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Nebenbei

  • Putin und seine Opfer

    Erfahrene Übeltäter wissen: Gut geschützt sind sie, wenn sie gegen Übeltäter wettern. Diese Methode, von sich abzulenken, ist simpel, aber durchaus effektiv. Russlands Präsident Putin demonstriert gerade, wie man sie praktiziert.– Seine Regierung hat nicht, wie es ihre Pflicht wäre, Doping unterbunden, sondern gefördert und betrieben. Der Betrug flog auf. Putin und die russischen Athleten standen am Pranger. Lange mussten sie dort nicht ausharren. Das IOC und ihr Präsident Bach taten ihr Bestes, um unangenehme Konsequenzen von ihnen abzuwenden. Während Putin dabei war, sein Gesicht zu verlieren, versuchte Bach, es zu verschleiern. Bei dieser Aktion verlor auch er sein Gesicht. Er nahm es in Kauf. Er braucht für seine Wiederwahl Putins Hilfe. – Was den Funktionären der vermeintlich gesunden Olympiasportler offensichtlich fehlt, zeigten die Funktionäre der behinderten Sportler: Rückgrat. Sie bestraften den Betrug der russischen Regierung und sperrten Russlands Paralypics-Team. Sie stellten Putin und Bach bloß. – Jene russischen Sportler, die auf Druck ihrer Regierung dopten, und jene, die zu Unrecht von den Spielen in Rio ausgeschlossen wurden, müssten über den Betrug ihrer Regierung wütend sein. Die Regierung hat sie mit dem Doping um den Lohn ihrer Anstrengung gebracht. Auch die vielen russischen Sportsfans müssten sich über Putin und sein Regierungsteam empören. – Damit Proteste gar nicht erst hörbar werden, regen sich Putin und seine Regierung auf, die Sanktionen seien zynisch. Sie deuten die Bestrafung ihres niederträchtigen Betrugs als niederträchtigen Angriff auf Russland um. Der Täter macht sich zum Opfer und will die Betrogenen zu Tätern machen. Putin disqualifiziert sich ein weiteres Mal. – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 35 – 2013

Sonntag, 10. Februar 2013

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

1. Politik

a. Schavan: Der Rücktritt, die Promotion und die Buntstifte
Ihr Lehrstuhl war damals hochgradig interessiert, Abschlüsse rauszuhauen. Die aufnehmende Uni war ebenso hochgradig daran interessiert, durch Abschlüsse als ernsthafter Wissenschaftsbetrieb zu gelten. Institutionelle Erfahrung mit Doktorarbeiten hatten beide nicht.
Aus: Ruhrbarone

b. Ein Traum von einem Sozialdemokraten

Krause liefert dann eine „kleine Erinnerung an die universitäre Landschaft, wie sie sich im Jahr von Annette Schavans Dissertationsanstrengung, also 1980, darbot“. Erziehungswissenschaften seien damals in etwa das gewesen, was heute „Kulturmanagement“ oder „Journalistik“ seien: „ein Non-Fach, eine intellektuelle Simulation“.
Aus: BILDblog

c. Personalwechsel – die Fahrscheine bitte!

Die Inflation der Rücktrittsforderungen hat dazu geführt, dass viele Politiker nicht mehr wissen, wann sie zurücktreten müssen. Über die Auswirkungen des Medienprangers und die hohe Kunst der Abdankung.
Aus: Wolfgang Michal

d. Mein Mitleid mit den Bluffern

Wir leben in einer Zeit der Bluffer. Angeber und Lügner gab es immer, doch heute – so scheint es – kann man kaum einem mehr Glauben schenken. Die Angst des Einzelnen in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden, ist stärker als die Verspannung, die ein Leben mit Lügen beinhaltet.
Aus: Fragen Sie Frau Sybille

e. Land ohne Studiengebühren: Warum Bayern (…) einknickt

Die Finanzierung des Studiums durch die Gesellschaft ist eine gigantische Umverteilung von unten nach oben.
Aus: Pixelökonom

f. Wir brauchen eine (…) Diskussion über Polizeigewalt

Der Ruf der Polizei leidet in zunehmendem Maße darunter, dass Fälle von Polizeigewalt immer öfter publik werden, was mit der Erkenntnis verbunden ist, dass es sich wohl nicht um seltene Ausnahmefälle handelt.
Aus: Internet-Law

2. Medien

a. Die hohe Schule des Interviews
Journalismus ist eine Krankheit mit vielen Verlaufsformen. Eine der am wenigsten beachteten ist die des “Sportjournalismus”, eine Variante, die sich hervorragend zur Immunisierung gegen Wahrnehmung, Sprache und Verstand eignet.
Aus: Feynsinn

b. Die Finanzkrise in der Literatur

Es gibt sie doch noch, die Engagierte Literatur und Schriftsteller, die sich in ihren Romanen mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit befassen. Für sie ist Literatur kein L’art pour l’art, kein mondäner Zeitvertreib, sondern das Medium der Auseinandersetzung mit drängenden Fragen der Gegenwart.
Aus: NachDenkSeiten

c. New York Times profitiert von der Flexi-Zahlschranke

Es geht also – zumindest für die Großen: Nachdem das Wall Street Journal online mit seinem Paid-Content-Modell gute Erfolge feiern kann, verdient nun auch die New York Times wieder mehr durch Leser als durch Werbeerlöse.
Aus: Online-Journalismus-Blog

Schlusspunkt: Der Wirtschaftstext des Tages

Asien treib die globalen Investitionen
Die globale Investitionstätigkeit in der vergangenen Dekade wurde vor allem von den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern angetrieben. Gut 45 Prozent oder gut 4.500 Milliarden US-Dollar des genannten Gesamtzuwachses entfielen im Zeitraum 2002 bis 2012 auf die aufstrebenden Länder in Fernost, wobei die fortgeschrittenen Länder Japan, Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur dabei nicht berücksichtigt werden.
Aus: Wirtschaftliche Freiheit

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