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Nebenbei

  • Schwindende Scheinblüte

    Was denken sich die Wähler? Vor einem Jahr gaben sie der SPD bei Forsa 14 Prozent. Drei Monate später, bei der Bundestagswahl, machten sie die Partei mit 25,7 Prozent zur stärksten Kraft. Da die Union handlungsunfähig war, konnte SPD-Kandidat Scholz Kanzler werden. Heute, neun Monate nach der Wahl, befindet sich seine Partei auf dem Abstieg. Während Union und Grüne in Umfragen die absolute Mehrheit erreichen, ist die Kanzlerpartei auf dem Rückweg unter die 20-Prozent-Marke. Bei Forsa hat sie es bereits geschafft. Ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl hat sich als Scheinblüte erwiesen. Die SPD droht wieder bei 14 Prozent zu landen. Scholz trägt das Seine bei. Er tritt in jüngster Zeit häufig auf. Dennoch rauschen auch seine Werte abwärts. Ob seine Auftritte den Niedergang forcieren oder mildern – wer weiß es? Sicher scheint, dass sich der Abwärtstrend der SPD beschleunigen dürfte, verlöre sie die nächste Landtagswahl am 9. Oktober in Niedersachsen. Sollte sich dort wie jüngst in Schleswig-Holstein und NRW eine schwarz-grüne Koalition bilden, könnte die SPD in Brand geraten. Es wäre an der Zeit, sich nach Hydranten und Wasserschläuchen umzuschauen. Auch in Niedersachsen sinken die Werte der SPD, während die der Union und der Grünen steigen. – Ulrich Horn

Breite Öffentlichkeit

Sonntag, 27. Oktober 2013

Nebenbei

(uh) Im Internet ist der NSA-Skandal ein großes Thema. Auch die Altmedien befassen sich mit ihm. Bild und ARD fahren es eher klein. Die ARD unterließ einen Brennpunkt. Bild hält andere Themen für wichtiger. „So verhindert die BILD-Zeitung bewusst Debatten, die für die breite Öffentlichkeit notwendig sind“, erregt sich das Blog Denkland und beklagt, dass der NSA-Skandal die Öffentlichkeit nicht hinreichend bewege. Der Vorgang zeigt: Um Breitenwirkung zu erzielen, scheinen die Altmedien (noch?) unerlässlich. Die Preisfrage lautet: Wie bekommt man an ihnen vorbei Debatten in Gang, von denen man meint, sie seien für die „breite Öffentlichkeit“ notwendig? Ist sie nur zu dumm oder zu uninformiert, um zu begreifen, was für sie wichtig ist? Oder hält sie den Vorgang für bedeutungslos? Hinter diesen Fragen lauert die nächste: Ist die „breite Öffentlichkeit“ mündig oder unmündig? Und eine weitere: Wie erreicht man Breitenwirkung? Da herrscht bei jenen, die keine finden, Ratlosigkeit. Es führt wohl kein Weg daran vorbei: Um die „breite Öffentlichkeit“ zu erreichen, muss man in Erfahrung bringen, was sie interessiert. Erst dann macht die Frage Sinn, wie man ihr Interesse wecken kann. Um die Dominanz der Altmedien aufzubrechen, muss man das Interesse der „breiten Öffentlichkeit“ finden. Das setzt voraus, dass man es sucht. Zu Jammern hilft nicht.

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2 Kommentare zu “Breite Öffentlichkeit”

  1. […] Siehe auch Ulrich Horn: Breite Öffentlichkeit […]

  2. Martin Böttger sagt:

    Die Abhöraffäre ist ein Medienthema, aber keins, das die Mehrheit der Bevölkerung emotional berührt. Die Medienmacher wollen nicht verstehen, warum. Dabei ist die Antwort verhältnismäßig einfach. Die Aufregung kann man sich sparen, weil
    1. es sowieso alle tun (und nicht nur die „bösen“ Amis)
    2. es keinen realistischen Ansatz gibt, daran etwas ändern zu können.
    Oder habe ich, wie die vielen anderen, zu 2. ein Angebot übersehen?

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