Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Nebenbei

  • WM: Spielkultur (2)

    Wer schlimme Verhältnisse beklagt, ist meist im Irrtum. Sie sind oft schlimmer, wie die Fußball-WM zeigt. Das Spiel Brasilien gegen Kolumbien wies in die Zukunft. Sie hat mit dem Spiel früherer Zeiten nichts mehr zu tun. Schon heute geht es kaum noch darum, mit dem Ball besser als der Gegner zu spielen, sondern ihn außer Gefecht zu setzen. Der Einsatz der Hände und Ellenbogen führt kaum noch zum Feldverweis. Stoßen, schieben, werfen oder schlagen sie den Gegner nieder, gibt es allenfalls einen Strafstoß. Den Gegner mit gestreckten Beinen anzuspringen, ihm mit den Stollen der Fußballschuhe voran in die Beine zu grätschen und dabei zu riskieren, ihm die Knochen zu brechen, gilt als gutes Zweikampfverhalten. Das Fußballspiel ist dabei, seine Attraktivität über Brutalität zu steigern. Fan-Gruppen drängen seit langem in diese Richtung. Das Potenzial ist längst noch nicht ausgereizt. Es lässt sich gewaltig steigern. Bald werden die Spieler wie Kickboxer trainieren. Um den zunehmenden Verschleiß auszugleichen, wird man die Zahl der Auswechselspieler erhöhen. Spieler werden nicht mehr verletzt, sondern verwundet. Um sie und die Opfer unter den Zuschauern angemessen zu versorgen, wird man in den Stadien zur Erstversorgung Lazarette einrichten müssen. Und die FIFA, die im Verdacht steht, mafiös zu sein? Noch lässt sie die Entwicklung nur verantwortungslos treiben. Sie wird wohl den Trend fördern, wenn er genügend Gewinn verspricht. – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 79 – 2012

Sonntag, 23. Dezember 2012

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

1. Politik

a. Ein neuer Ruhrbaron
Ein richtiger Ruhrbaron zu werden, Herr über ein großes Unternehmensimperium, war immer der Traum von Werner Müller. In einem Interview mit der WAZ kündigt er an, seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Aus: Ruhrbarone

b. Wenn die EZB die Bombe zündet …

…dann Gnade uns Gott! In der Bundesschuld schlummert ein riesen großes Risiko, das nur von den wenigsten beachet wird. Wir sind von demokratisch nicht legitimierten Zentralbankern abhängig, die über große Summen Steuergeld entscheiden können. Die jährlichen Zinsausgaben des Bundes blieben seit 2005 fast konstant; wir gaben in 2005 plusminus 35 Mrd€ für Zinsen aus und tun dies noch heute. Die Bundesschuld ist erheblich gestiegen (um über 0,5 Bio€), aber die absoluten Zinszahlungen sind gleich geblieben; wie geht das denn? Das Zinsniveau ist gefallen! Das heißt, wir sind nun in Ketten der Zentralbanken gelegt (Stichwort Finanzdiktatur). Sobald das Zinsniveau steigt, dann schwellen die Zinsausgaben des Bundes explosionsartig an.
Aus: Jenny’s Blog

c. Offshore Windkraft wird zur öffentlichen Baustelle

Irgendwie kennt man das ja auch von anderen prominenten Bauvorhaben wie dem Flughafen Berlin Brandenburg BBI oder der Elbphilharmonie, dass von Politkern herbeigesehnte Projekte am Ende viel teurer werden als angekündigt. Letzte Woche wurde nun das lange umstrittene Gesetz über die Höhe der Entschädigungszahlungen bei nicht funktionierender Netzanbindung der Offshore Windkraftwerke auch im Bundesrat beschlossen und tritt damit in Kraft. Es soll vor allem Netzbetreiber wie Tennet schützen die Probleme beim Anschließen der Windparks auf See haben.
Aus: Telepolis

2. Medien

Lesezeichen vom 23. Dezember 2012
Rundfunkrätin Verpoorten: “Den nächsten Volksaufstand organisiere ich mit” – Wirtschaftswoche. Schon seit Jahren nervt die medienpolitische Sprecherin der CDU der überhebliche Tonfall und die Intransparenz der Sendeanstalten. Wer Zwangsabgaben fordere, müsse auch sagen, wofür er das Geld ausgebe.
Aus: Too much information

Schreiben Sie einen Kommentar

Ja, ich möchte über neue Blog-Beiträge per E-Mail informiert werden.