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Nebenbei

  • Der Preis der Pandemie

    Die vierte Coronawelle macht den Politikern Sorgen. Die Krankenhäuser laufen über. Sie werden vor allem von Impfunwilligen geflutet, die sich bei ihresgleichen angesteckt haben. Seit das Virus die Inzidenz zum vierstelligen Bereich hochtreibt, sind die Politiker alarmiert. Es fällt ihnen auf, dass fast elf Monate nach dem Impfstart 15 Millionen Impffähige die Impfung verweigern. Um zu verhindern, dass sich die große Katastrophe zu einer gigantischen auswächst, sollen die Impfunwilligen bewogen werden, sich sozial zu verhalten und sich impfen zu lassen. Man will ein wenig Druck auf sie ausüben: Es soll ihnen gut zugeredet werden. Man will ihnen vor Augen halten, sie könnten vom Gemeinschaftsleben ausgeschlossen werden, wenn es mit der Pandemie noch doller kommen sollte. Wen wollen die Politiker mit solchen Ankündigungen beeindrucken? Die 15 Millionen Impfverweigerer können es nicht sein. Ihnen wollen die Politiker mit kostenlosen Tests die Möglichkeit bieten, sich der Impfnadel zu entziehen. Solange die Tests gratis sind und von den Steuermitteln aus dem Kreis der 56 Millionen Geimpften finanziert werden, schwindet der Anreiz für die Impfverweigerer, sich impfen zu lassen. Der Unmut unter den Geimpften dürfte dagegen neues Maximum erreichen. Sie bezahlen nicht nur die Tests für die Impfverweigerer, sondern auch die hohen Kosten, die sich darüber hinaus durch das unsoziale Verhalten der Impfverweigerer ergeben. Wäre es nicht gerechter und an der Zeit, die Coronakosten stärker am Verursacherprinzip auszurichten? – Ulrich Horn

NSA macht Top-Promis

Sonntag, 27. Oktober 2013

Nebenbei

(uh) Wie verlief das Telefongespräch zwischen Obama und Merkel? Wir erfahren einiges aus den Zeitungen, also leider nur aus zweiter Hand. Den Wortlauf kennt womöglich die NSA. Sie könnte eine Ton-Aufnahme haben. Hat sie auch ein Video? Wir werden es nicht erfahren. Sie würde es bestreiten. Was wäre, wenn Merkel dieses Blog läse und Post-von-Horn anriefe? Würde mich die NSA registrieren? Oder stecke ich bereits in ihrem Computer? Habe ich dort eine Akte? Liest gar jemand Post-von-Horn bei der NSA? Als bekannt wurde, dass sie Merkel abhörte, ging ein Zucken durchs Land. Merkel hat viele Gesprächspartner. Ihnen wurde schlagartig klar, dass sie bei der NSA aktenkundig sind. Bisher wiesen sich Promis durch Bodyguards und Chauffeure aus. Solche Insignien reichen nicht mehr, um als prominent durchzugehen. Top-Promis haben eine NSA-Akte. Sie macht den Unterschied zur B-Prominenz. Oder glaubt jemand, die NSA höre Becker und Pocher ab? Wozu auch? Sie verrichten ihr Geschäft ohnehin öffentlich. Bisher wusste man nie so recht, wen man als Promi betrachten durfte. Seit aufflog, dass Merkel abgehört wird, herrscht Klarheit: Wer einen Anruf Merkels erhielt, hat eine NSA-Akte und spielt in der Championsleague. Möchte man unter diesen Bedingungen einen Anruf von Merkel erhalten? Arm dran sind jene, die Merkel nie anrief. Sie haben vielleicht eine NSA-Akte und sind Top-Promis – und wissen das gar nicht.

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2 Kommentare zu “NSA macht Top-Promis”

  1. Ein Gerücht geht um, Gabriel hätte sich per SMS bei der NSA beschwert, mit den Worten: „Die Merkel wird abgehört – warum nicht auch ich?“ NSA hat zurückgesimst, man habe bei Obama um einen Auftrag nachgesucht, doch Obama fragte nur: „Wer ist Gabriel?“.

    • dr.pingel sagt:

      Vor Jahren kam heraus, dass der Schweizer Geheimdienst über Prominente und Intellektuelle, vor allem kritische (naja, das waren nicht so viele) Akten angelegt hatte. Franz Hohler, der führende Schweizer Kabarettist, war dabei vergessen worden. Darüber hat er sich bitter beschwert.
      Ich selber war zu DDR-Zeiten regelmäßig zu Besuch bei Freunden in Jena. Die Anfrage nach einer Stasi-Akte ergab nichts. Da war ich enttäuscht.

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