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Nebenbei

  • Schwindende Scheinblüte

    Was denken sich die Wähler? Vor einem Jahr gaben sie der SPD bei Forsa 14 Prozent. Drei Monate später, bei der Bundestagswahl, machten sie die Partei mit 25,7 Prozent zur stärksten Kraft. Da die Union handlungsunfähig war, konnte SPD-Kandidat Scholz Kanzler werden. Heute, neun Monate nach der Wahl, befindet sich seine Partei auf dem Abstieg. Während Union und Grüne in Umfragen die absolute Mehrheit erreichen, ist die Kanzlerpartei auf dem Rückweg unter die 20-Prozent-Marke. Bei Forsa hat sie es bereits geschafft. Ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl hat sich als Scheinblüte erwiesen. Die SPD droht wieder bei 14 Prozent zu landen. Scholz trägt das Seine bei. Er tritt in jüngster Zeit häufig auf. Dennoch rauschen auch seine Werte abwärts. Ob seine Auftritte den Niedergang forcieren oder mildern – wer weiß es? Sicher scheint, dass sich der Abwärtstrend der SPD beschleunigen dürfte, verlöre sie die nächste Landtagswahl am 9. Oktober in Niedersachsen. Sollte sich dort wie jüngst in Schleswig-Holstein und NRW eine schwarz-grüne Koalition bilden, könnte die SPD in Brand geraten. Es wäre an der Zeit, sich nach Hydranten und Wasserschläuchen umzuschauen. Auch in Niedersachsen sinken die Werte der SPD, während die der Union und der Grünen steigen. – Ulrich Horn

Stümperei auf Schalke

Freitag, 21. April 2017

Nebenbei

Der FC Schalke 04 hat das Halbfinale der Europa Liga verspielt. Und was sagt Kapitän Höwedes dazu: „Ein Riesenlob an die Mannschaft. Wir haben es so toll gemacht.“ Und wie! Beim Stand von 3:0, der den Einzug ins Halbfinale bedeutet hätte, fing sich die Schalker Truppe vom Gegner Ajax Amsterdam zwei Gegentore ein, die das Aus bedeuteten. Sie fielen in der Verlängerung, als Ajax nur noch mit zehn Mann auf dem Platz stand. Einfach jämmerlich. Noch jämmerlicher der unambitionierte, revieraffine Höwedes-Kommentar: Sich in Überzahl den Erfolg wegnehmen lassen und sich dafür auch noch loben: Mit dieser Mentalität bleibt Schalke der einzig wahre Exponent des Ruhrgebiets, unteres Mittelmaß und permanenter Aspirant auf ein Abstiegsplatzabo. Im Fußballhimmel saßen Hennes Justen und Fritz Kuzorra nach dem Ajax-Spiel auf ihrer Stammwolke und weinten in ihre Pilzgläser. Wie lange wird Gazprom, der Sponsor des Vereins, der Stümperei auf Schalke wohl noch zuschauen? – Ulrich Horn

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11 Kommentare zu “Stümperei auf Schalke”

  1. grafiksammler sagt:

    Wie wahr, wie wahr!

    Wer die 1. Halbzeit gestern gesehen hat, dem ist die Lust auf Fußball international mit einer Deutschen Mannschaft vergangen. Da fehlt es an den Basics. Ballannahme, Ballverwertung, Passgenauigkeit und Taktik. Das war mit einem Wort: unterirdisch.

  2. Hubertus Bruch sagt:

    Kopf hoch! Immerhin tolles Stadion, hübsche Spielerfrauen und sehr wirtschaftliche Pausengastronomie. Und ab kommender Saison kann sich Clemens nach seinem Handschlag mit Robert wieder ganz dem Verein widmen. Mit ein wenig Glück können Sie dann 19/20 nachmittags den Rhein entlang zum Stadion fahren und Not gegen Elend – sorry: Fortuna vs Knappen schauen. Glück auf!

  3. Sander sagt:

    Wer ist Fritz Kuzorra? Ein Versehen? Eine absichtliche Vermischung aus Ernst Kuzorra und Fritz Szepan? Offensichtlich sind Sie kein Fußballexperte.

  4. thomas weigle sagt:

    Die Macher von Gazprom haben schon so viel Elend und Stümperei im eigenen Land erlebt, dass ihnen Schalke bzw. die Zustände auf Schalke wie ein Langzeitaufenthalt in einem Wellnesscenter vorkommen werden. Dies auch, weil Schalke seit Jahren europäisch unterwegs ist und keinesfalls ein ständiger Abstiegsaspirant ist.

  5. Tunicht Gut sagt:

    Weinten Sie in Pfifferlings- oder Champignon-Gläser?

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