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Nebenbei

  • Es geht noch schlechter

    Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen. Er hofft, vereint könnten sie eine stärkere Rolle spielen. Die Verhandlungen haben gerade begonnen. Sie werden beide Banken zunächst weiter schwächen. Um größeres Gewicht zu gewinnen, müssen sie Kosten senken. Sie gilt, Stellen zu streichen und Zweigstellen zu schließen. Beide Geldhäuser beschäftigen insgesamt gut 130.000 Menschen. Soll der Zusammenschluss den gewünschten Gewinn bringen, könnten 20.000 bis 50.000 Stellen wegfallen. Was werden die Mitarbeiter bei diesen Aussichten tun? Sie werden sich fragen, ob sie es sind, die demnächst auf der Strecke bleiben. Viele werden alles daransetzen, einen anderen Arbeitgeber zu finden. Sie werden sich umhören, Bewerbungen schreiben, sich auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Sie werden ihre finanziellen Verhältnisse straffen, um drohende Durststrecken zu überstehen. Sie werden sich zum Abwehrkampf gegen den Zusammenschluss formieren und an Protestaktionen teilnehmen. Bis die Vereinigung in trockenen Tüchern ist, falls es zu ihr kommt, wird einige Zeit ins Land gehen. Derweil werden sich die Beschäftigten mehr mit sich selbst als mit den Geschäften ihrer Bank befassen. Ist es abwegig abzunehmen, dass sich die schlechte Ertragslage der beiden Banken in nächster Zeit noch verschlechtern wird? – Ulrich Horn

Ohne Fuchsschwanz

Montag, 11. März 2013

Nebenbei

(uh) Til Schweiger ist kein Götz George. Der Til sieht zwar schon alt aus, wirkt jedoch wie ein Konfirmant. Als Action-Held ist er fehlbesetzt. Das kann man selbst mit viel Ketchup-Schrammen im Gesicht nicht übertünchen. Der Til kriegt den John McClane einfach nicht hin. Er bleibt der Bertie aus Manta Manta. Jetzt wissen wir immerhin: Der Bertie heißt mit Nachnamen Tschiller und ist bei der Kripo Hamburg gelandet. Während des Films fragt man sich ständig: Wann wedelt Tschiller nun endlich mit dem Fuchsschwanz? Die Story des Tatorts? Trash pur: keine Handlung, keine Spannung. Die Dialoge so kitschig, dass selbst Steine weinen. Und Klischees, dass die Schwarte nur so kracht. Höhepunkt: Die 14-jährige Tochter, die zu doof ist, sich selbst ein weiches Ei zu kochen, und dafür ihren Papa braucht. Was für ein Mädchenbild. Armes Hamburg. Mehr als 12 Millionen schauten zu, viel Masse für so wenig Klasse. Spiegel online bekam Sodbrennen. Zeit-Autor Soboczynski dagegen schwärmt, als wäre er an der Produktion des Tatorts finanziell beteiligt, und wünscht sich „mehr davon“. Ich meine: Einer reicht. Leider vergeblich. Der NDR hat dem Schweiger-Netzwerk längst die Schleusen zum Strom der TV-Gebühren geöffnet. Drei weitere Bertie-Tatorte sind gebucht. Der Til macht Kasse. Uns bleibt zu hoffen, dass uns Tschiller den Fuchsschwanz doch noch zeigt.

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