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Nebenbei

  • Der Preis der Pandemie

    Die vierte Coronawelle macht den Politikern Sorgen. Die Krankenhäuser laufen über. Sie werden vor allem von Impfunwilligen geflutet, die sich bei ihresgleichen angesteckt haben. Seit das Virus die Inzidenz zum vierstelligen Bereich hochtreibt, sind die Politiker alarmiert. Es fällt ihnen auf, dass fast elf Monate nach dem Impfstart 15 Millionen Impffähige die Impfung verweigern. Um zu verhindern, dass sich die große Katastrophe zu einer gigantischen auswächst, sollen die Impfunwilligen bewogen werden, sich sozial zu verhalten und sich impfen zu lassen. Man will ein wenig Druck auf sie ausüben: Es soll ihnen gut zugeredet werden. Man will ihnen vor Augen halten, sie könnten vom Gemeinschaftsleben ausgeschlossen werden, wenn es mit der Pandemie noch doller kommen sollte. Wen wollen die Politiker mit solchen Ankündigungen beeindrucken? Die 15 Millionen Impfverweigerer können es nicht sein. Ihnen wollen die Politiker mit kostenlosen Tests die Möglichkeit bieten, sich der Impfnadel zu entziehen. Solange die Tests gratis sind und von den Steuermitteln aus dem Kreis der 56 Millionen Geimpften finanziert werden, schwindet der Anreiz für die Impfverweigerer, sich impfen zu lassen. Der Unmut unter den Geimpften dürfte dagegen neues Maximum erreichen. Sie bezahlen nicht nur die Tests für die Impfverweigerer, sondern auch die hohen Kosten, die sich darüber hinaus durch das unsoziale Verhalten der Impfverweigerer ergeben. Wäre es nicht gerechter und an der Zeit, die Coronakosten stärker am Verursacherprinzip auszurichten? – Ulrich Horn

Der Preis der Pandemie

Donnerstag, 18. November 2021

Nebenbei

Die vierte Coronawelle macht den Politikern Sorgen. Die Krankenhäuser laufen über. Sie werden vor allem von Impfunwilligen geflutet, die sich bei ihresgleichen angesteckt haben. Seit das Virus die Inzidenz zum vierstelligen Bereich hochtreibt, sind die Politiker alarmiert. Es fällt ihnen auf, dass fast elf Monate nach dem Impfstart 15 Millionen Impffähige die Impfung verweigern. Um zu verhindern, dass sich die große Katastrophe zu einer gigantischen auswächst, sollen die Impfunwilligen bewogen werden, sich sozial zu verhalten und sich impfen zu lassen. Man will ein wenig Druck auf sie ausüben: Es soll ihnen gut zugeredet werden. Man will ihnen vor Augen halten, sie könnten vom Gemeinschaftsleben ausgeschlossen werden, wenn es mit der Pandemie noch doller kommen sollte. Wen wollen die Politiker mit solchen Ankündigungen beeindrucken? Die 15 Millionen Impfverweigerer können es nicht sein. Ihnen wollen die Politiker mit kostenlosen Tests die Möglichkeit bieten, sich der Impfnadel zu entziehen. Solange die Tests gratis sind und von den Steuermitteln aus dem Kreis der 56 Millionen Geimpften finanziert werden, schwindet der Anreiz für die Impfverweigerer, sich impfen zu lassen. Der Unmut unter den Geimpften dürfte dagegen neues Maximum erreichen. Sie bezahlen nicht nur die Tests für die Impfverweigerer, sondern auch die hohen Kosten, die sich darüber hinaus durch das unsoziale Verhalten der Impfverweigerer ergeben. Wäre es nicht gerechter und an der Zeit, die Coronakosten stärker am Verursacherprinzip auszurichten? – Ulrich Horn

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5 Kommentare zu “Der Preis der Pandemie”

  1. Ich bin seit Ende Mai geimpft. Seitdem wurde ich zweimal von schlichten Erkältungen überfallen. Ich war dankbar für die Möglichkeit des kostenlosen Tests (nur einer pro Woche) – zum Glück beide Male „negativ“ – um „dieses“ Virus nach den Nachrichten über Impfdurchbrüche ausschliessen zu können.
    Die Verringerung der Testungen durch Kostenpflichtigkeit würde die individuelle u n d die öffentliche Kontrolle über das Infektionsgeschehen noch mehr verloren gehen lassen, als sie es, wie Sie in Ihre letzten Texten richtig beschreiben, sowieso schon ist.
    Mein „Booster“-Termin ist am 30.11. Beim Hausarzt.

    • Ulrich Horn sagt:

      ests bei Impfverweigerern vermitteln eine eine trügerische Sicherheit. Der Test am Vormittag kann am Abend bereits mit viel größerer Wahrscheinlichkeit obsolet sein als bei Geimpften. Kostenlose Tests für Impfverweigerer ermöglichen ihnen, am Gemeinschaftsleben teilzunehmen, ohne sich impfen zu lassen. Wie viele mögen wohl in den Hospitälern liegen, die von kürzlich getesteten Ungeimpften angesteckt wurden?

      Den Behörden und den Politikern ist doch längst die Kontrolle über das Infektionsgeschehen verloren gegangen. Die Statistiken sind seit Beginn der Pandemie unzureichend. Wer verfolgt bei diesen hohen Infektionszahlen noch den Weg der Infektionen? Die Gefahr hat längst die Schutzmöglichkeiten gesprengt. Ohne größeren Druck auf die Ungeimpften wird man der Lage sicher nicht Herr werden.

  2. Schließe mich Herrn Böttger an, was die Tests anlangt. Das klaert auch die Dunkelziffer der Infektionen etwas mehr auf. Mein Boostertermin ist der 16.12.21 bei meinem Hausarzt. Meine Frau hat den ihren ebenfalls. Läuft doch – trotz aller gegenteiligen Meldungen.

  3. Dr. Günter Buchholz sagt:

    Wäre die öffentliche Behandlung des Themas redlich, dann würde über die riskante Seite der Corona-Impfkampagne sachlich und mit der fachlich gebotenen Sorgfalt gesprochen. Das ist aber erkennbar nicht der Fall.

    Wie angesichts dieser manifest gewordenen Impfrisiken weiterhin und mit zunehmender, teils bereits zwanghafter Schärfe tendenziell auf Impfung aller bestanden wird, das ist erklärungsbedürftig. Insbesondere auch deswegen, weil diejenigen, die sich anstecken, um dann rasch ohne oder mit geringfügigen Symptomen zu gesunden, weil sie ein abwehrfähiges Immunsystem haben, einen besseren Schutzeffekt haben dürften als er durch eine Impfung zu erlangen wäre. Was spricht in diesem Sinne denn eigentlich gegen eine Durchseuchung? Die Interessen der Pharmaindustrie? Die politische Lust am Ausnahmezustand? Oder was sonst?

  4. Roland Appel sagt:

    Was mich wirklich noch erschreckt, ist die gnadenlose Selbstsicht vieler Menschen, die wirklich glauben, dass die Gesellschaft und alles nur für sie da sind und keinerlei Solidarität oder Beteiligung gefordert ist. Strunzdumme Sprüche wie von Sarah Wagenknecht „Impfen sei Privatsache“ befördern das noch. Marx würde sich im Grab ‚rumdrehen. Weidel und Kimmich haben „Corona“ – mir fehlt das Mitgefühl – eigentlich schlimm, aber ein Zeichen der allgemeinen Entsolidarisierung.
    Was mich aber wirklich zunehmend ärgert, ist das Zögern von Teilen der Politik, aber auch der Presse und Wissenschaft, sich für Impfpflichten auszusprechen, wie auch der fehlende Mut, Ursachen zu benennen. Frankreich hat gezeigt, dass die Befürchtungen, dass medizinisches Personal kündigen könnte, unbegründet sind.
    Und alle Gesundheitsminister*innen wissen, dass es Anthroposophen, Esoteriker, Naturheiler, Schamanen und selbsternannte Besserwisser sind, die Menschen mit Bedenken vollstopfen, die sie das Leben kosten können. Ich habe dieses Jahr eine hochintelligente Klassenkameradin verloren, die glaubte, Brustkrebs mit Lichttherapie, Eigenurin, Kräutern und Meditation besiegen zu können. Nichts gegen Globuli, pflanzliche Arznei und Rescue-Tropfen – aber solange diese Szene Menschen von der Impfung abhält und damit Solidarität aufkündigt, kann es nicht sein, dass Krankenkassen und Beihilfen diese Szene der „kleinen Heilpraktiker“ und Homöopathen solidarisch mitfinanziert. Das Einsparungspotenzial wird auf jährlich fünf Milliarden geschätzt.

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