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Nebenbei

  • Wie befreit aufgespielt

    Hoeneß ist wieder da, und schon ist alles beim Alten. So lange er für einige Monate weggeschlossen war, führte sich der FCB halbwegs anständig auf. Es wurde deutlich, was sein könnte, wenn nicht Hoeneß die Atmosphäre der Bundesliga prägte. Nun wiegelt der Mann, der wie ein Bullterrier agiert, wieder auf – und Rummenigge wieder ab. Die Arbeitsteilung klappt, als hätte Hoeneß nie eingesessen. Seine Hummels-Pöbelei zeigt, wie sehr der Druck, unter dem sein Verein steht, die Liga in Mitleidenschaft zieht. Der FCB ist zwar ein reicher Club. Englische Konkurrenten verfügen aber über mehr Mittel. Ändern sich die Verhältnisse nicht, wird es der FCB bald sehr schwer haben, sich so zu verstärken, dass er auf Dauer mithalten kann. Sogar in der Bundesliga ist seine Dominanz schon bedroht. Er hat Mühe, sich Dortmund vom Hals zu halten. Um erfolgreich zu bleiben, muss er Einnahmen generieren – über die Bundesliga und die Champions League hinaus. Nötiger als seine Wettbewerber braucht er Titel, möglichst viele, allen voran nationale. Dass er fast jedes Jahr deutscher Meister wird, ist die Basis seines wirtschaftlichen Erfolges. Um ihn zu stabilisieren, tut er alles, auf dem Platz und neben ihm. Er muss nicht nur stärker sein als nationale Konkurrenten. Er muss sie auch schwächen, sie in Unruhe versetzen, ihnen die besten Spieler abkaufen. Fußballerfolg hängt am Geld. Hoeneß war einer der ersten Funktionäre, der dieses Gesetz erkannte und nach ihm handelte. Beizukommen ist ihm und dem FCB nur, wenn man es besser macht als sie. Die Dortmunder versuchen es, die Schalker träumen davon. Sie haben nicht den Erfolg, sondern den Traum von ihm zum Daseinszweck ihres Vereins gemacht. Sie scheinen nicht zu begreifen, dass die Erfolge um Schalke so lange einen großen Bogen machen, wie der Verein auf einem Schuldenberg sitzt, der höher ist als jede Bergehalde im Revier. – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 79 – 2012

Sonntag, 23. Dezember 2012

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

1. Politik

a. Ein neuer Ruhrbaron
Ein richtiger Ruhrbaron zu werden, Herr über ein großes Unternehmensimperium, war immer der Traum von Werner Müller. In einem Interview mit der WAZ kündigt er an, seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Aus: Ruhrbarone

b. Wenn die EZB die Bombe zündet …

…dann Gnade uns Gott! In der Bundesschuld schlummert ein riesen großes Risiko, das nur von den wenigsten beachet wird. Wir sind von demokratisch nicht legitimierten Zentralbankern abhängig, die über große Summen Steuergeld entscheiden können. Die jährlichen Zinsausgaben des Bundes blieben seit 2005 fast konstant; wir gaben in 2005 plusminus 35 Mrd€ für Zinsen aus und tun dies noch heute. Die Bundesschuld ist erheblich gestiegen (um über 0,5 Bio€), aber die absoluten Zinszahlungen sind gleich geblieben; wie geht das denn? Das Zinsniveau ist gefallen! Das heißt, wir sind nun in Ketten der Zentralbanken gelegt (Stichwort Finanzdiktatur). Sobald das Zinsniveau steigt, dann schwellen die Zinsausgaben des Bundes explosionsartig an.
Aus: Jenny’s Blog

c. Offshore Windkraft wird zur öffentlichen Baustelle

Irgendwie kennt man das ja auch von anderen prominenten Bauvorhaben wie dem Flughafen Berlin Brandenburg BBI oder der Elbphilharmonie, dass von Politkern herbeigesehnte Projekte am Ende viel teurer werden als angekündigt. Letzte Woche wurde nun das lange umstrittene Gesetz über die Höhe der Entschädigungszahlungen bei nicht funktionierender Netzanbindung der Offshore Windkraftwerke auch im Bundesrat beschlossen und tritt damit in Kraft. Es soll vor allem Netzbetreiber wie Tennet schützen die Probleme beim Anschließen der Windparks auf See haben.
Aus: Telepolis

2. Medien

Lesezeichen vom 23. Dezember 2012
Rundfunkrätin Verpoorten: “Den nächsten Volksaufstand organisiere ich mit” – Wirtschaftswoche. Schon seit Jahren nervt die medienpolitische Sprecherin der CDU der überhebliche Tonfall und die Intransparenz der Sendeanstalten. Wer Zwangsabgaben fordere, müsse auch sagen, wofür er das Geld ausgebe.
Aus: Too much information

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