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Nebenbei

  • Merz: Auf dem Sprungbrett?

    CDU-Mitglied Merz will in die Politik zurück. Lange fand er keinen Zugang. Der CDU-Vorsitz, der ihm den Weg ins Kanzleramt öffnen sollte, wurde an Kramp-Karrenbauer vergeben. Andere Parteiämter kommen für ihn nicht infrage. Vorerst würde er sich mit einem Ministerium begnügen. Doch alle Ressorts sind besetzt. – Nun wird er Ratgeber der CDU. Ist er in deren Rumpelkammer gelandet, oder steht er doch auf dem Sprungbrett? Seine konservativen CDU-Anhänger meinen, die Aufgabe eines Beraters sei für einen Mann wie Merz zu popelig. Dabei verschafft sie ihm größere Bewegungsfreiheit als eine Parteifunktion. – Wer wird für die CDU-Konservativen sprechen, wenn Schäuble in Pension geht? Wahrscheinlich Merz. Vor der Bundestagswahl 1998 war klar, dass die Union mit Kohl an der Spitze verlieren würde. Schäuble wagte damals nicht, Kohl zu verdrängen. Wird der Berater Merz den Mut finden, demnächst Kramp-Karrenbauer wegzuschieben? Oder reicht es nur dazu, hinter ihr den Schäuble zu spielen? – Ulrich Horn

Am selben Pranger

Sonntag, 18. Mai 2014

Nebenbei

(uh) In der vergangenen Woche hatten journalistische Sanitäter Großeinsatz. Viele Bundestagsabgeordnete haben die Zweitwohnungssteuer hinterzogen. Ehe sich die Bevölkerung empören konnte, waren Abwiegler mit weißer Salbe unterwegs: Die Abgeordneten seien nicht mit Hoeneß zu vergleichen, er habe absichtlich Steuern hinterzogen, die Abgeordneten aus Nachlässigkeit oder Unwissen. Die politische Elite wird dankbar sein. Viele Abgeordnete haben Hoeneß und seinen Steuerbetrug gegeißelt. Nun findet sich mancher mit Deutschlands prominentestem Steuerbetrüger am selben Pranger wieder. Wem gefällt das schon? Da hilft es, dass die tatsächlich vorhandenen Unterschiede zu Hoeneß herausgearbeitet werden. So relativiert sich das Vergehen der Angeordneten zur Bagatelle. Ist das angemessen? Ob ein Abgeordneter die Steuer aus Vergesslichkeit hinterzog, weiß nur er selbst. Alle anderen stellt er vor die Frage, ihm zu glauben. Sind Politiker glaubwürdig? Für viele Menschen ist die Antwort klar, zumal viele Abgeordnete pflichtwidrig ihren Zweitwohnsitz nicht anmeldeten und ihn so vor den Steuerbehörden verbargen.

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Ein Kommentar zu “Am selben Pranger”

  1. „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“.. es kam aber kein Stein geflogen 🙂

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