(uh) Die Überraschung des Wahlkampfes sind die Grünen. Kurz vor dem Wahltag sind sie geschrumpft: In den vergangenen Wochen verloren sie ein Viertel ihres Umfrage-Gewichts. Vor Monaten hofften sie noch, sie könnten die 20 Prozent-Marke erreichen. Heute hocken sie im einstelligen Bereich. Ihren Plan, die schwindsüchtige SPD als Volkspartei zu beerben, können sie – vorerst jedenfalls – zu den Akten legen. Es gibt nun auch grünen Schwund.
(uh) Ignoranz findet man in vielen Städten, mal mehr, mal weniger. In Duisburg eher mehr. Die Stadt setzt ihrer Ignoranz sogar ein Denkmal: Längst hat sie ihr Problemhaus deutschland- und sogar europaweit bekannt gemacht. Es fehlt nicht viel, dann wird das Haus mit Touristen-Attraktionen wie dem Eiffelturm oder dem Kölner Dom in der ersten Reihe der Wahrzeichen stehen.
Wer möchte helfen?
Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist zurzeit auf der Suche nach Personen, die sich an einer Studie zur Bundestagswahl beteiligen möchten. Sie interessiert vor allem, wie die Bürger das Meinungsklima zu Themen und Kandidaten einschätzen.
(uh) Angela Merkel hat keine Wahl. Will sie nach dem 22. September weiter regieren, muss sie mit der FDP die Mehrheit gewinnen. Scheitert Schwarz-Gelb, weil Union und FDP zu schwach wurden, steht Merkel ohne Koalitionspartner da. Sie muss dann wohl ihre Sachen packen.
(uh) Die TV-Anstalten machten großen Wirbel um das Duell der Kanzlerkandidaten. Die Medien drehten sich kräftig mit. Viel haften bleibt von ihm nicht. Als Ersatz für den Sonntagabend-Tatort war es unbrauchbar. Im Grunde ist es nicht der Rede wert.
(uh) Krisen großer Konzerne werden schnell zum Politikum. Sobald viele Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, kommen Parteien und Regierungen beinahe zwangsläufig ins Spiel. Die ThyssenKrupp-Krise ist noch nicht Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Lange wird das so wohl nicht bleiben. Die Krise des Konzerns enthält alle Zutaten für großes Theater. Dafür sorgte in den vergangenen Wochen Konzernchef Hiesinger.
(uh) Viele Städte haben sich über Jahre hoch verschuldet, obwohl ihre Wirtschaftskraft schrumpft. Die Stadträte gaukelten den Bürgern Wohlstand vor. Die Lokalpolitiker finanzierten die potemkinschen Kulissen mit teuren Überziehungskrediten. Nun reicht das Geld vorn und hinten nicht mehr. Prompt brechen die Defizite auf. Viele Städte sind pleite, besonders viele in NRW. Sie müssen fürchten, keine Kredite mehr zu erhalten. Es droht das Ende der bisherigen Politik.
(uh) Die SPD betritt im Bundestagswahlkampf 2013 Neuland. Bisher kippten Parteien ihre Wahlaussagen erst nach der Wahl. Nun macht die SPD ihr Programm schon vor der Wahl zum Altpapier.
(uh) Das Thema NSA scheint ausgelutscht. Es droht, der SPD auf die Füße zu fallen. Nun wendet sich ihr Kanzlerkandidat Steinbrück einem neuen Thema zu. Er verlangt von Bayern-Präsident Hoeneß, der sich als Steuerbetrüger entlarvte, er solle sein Amt ruhen lassen. Dieser Forderung kann man sich anschließen. Sie wird Steinbrück und der SPD nicht nur Freunde bringen und Freude bereiten. Viele Hoeneß-Fans folgen eigenen Regeln.
(uh) Die SPD ist auf einen neuen Tiefpunkt ihres desolaten Bundestagswahlkampfes hinab gesunken. Wenige Wochen vor der Wahl gehen die Flügel der Partei dazu über, sich gegenseitig zu attackieren. Ihr müder Wahlkampf gegen die schwarz-gelbe Koalition schlägt um in einen heftigen innerparteilichen Machtkampf, den die SPD in aller Öffentlichkeit austrägt. Er nimmt für die 23-Prozent-Partei selbstzerstörerische Züge an.