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Nebenbei

  • Wie die Lemminge

    In knapp zwei Wochen werden die Infektionszahlen in und um Düsseldorf herum stark ansteigen. Die Stadt wird dann ziemlich sicher die dritte Coronawelle erleben. Ausgelöst wurde sie durch das schöne Wetter am vergangenen Wochenende. Tausende drängten sich auf der Rheinpromenade, fast alle, ohne Abstand zu halten, und die meisten ohne Maske. Alle Aufrufe zur Vorsicht haben ihr Ziel verfehlt. Die Menschen am Rhein verhielten sich wie die Lemminge. Es schien, als suchten sie das Virus und die Infektion mit ihm. Der Andrang am Rhein lässt alle, die im Kampf gegen Corona auf die Eigenverantwortung der Menschen setzen, naiv erscheinen. In Düsseldorf feierte am Wochenende die Verantwortungslosigkeit einen Triumph. Er war vorhersehbar. Der Wetterbericht wirkte seit Tagen wie ein Marschbefehl für die Karawane zum Rhein. Die Stadt, die den Schutz vor dem Virus gewährleisten soll, zeigte der Aufgabe nicht gewachsen und tat so, als habe sie den Schuss nicht gehört. Die wenigen Ordnungskräfte, die sie aufbot, um die Schutzregeln durchzusetzen, standen auf verlorenem Posten. Was passiert, wenn sich derartige Aufläufe wiederholen? Wird man dann den Lockdown verlängern oder sich an höhere Infektions- und Totenzahlen gewöhnen müssen? – Ulrich Horn

Geht Putin die Puste aus?

Dienstag, 31. Juli 2018

Nebenbei

Wirtschaftlich ist Russland alles andere als eine Weltmacht. Es hat viermal so viele Einwohner wie Belgien, Niederlande, Luxemburg und Dänemark zusammengenommen. Dennoch erwirtschaften die vier kleinen EU-Staaten ein größeres Bruttoinlandsprodukt als Russland. Es erhebt den Anspruch, Weltmacht zu sein. Er basiert auf den atomaren und konventionellen Waffen und auf der Bereitschaft der politischen Führung, sie einzusetzen. Russlands ökonomische Schwäche, die durch die Sanktionen der EU und der USA verschärft wird, schlägt längst auf den Militärkomplex durch. Russland kann seine Rüstungspläne nicht umsetzen. Es muss sie reduzieren. Um finanzielle Spielräume zu gewinnen, will die Regierung das Renteneintrittsalter drastisch erhöhen – bei Männern um fünf auf 65 Jahre, bei Frauen um acht auf 63 Jahre. Erreichen Russen und Russinnen das durchschnittliche Lebensalter, könnten Männer die Rente nur noch zwei Jahre lang genießen, Frauen immerhin noch 14 Jahre. Kein Wunder, dass der Reformplan unbeliebt ist. 90 Prozent aller Russen lehnen ihn ab. Zehntausende haben gegen ihn protestiert. An dieser Stelle versagt Putins Großmachtpropaganda im eigenen Land.- Ulrich Horn

 

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Ein Kommentar zu “Geht Putin die Puste aus?”

  1. wolfgang fubel sagt:

    Wir sollten mal ganz still sein und ein bisschen in uns gehen, bevor wir mit den Finger immer wieder auf Russland zeigen! Als Vorbild für andere Staaten eignet sich diese „Westliche Wertegemeinschaft“ schon lange nicht mehr! Aber man kann ja alles schön reden.
    Die meisten Bundesbürger haben sogar diese Regierung abgelehnt, aber Trotzdem machen die weiter. Wir sollten bei uns zuerst sauber machen, bevor wir den Dreck in anderen Ländern kritisieren!!

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