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Letzte Kommentare

Nebenbei

  • Das Geld nicht wert

    Deutschland hat mit 709 Bundestagsabgeordneten nach China (knapp 3000 Abgeordnete) das zweitgrößte Parlament der Welt. Indien, das mit 1,3169 Milliarden fast so viele Einwohner wie China zählt und zehnmal so viele Wahlberechtigte wie Deutschland Einwohner, bringt es nur auf 543 Parlamentssitze. Ist Indiens Parlament zu klein oder das deutsche zu groß? Läge dem indischen Parlament die gleiche Relation zwischen Abgeordneten und Einwohnern zugrunde wie dem Bundestag, müssten im indischen Parlament 11276 Abgeordnete sitzen. Der Bundestag ist seit 2002 immer größer geworden. Versuche, ihn zu verkleinern, scheiterten am Unwillen der Angeordneten. Das ist vor allem deshalb ärgerlich, weil die Mehrheit der Abgeordneten gar nicht danach strebt, das Land zu regieren. Die AfD und Die Linke haben sich so aufgestellt, dass keine andere Partei mit ihnen koalieren will, FDP und SPD lehnen das Regieren sogar rundweg ab, insgesamt eine Mehrheit von 55,6 Prozent. Man könnte meinen, der Bundestag sei zu einer kostspieligen Versorgungseinrichtung degeneriert. Fast drei Monate sind vergangen, ohne dass die Bundestagsparteien eine Regierung auf die Beine gestellt haben. Wer will es Bürgern verübeln, wenn sie glauben, die vier Parteien seien das Geld nicht wert, mit dem Wähler und Steuerzahler sie finanzieren? In einem Punkt sind sich die Abgeordneten von CDU, CSU, SPD und FDP einig. Sie wollen ihre Diäten erhöhen. Statt den Bundestag zu verkleinern und eine Regierung zustande zu bringen, spielen sie den Gegnern der Demokratie in die Hände. – Ulrich Horn

Das Gewicht des Reviers

Freitag, 14. Dezember 2012

Nebenbei

(uh) Schaut man auf das NRW-Kabinett, kommt man zu dem Ergebnis: Das Ruhrgebiet ist stark vertreten. Und schon beginnt man zu grübeln. Ministerpräsidentin Kraft (SPD) kommt aus Mülheim, SPD-Fraktionschef Römer aus Castrop-Rauxel, Innenminister Jäger aus Duisburg, Verkehrsminister Groschek (SPD) aus Oberhausen, Arbeitsminister Schneider (SPD) aus Dortmund, Justizminister Kutschaty (SPD) und Wirtschaftsminister Duin (SPD) aus Essen. Gesundheitsministerin Steffens ist Mitglied des grünen Kreisverbandes Mülheim. Mehr als die Hälfe des Landeskabinetts stammt aus dem Ruhrgebiet. Niemand in den anderen Regionen des Landes käme auf die nIdee zu behaupten, die „Metropole Ruhr“ würde von der Landespolitik bevorzugt. Man kommt nicht umhin festzustellen: Das Ruhrgebiet hat kaum etwas Vorzeigbares davon, dass es so viele Führungskräfte in der rot-grünen NRW-Koalition stellt. Man stelle sich nur einmal vor, Köln würde den Regierungschef, den SPD-Fraktionschef und sechs weitere Minister stellen. Die  Stadt wäre längst das Juwel unter den deutschen Kommunen.

4 Kommentare zu “Das Gewicht des Reviers”

  1. […] Das Gewicht des Reviers (Post von Horn) – […]

  2. […] Ruhrgebiet V: Das Gewicht des Reviers…Post von Horn […]

  3. leser sagt:

    Moin,

    keine Ahnung wie es bei den anderen Kandidaten ist, aber Garrelt Duin „kommt“ eher nicht aus Essen. Gut möglich dass er dort aktuell wohnt. Aber Geburt, Jugend und politische Karriere bis Mitte 2012 haben in Ostfriesland/Niedersachsen stattgefunden.

    Auch sonst verstehe ich die Aussage des Postings nicht ganz. Von den ca. 18 Mio Nordrhein-Vandalen leben ca 10 Mio im Rhein-Ruhr-Ballungsraum. Wenn dann die Hälfte des Kabinetts von dort stammt, ist das nicht ungewöhnlich, oder?

    Zwischen den Zeilen liest es sich, als hätte die Landesregierung dafür zu sorgen, dass im Ruhrgebiet mehr „vorzeigbares“ entsteht. Ernst gemeint?

    CU

    • Ulrich Horn sagt:

      Moin,
      das ist sehr ernst gemeint. Nicht nur die Landesregierung, aber auch sie hat dafür zu sorgen, dass in einer so großen Region des Landes wie dem Ruhrgebiet die Dinge vernünftig laufen. Und das tun die Dinge dort doch offensichtlich nicht, oder? Die sechs Minister und die Ministerpräsidentin, die im Ruhrgebiet wohnen, sollten die Probleme eigentlich aus nächster Nähe kennen und wissen, was zu tun ist, um der Region auf die Beine zu helfen.
      CU

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