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Nebenbei

  • Der Preis der Pandemie

    Die vierte Coronawelle macht den Politikern Sorgen. Die Krankenhäuser laufen über. Sie werden vor allem von Impfunwilligen geflutet, die sich bei ihresgleichen angesteckt haben. Seit das Virus die Inzidenz zum vierstelligen Bereich hochtreibt, sind die Politiker alarmiert. Es fällt ihnen auf, dass fast elf Monate nach dem Impfstart 15 Millionen Impffähige die Impfung verweigern. Um zu verhindern, dass sich die große Katastrophe zu einer gigantischen auswächst, sollen die Impfunwilligen bewogen werden, sich sozial zu verhalten und sich impfen zu lassen. Man will ein wenig Druck auf sie ausüben: Es soll ihnen gut zugeredet werden. Man will ihnen vor Augen halten, sie könnten vom Gemeinschaftsleben ausgeschlossen werden, wenn es mit der Pandemie noch doller kommen sollte. Wen wollen die Politiker mit solchen Ankündigungen beeindrucken? Die 15 Millionen Impfverweigerer können es nicht sein. Ihnen wollen die Politiker mit kostenlosen Tests die Möglichkeit bieten, sich der Impfnadel zu entziehen. Solange die Tests gratis sind und von den Steuermitteln aus dem Kreis der 56 Millionen Geimpften finanziert werden, schwindet der Anreiz für die Impfverweigerer, sich impfen zu lassen. Der Unmut unter den Geimpften dürfte dagegen neues Maximum erreichen. Sie bezahlen nicht nur die Tests für die Impfverweigerer, sondern auch die hohen Kosten, die sich darüber hinaus durch das unsoziale Verhalten der Impfverweigerer ergeben. Wäre es nicht gerechter und an der Zeit, die Coronakosten stärker am Verursacherprinzip auszurichten? – Ulrich Horn

Dumm oder kriminell?

Sonntag, 21. Oktober 2012

Nebenbei

(uh) Wie muss man Menschen einschätzen, die andere verletzen und Gegenstände beschädigen, die ihnen nicht gehören? Als verwirrt, dumm oder kriminell? Müssen sie bestraft oder behandelt werden? Seit Jahren hampeln Fußball-Funktionäre, Behörden und Politiker in dieser Frage herum. Bisher neigen sie dazu, Gewalttäter, die sich in Fan-Banden organisieren, als verirrte Schafe zu betrachten, die man mit pädagogischen Mitteln auf den Pfad der Tugend zurückführe könne. Die Ergebnisse dieser Bemühungen sind eher dürftig. Zum Fußball-Spiel Dortmund gegen Schalke wurde ein Heer von 1000 Polizisten aufgeboten. Wohlgemerkt: Es handelte sich um ein Spiel. Offensichtlich rechneten die Behörden mit Ausschreitungen. Verhindern konnte das Polizeiaufgebot sie nicht. Irgendwann wird es Tote geben. Das scheint nur eine Frage der Zeit. Freizeitveranstaltungen, die ein derart starkes Polizeiaufgebot erfordern, sollten zum Schutz der Allgemeinheit verboten werden.

2 Kommentare zu “Dumm oder kriminell?”

  1. Ruth Hartmann sagt:

    Nein, da widerspreche ich. Es ist nicht ein Spiel, um dass es geht: Es sind 2 Spiele.
    Das erste Spiel findet auf dem Rasen statt, und das 2. ist das „Katz und Maus“ Spiel zwischen Polizei und Fans. Das hat „Erlebnischarakter“ für die Fans. Je mehr „Bullen“, desto spannender, trotzdem übergriffig zu werden.
    Da sind sich Schalke und Dortmund Fans komplett einig.

  2. Katharina sagt:

    Die Vereine sollen den Polizeieinsatz selbst zahlen. Das wird teuer und dann tut es weh und dann werden sie sich etwas Handfestes und Produktives überlegen.
    Warum sollen alles Steuerzahler diesen Krieg bezahlen.

    Ein Spiel ist ein Spiel. Spielen heißt, verlieren oder gewinnen können.

    Scheinbar können das sogenannte Fans von allen Vereinen nicht.

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