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Nebenbei

  • Schwindende Scheinblüte

    Was denken sich die Wähler? Vor einem Jahr gaben sie der SPD bei Forsa 14 Prozent. Drei Monate später, bei der Bundestagswahl, machten sie die Partei mit 25,7 Prozent zur stärksten Kraft. Da die Union handlungsunfähig war, konnte SPD-Kandidat Scholz Kanzler werden. Heute, neun Monate nach der Wahl, befindet sich seine Partei auf dem Abstieg. Während Union und Grüne in Umfragen die absolute Mehrheit erreichen, ist die Kanzlerpartei auf dem Rückweg unter die 20-Prozent-Marke. Bei Forsa hat sie es bereits geschafft. Ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl hat sich als Scheinblüte erwiesen. Die SPD droht wieder bei 14 Prozent zu landen. Scholz trägt das Seine bei. Er tritt in jüngster Zeit häufig auf. Dennoch rauschen auch seine Werte abwärts. Ob seine Auftritte den Niedergang forcieren oder mildern – wer weiß es? Sicher scheint, dass sich der Abwärtstrend der SPD beschleunigen dürfte, verlöre sie die nächste Landtagswahl am 9. Oktober in Niedersachsen. Sollte sich dort wie jüngst in Schleswig-Holstein und NRW eine schwarz-grüne Koalition bilden, könnte die SPD in Brand geraten. Es wäre an der Zeit, sich nach Hydranten und Wasserschläuchen umzuschauen. Auch in Niedersachsen sinken die Werte der SPD, während die der Union und der Grünen steigen. – Ulrich Horn

Schröder: Auf ein Neues

Montag, 8. Oktober 2018

Nebenbei

Die Kaste der Politiker zerfällt in drei Gruppen: die Standardvariante ohne Mandat, die Prämiumvariante mit Mandat und die Oldtimer, die einmal ein Mandat hatten. Sie alle verbindet eines: Sie brauchen Öffentlichkeit, um sich zur Geltung zu bringen. Sie hilft ihnen, prominent zu werden und zu bleiben. Einer deckt alle drei Kategorien von Politikern ab: der Ex-SPD-Chef und Ex-Kanzler Schröder. Er ist ein Oldie (74). Er hat kein Bundestagsmandat mehr, wohl aber ein Mandat des russischen Autokraten Putin, in dessen Diensten er seit Langem steht. Ihn hat er in Europa als lupenreinen Demokraten angepriesen. Europäische Regierungen werfen Russland dagegen vor, in Europa Mordanschläge verüben zu lassen und außerdem per Internet und mit viel Geld für rechtsradikale Parteien Europas Demokratien zu destabilisieren. Am Wochenende feierte Schröder im Berliner Hotel Adlon seine fünfte Eheschließung. Sie fand große Beachtung. Putin ließ sich bei der Fete nicht blicken. Schade. Vielleicht klappt es ja bei Schröders sechster Hochzeitsfeier. Deutschland freut sich schon auf sie.

Ulrich Horn

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3 Kommentare zu “Schröder: Auf ein Neues”

  1. Markus sagt:

    Man sollte sich darüber aufregen, daß ein Parvenü und Opportunist wie Schröder die SPD aufmischen und dann auch noch Kanzler werden konnte.

  2. Markus, genauso ist es! Das ist die SPD seit Jahrzehnten. Keinen Tag bereue ich, da vor 40 Jahren ausgetreten zu sein.

    Und was den „lupenreinen Demokraten“ angeht: Von Angela Merkel ist Wladimir Wladimirowitsch nicht weit entfernt. Die genannten Vorwürfe an Wladimir Putin sind nicht bewiesen, nicht einer, von Skripal über Ghoutta bis zum letzten Fall des Cyber-Hacking. Unsere Demokratie scheint nur noch mit in die Menge geworfenen Anklagen zu funktionieren, siehe Hans-Georg Maaßen, siehe Brett Kavannaugh.

    Gerhard Schröder, der Emporkömmling aus Talle im Kalletal, der Parvenü und Opportunist, braucht das Leben so, wie er es führt. Nicht ihm mache ich einen Vorwurf, sondern denjenigen, die seiner fünften Hochzeit „große Beachtung“ schenken.

    Seine koreanische Frau sieht sehr gut aus. Ich liebe Korea, war schon dienstlich dort. Die Koreaner werden einen Gerhard Schröder integrieren, bis von ihm nichts mehr zu sehen ist.

    • Markus sagt:

      Und warum hat Erdogan von Merkel & Steinmeier in Deutschland einen Staatsbesuch erhalten, Putin aber nur einen Arbeitsbesuch? Fragen die Medien als angebliche vierte Gewalt im Staate kritisch nach? Nein, aber das tun sie schon lange nicht mehr und surfen dafür lieber auf regierungsamtlichen Erfolgsmeldungswellen …

      Dann setzen wir nun unsere Hoffnungen auf die Koreaner, daß sie sich Schröder ordentlich vornehmen und auf links drehen werden!

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