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Nebenbei

  • Schwindende Scheinblüte

    Was denken sich die Wähler? Vor einem Jahr gaben sie der SPD bei Forsa 14 Prozent. Drei Monate später, bei der Bundestagswahl, machten sie die Partei mit 25,7 Prozent zur stärksten Kraft. Da die Union handlungsunfähig war, konnte SPD-Kandidat Scholz Kanzler werden. Heute, neun Monate nach der Wahl, befindet sich seine Partei auf dem Abstieg. Während Union und Grüne in Umfragen die absolute Mehrheit erreichen, ist die Kanzlerpartei auf dem Rückweg unter die 20-Prozent-Marke. Bei Forsa hat sie es bereits geschafft. Ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl hat sich als Scheinblüte erwiesen. Die SPD droht wieder bei 14 Prozent zu landen. Scholz trägt das Seine bei. Er tritt in jüngster Zeit häufig auf. Dennoch rauschen auch seine Werte abwärts. Ob seine Auftritte den Niedergang forcieren oder mildern – wer weiß es? Sicher scheint, dass sich der Abwärtstrend der SPD beschleunigen dürfte, verlöre sie die nächste Landtagswahl am 9. Oktober in Niedersachsen. Sollte sich dort wie jüngst in Schleswig-Holstein und NRW eine schwarz-grüne Koalition bilden, könnte die SPD in Brand geraten. Es wäre an der Zeit, sich nach Hydranten und Wasserschläuchen umzuschauen. Auch in Niedersachsen sinken die Werte der SPD, während die der Union und der Grünen steigen. – Ulrich Horn

Der Preis der Pandemie

Donnerstag, 18. November 2021

Nebenbei

Die vierte Coronawelle macht den Politikern Sorgen. Die Krankenhäuser laufen über. Sie werden vor allem von Impfunwilligen geflutet, die sich bei ihresgleichen angesteckt haben. Seit das Virus die Inzidenz zum vierstelligen Bereich hochtreibt, sind die Politiker alarmiert. Es fällt ihnen auf, dass fast elf Monate nach dem Impfstart 15 Millionen Impffähige die Impfung verweigern. Um zu verhindern, dass sich die große Katastrophe zu einer gigantischen auswächst, sollen die Impfunwilligen bewogen werden, sich sozial zu verhalten und sich impfen zu lassen. Man will ein wenig Druck auf sie ausüben: Es soll ihnen gut zugeredet werden. Man will ihnen vor Augen halten, sie könnten vom Gemeinschaftsleben ausgeschlossen werden, wenn es mit der Pandemie noch doller kommen sollte. Wen wollen die Politiker mit solchen Ankündigungen beeindrucken? Die 15 Millionen Impfverweigerer können es nicht sein. Ihnen wollen die Politiker mit kostenlosen Tests die Möglichkeit bieten, sich der Impfnadel zu entziehen. Solange die Tests gratis sind und von den Steuermitteln aus dem Kreis der 56 Millionen Geimpften finanziert werden, schwindet der Anreiz für die Impfverweigerer, sich impfen zu lassen. Der Unmut unter den Geimpften dürfte dagegen neues Maximum erreichen. Sie bezahlen nicht nur die Tests für die Impfverweigerer, sondern auch die hohen Kosten, die sich darüber hinaus durch das unsoziale Verhalten der Impfverweigerer ergeben. Wäre es nicht gerechter und an der Zeit, die Coronakosten stärker am Verursacherprinzip auszurichten? – Ulrich Horn

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7 Kommentare zu “Der Preis der Pandemie”

  1. Ich bin seit Ende Mai geimpft. Seitdem wurde ich zweimal von schlichten Erkältungen überfallen. Ich war dankbar für die Möglichkeit des kostenlosen Tests (nur einer pro Woche) – zum Glück beide Male „negativ“ – um „dieses“ Virus nach den Nachrichten über Impfdurchbrüche ausschliessen zu können.
    Die Verringerung der Testungen durch Kostenpflichtigkeit würde die individuelle u n d die öffentliche Kontrolle über das Infektionsgeschehen noch mehr verloren gehen lassen, als sie es, wie Sie in Ihre letzten Texten richtig beschreiben, sowieso schon ist.
    Mein „Booster“-Termin ist am 30.11. Beim Hausarzt.

    • Ulrich Horn sagt:

      ests bei Impfverweigerern vermitteln eine eine trügerische Sicherheit. Der Test am Vormittag kann am Abend bereits mit viel größerer Wahrscheinlichkeit obsolet sein als bei Geimpften. Kostenlose Tests für Impfverweigerer ermöglichen ihnen, am Gemeinschaftsleben teilzunehmen, ohne sich impfen zu lassen. Wie viele mögen wohl in den Hospitälern liegen, die von kürzlich getesteten Ungeimpften angesteckt wurden?

      Den Behörden und den Politikern ist doch längst die Kontrolle über das Infektionsgeschehen verloren gegangen. Die Statistiken sind seit Beginn der Pandemie unzureichend. Wer verfolgt bei diesen hohen Infektionszahlen noch den Weg der Infektionen? Die Gefahr hat längst die Schutzmöglichkeiten gesprengt. Ohne größeren Druck auf die Ungeimpften wird man der Lage sicher nicht Herr werden.

  2. Schließe mich Herrn Böttger an, was die Tests anlangt. Das klaert auch die Dunkelziffer der Infektionen etwas mehr auf. Mein Boostertermin ist der 16.12.21 bei meinem Hausarzt. Meine Frau hat den ihren ebenfalls. Läuft doch – trotz aller gegenteiligen Meldungen.

  3. Dr. Günter Buchholz sagt:

    Wäre die öffentliche Behandlung des Themas redlich, dann würde über die riskante Seite der Corona-Impfkampagne sachlich und mit der fachlich gebotenen Sorgfalt gesprochen. Das ist aber erkennbar nicht der Fall.

    Wie angesichts dieser manifest gewordenen Impfrisiken weiterhin und mit zunehmender, teils bereits zwanghafter Schärfe tendenziell auf Impfung aller bestanden wird, das ist erklärungsbedürftig. Insbesondere auch deswegen, weil diejenigen, die sich anstecken, um dann rasch ohne oder mit geringfügigen Symptomen zu gesunden, weil sie ein abwehrfähiges Immunsystem haben, einen besseren Schutzeffekt haben dürften als er durch eine Impfung zu erlangen wäre. Was spricht in diesem Sinne denn eigentlich gegen eine Durchseuchung? Die Interessen der Pharmaindustrie? Die politische Lust am Ausnahmezustand? Oder was sonst?

  4. Roland Appel sagt:

    Was mich wirklich noch erschreckt, ist die gnadenlose Selbstsicht vieler Menschen, die wirklich glauben, dass die Gesellschaft und alles nur für sie da sind und keinerlei Solidarität oder Beteiligung gefordert ist. Strunzdumme Sprüche wie von Sarah Wagenknecht „Impfen sei Privatsache“ befördern das noch. Marx würde sich im Grab ‚rumdrehen. Weidel und Kimmich haben „Corona“ – mir fehlt das Mitgefühl – eigentlich schlimm, aber ein Zeichen der allgemeinen Entsolidarisierung.
    Was mich aber wirklich zunehmend ärgert, ist das Zögern von Teilen der Politik, aber auch der Presse und Wissenschaft, sich für Impfpflichten auszusprechen, wie auch der fehlende Mut, Ursachen zu benennen. Frankreich hat gezeigt, dass die Befürchtungen, dass medizinisches Personal kündigen könnte, unbegründet sind.
    Und alle Gesundheitsminister*innen wissen, dass es Anthroposophen, Esoteriker, Naturheiler, Schamanen und selbsternannte Besserwisser sind, die Menschen mit Bedenken vollstopfen, die sie das Leben kosten können. Ich habe dieses Jahr eine hochintelligente Klassenkameradin verloren, die glaubte, Brustkrebs mit Lichttherapie, Eigenurin, Kräutern und Meditation besiegen zu können. Nichts gegen Globuli, pflanzliche Arznei und Rescue-Tropfen – aber solange diese Szene Menschen von der Impfung abhält und damit Solidarität aufkündigt, kann es nicht sein, dass Krankenkassen und Beihilfen diese Szene der „kleinen Heilpraktiker“ und Homöopathen solidarisch mitfinanziert. Das Einsparungspotenzial wird auf jährlich fünf Milliarden geschätzt.

  5. Dr. Günter Buchholz sagt:

    Woher wissen Sie denn, wie die jeweilige individuelle Nutzen: Risiko – Abwägung ausfällt? Das können Sie doch gar nicht beurteilen.
    Zu Beginn der Impfungen gab es verbreitet die Erwartung, daß die Impfung durchgreifend und dauerhaft Besserung brächte, aber das war, wie das 2. Halbjahr 2021 zeigte, nicht der Fall.
    Die mRNA – Impfungen (wenn der Ausdruck denn zutrifft) schützen, wie mittlerweile bekannt ist, weder passiv noch aktiv vor Infektion bzw. vor Ansteckung anderer Menschen, und ihre schwache, wenn überhaupt gegebene Wirksamkeit währt nur wenig mehr als 1 – 2 Quartale.
    Daher ist der Nutzen, wenn überhaupt vorhanden, zumindest deutlich geringer als erwartet, bestenfalls also schach positiv.
    Jedoch sind die empirischen Impfrisiken, wie ebenfalls seit einiger Zeit bekannt ist, erheblich größer als erwartet worden ist.
    Man kann daher einerseits auf ganz rationaler Basis zu dem Ergebnis kommen, daß der bestenfalls geringfüge Nutzen einer Impfung erheblichen, ggf. auch schwerwiegenden Impfrisiken gegenübersteht.
    Es mag andererseits in Kenntnis derselben Datenlage sein, daß eine andere individuelle Bewertung eine Impfung gerade noch zu rechtfertigen vermag.
    Das ist dann aber wohl auch alles.

    Grenzwertig dürfte eine solche Entscheidung nach heutigem Wissensstand so oder so sein.

    Eine weitere Impfung zu empfehlen oder gar zu verlangen, nachdem bereits die ersten beiden Impfungen weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, das ist beinahe schon paradox. Was aber medial damit überspielt wird, daß nicht begründet, sondern bloß nachdrücklich behauptet und versichert und so insinuiert wird, die nächste (usw. usf.) mRNA-Impfung sei die Lösung des Pandemieproblems. – Cui bono?

  6. G. Franken sagt:

    An der Sani-Ausbildungskompanie in Stade war es so ziemlich das erste, was ich lernen musste, dass selbst die Gasmasken nict gegen Gase, Bakterien, Viren etc. schützen können, wenn man (als Bartträger) im Gesicht behaart ist. Diese Tatsache findet man auch unter den Hinweiseen auf den Verpackungen von FFP2-Masken. Wer nicht einmal das weiß, war nie ein Experte, sondern hat entweder keinen blassen Dunst von der Thematik oder verfolgt eigennützige (psychologische reicht) Ziele. Upps. Die desinteressierten Mitläufer darf man nicht vergessen.
    Selbst unter Weißwedelhirschen _infiziert_ sich bei jeder in einer Population kursierenden Mutante etwa ein Drittel der Probanden. Das gilt seit den ersten Bluttests in der Lombardei bei Coronaviren bekanntermaßen auch für Hunde und Katzen.
    Das heißt, die „Dunkelziffer“ ist als Fausformel bekannt. Bei mehreren kursierenden Coronaviren in einer Population infizieren sich davon beispielsweise: 2,1 kursierende Mutationen (eine durch Kannibalismuseffekte weitgehend verdrängt, handelt es sich um 84 Millionen * 2,1 * 0,8 (Faktor wegen größerer Vorsicht/Kreuzimmunität. Ergibt knapp 400.000 Infektionen täglich. Winter 20 Prozent mehr, SOmmer 20 Prozent weniger.
    Natürlich vorkommende Keime, Viren und Bakterien wurden deshalb von der Pharmaindustrie (und Maskenfabrikanten) als lohnende Marktlücke identifiziert.
    Niemand stirbt an Coronaviren, sondern an den von diesen (und allen anderen existierenden Viren) potentiell getriggerten Erkrankungen (Pneumonitis – Entzündungen der Lungenschleimhäute und Bronchitis – bei Omicron).
    Coronaviren sind übrigens relativ harmlos, weil sie wegen ihrer Fetthüllen bereits vom Mundspeichel (Teil des menschlichen Verdauungssystem) abgetötet werden. Das „Spray“, das beim Sprechen erzeugt wird, stellt deshalb bei Coronaviren normalerweise keine Gefahr dar.

    Wer nicht desinformieren und weiter „Gaslighting“ als Gehirnwäsche verbreiten will, sollte so etwas wissen und auch offen aussprechen.

    Ich habe das als Teenager im Biologie-Unterricht gelernt. Dann im ABC-Abwehr-Lehrgang bei der Bundeswehr in der Ausbildungskompanie in Stade und dann im Rahmen der empirischen Fallstudien aus dem Bereich des Pharma-Marketings.

    Warum gerade die Lobby-„Experten“ im deutschsprachigen Raum dafür sorgt, dass Desinformation forciert werden, sollte eigentlich auch jedem Journalisten klar sein. Über so viel „psychologische Medienkompetenz“ sollten Journalisten verfügen.

    Mein Diplom habe ich übrigens im Bereich der psychologischen Marketingforschung mit einer empirischen Arbeit abgelegt.

    Es wird Zeit, die Massenverblödung zu beenden, selbst wenn das seit Googles 180-Grad-Wende nach der Abkehr von „Don’t be evil“ langsam beendet wird.

    Das Corona-Narrativ wurde empirisch weitestgehend widerlegt. Wer die internationalen Studien zu den Coronainfektionen nicht zur Kenntnis nimmt, spricht vorwiegend Deutsch.

    Aprops: Vergleiche von Geimpften mit „jungfräulichen“ Phantasiewesen mit dysfunktionalen Immunsystemen sind ganz tapisch für die Pharmaindustrie. (Einfach mal die Studienzeiträume ansehen). Upps. Marketing-Forscher achten auf so etwas wie tautologische Versuchsanordnungen in „wissenschaftlichen“ Studien im Auftrag von Regierungen. Die gab es zum Thema „Aerosole“ reichlich.

    !953 wurde das Corona-Narrativ der Pharma- und Viren-Industrien bereits im Epilog des Films „Kamp der Welten“ bereits implizit widerlegt. Die Marsianer waren nicht immun, weshalb sich 100 Prozent infiziert haben und tödlich erkrankt sind. Bei nicht völlig fehlender Immunität sähen die Folgen wie zur Zeit der Konquistadores aus: Etwa 90 Prozent der südamerikanischen Population sollen von neuen unbekannten Keimen, Viren und Bakterien dahingerafft worden sein.

    Nach Alpha,Beta, Gamma1 und Gamma2, Delta, Kappa, Lambda. Omicron-BA.1, Omicron-BA.2 und den empirische bekannten Infektionshöhen für in Populationen kursierenden Coronaviren sollte langsam klar sein, dass Coronaviren zu jenen lebensotwendigen Viren und Bakterien zählen, die mit gesunden Menschen symbiotisch zusammenleben.

    Anstatt verständig zu belehren und ruhig einzuwirken, streut man willkürlich Samen und Unkraut zugleich nach allen Seiten; kein Mittelpunkt, auf den hingeschaut werde, ist mehr gegeben; jeder Einzelne tritt als Lehrer und Führer hervor und gibt seine vollkommene Torheit für ein vollendetes Ganzes.
    (Johann Wolfgang von Goethe; 1749 – 1832)

    In dem Sinne …

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