gerechter und an der Zeit, die Coronakosten stärker am Verursacherprinzip auszurichten? – Ulrich Horn

Lösung für Berlins Krise

Montag, 9. September 2019

Nebenbei

Berlin, so ist zu lesen, wächst jährlich um 40.000 Menschen. Der Andrang überfordert den Senat der Hauptstadt. Ihre Infrastruktur hält nicht Schritt. Es mangelt an Wohnungen. Sie sind knapp und teuer geworden. Den Plan, hohe Mieten stark zu deckeln, musste die rot-rot-grüne Koalition abschwächen. Er wird Berlins Wohnungsproblem nicht lösen. Die CDU schlägt nun vor, für einige Jahre den Zuzug nach Berlin zu unterbinden. Auch dieser Plan wird wohl nicht umgesetzt. Auch er wird Berlins Problem nicht mildern. Alle Pläne gegen die Berliner Krise kranken daran, dass sie sich nur mit Symptomen befassen. Es wäre längst an der Zeit, Berlins Problem an der Wurzel zu packen. Die Stadt ist offensichtlich ihrer Rolle als Hauptstadt nicht gewachsen. Ihr Problem verschärfte sich, als die Bundesregierung von Bonn nach Berlin zog. Seither wirkt Berlin auf viele Bürger wie ein Magnet. Die Krise der Stadt wäre schlagartig behoben, wenn der Bundestag und die Bundesregierung nach Bonn zurückkehrten. Der Zustrom der Bürger nach Berlin würde verebben, die Mieten würden sinken, der Wohnungsmarkt würde durchlüftet. Sogar der Bau des Berliner Flughafens könnte eingestellt und der Airport zur Gedenkstätte umgewandelt werden. Mit dem Geld, das sich dort einsparen lässt, könnte die Rückkehr des Parlaments- und Regierungsapparates nach Bonn finanziert werden. Damit sich Berlin nicht geplündert vorkäme, sollten der Bundespräsident und die Geheimdienste in Berlin bleiben. Und natürlich sollte das große nationale Feuerwerk in der Silvesternacht dann nicht auf dem Bonner Marktplatz, sondern wie bisher am Brandenburger Tor abgebrannt werden. – Ulrich Horn

 

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5 Kommentare zu “Lösung für Berlins Krise”

  1. grafiksammler sagt:

    Soviel Vernunft ist in ganz Berlin und allen Parteien nicht vorhanden!

  2. Großartiger Vorschlag. Wie viele an diese naheliegende Lösung wohl in den letzten Jahren schon gedacht haben?

  3. Mein Vorschlag: Im Rahmen der Aufbauhilfe Ost/Ruhgebiet wäre doch eine wandernde Hauptstadt überlegenswert, sagen wir für jeweils ein Jahr. Start wäre in Görlitz, schön, aber auch schön leer und schön weit weg. Danach Essen und hier aber Altenessen, damit die gut betuchten Bredeneyer wiederum nicht gestört werden. Es folgt Duisburg mit Wohnraum satt und einem Büro für Herrn Altmaier direkt auf dem Werksgelände von Thyssenkrupp. Anschließend dann wieder eine Stadt im Osten. Welche Stadt das sein könnte, würde ich dann jährlich durch eine SPD-Mitgliederbefragung klären lassen.

  4. Markus sagt:

    Ein frommer Wunsch. Merkel läßt einen gigantischen Regierungspalast bauen. Und die Macht konzentriert sich dann noch mehr bei IHR …

    https://www.n-tv.de/politik/Das-Kanzleramt-wird-massiv-vergroessert-article20812383.html

  5. Martin Böttger sagt:

    Eine unzumutbare Bedrohung Bonns. Wohnungsnot und Immobilienpreise sind auch hier schon hoch genug. Die Politiker*innen, Medien- und Lobbyblase – die Lebensqualität in Bonn würden die spürbar senken. Wie wäre es stattdessen mit Dortmund? „Herzkammer“ und so, … Friedrich Küppersbusch nannte es heute in der taz „das Wien des Ruhrgebietes“, Fussballhauptstadt ist es auch schon ….

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