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Nebenbei

  • Es geht noch schlechter

    Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen. Er hofft, vereint könnten sie eine stärkere Rolle spielen. Die Verhandlungen haben gerade begonnen. Sie werden beide Banken zunächst weiter schwächen. Um größeres Gewicht zu gewinnen, müssen sie Kosten senken. Sie gilt, Stellen zu streichen und Zweigstellen zu schließen. Beide Geldhäuser beschäftigen insgesamt gut 130.000 Menschen. Soll der Zusammenschluss den gewünschten Gewinn bringen, könnten 20.000 bis 50.000 Stellen wegfallen. Was werden die Mitarbeiter bei diesen Aussichten tun? Sie werden sich fragen, ob sie es sind, die demnächst auf der Strecke bleiben. Viele werden alles daransetzen, einen anderen Arbeitgeber zu finden. Sie werden sich umhören, Bewerbungen schreiben, sich auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Sie werden ihre finanziellen Verhältnisse straffen, um drohende Durststrecken zu überstehen. Sie werden sich zum Abwehrkampf gegen den Zusammenschluss formieren und an Protestaktionen teilnehmen. Bis die Vereinigung in trockenen Tüchern ist, falls es zu ihr kommt, wird einige Zeit ins Land gehen. Derweil werden sich die Beschäftigten mehr mit sich selbst als mit den Geschäften ihrer Bank befassen. Ist es abwegig abzunehmen, dass sich die schlechte Ertragslage der beiden Banken in nächster Zeit noch verschlechtern wird? – Ulrich Horn

Geht Putin die Puste aus?

Dienstag, 31. Juli 2018

Nebenbei

Wirtschaftlich ist Russland alles andere als eine Weltmacht. Es hat viermal so viele Einwohner wie Belgien, Niederlande, Luxemburg und Dänemark zusammengenommen. Dennoch erwirtschaften die vier kleinen EU-Staaten ein größeres Bruttoinlandsprodukt als Russland. Es erhebt den Anspruch, Weltmacht zu sein. Er basiert auf den atomaren und konventionellen Waffen und auf der Bereitschaft der politischen Führung, sie einzusetzen. Russlands ökonomische Schwäche, die durch die Sanktionen der EU und der USA verschärft wird, schlägt längst auf den Militärkomplex durch. Russland kann seine Rüstungspläne nicht umsetzen. Es muss sie reduzieren. Um finanzielle Spielräume zu gewinnen, will die Regierung das Renteneintrittsalter drastisch erhöhen – bei Männern um fünf auf 65 Jahre, bei Frauen um acht auf 63 Jahre. Erreichen Russen und Russinnen das durchschnittliche Lebensalter, könnten Männer die Rente nur noch zwei Jahre lang genießen, Frauen immerhin noch 14 Jahre. Kein Wunder, dass der Reformplan unbeliebt ist. 90 Prozent aller Russen lehnen ihn ab. Zehntausende haben gegen ihn protestiert. An dieser Stelle versagt Putins Großmachtpropaganda im eigenen Land.- Ulrich Horn

 

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Ein Kommentar zu “Geht Putin die Puste aus?”

  1. wolfgang fubel sagt:

    Wir sollten mal ganz still sein und ein bisschen in uns gehen, bevor wir mit den Finger immer wieder auf Russland zeigen! Als Vorbild für andere Staaten eignet sich diese „Westliche Wertegemeinschaft“ schon lange nicht mehr! Aber man kann ja alles schön reden.
    Die meisten Bundesbürger haben sogar diese Regierung abgelehnt, aber Trotzdem machen die weiter. Wir sollten bei uns zuerst sauber machen, bevor wir den Dreck in anderen Ländern kritisieren!!

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