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Nebenbei

  • Trumps Theater

    Über die Geduld der US-Medien kann man nur staunen. Immer wieder schicken sie Journalisten zu Pressekonferenzen, bei denen Präsident Trump und seine Mitarbeiter lügen, was das Zeug hält, die Journalisten beschimpfen und deren Arbeitgeber verleumden. Es drängt sich schon die Frage auf: Müssen die Beschimpften die Lügen und Tiraden über sich ergehen lassen und sie dann auch noch verbreiten? Diese Frage provoziert die nächste: Wäre es nicht an der Zeit, den Transport der alternativen Fakten ihren Urhebern zu überlassen? Trump und seine Mitarbeiter müssten dann ihre Fakenews ohne Hilfe der meisten Medien an die Bürger bringen. Es stehen dazu Twitter, regierungsnahe Medien und auch Presseerklärungen zur Verfügung. Die Berichterstattung der geschmähten Medien über die Regierungsarbeit muss unter diesem Schritt nicht leiden. Er würde es Trump aber erschweren, sich als Opfer der Medien darzustellen und mit diesem Manöver Desinformation zu betreiben, während die Medien so arbeiten könnten wie bisher. Noch schwerer hätte er es, wenn die in Washington tätigen Medien einen Verein zur Veranstaltung von Pressekonferenzen gründeten und nahe beim Weißen Haus Büros anmieteten. Dorthin könnte der Verein dann Persönlichkeiten einladen, die zu aktuellen Themen etwas mitzuteilen haben, auch zu jenen, über die Trump gar nicht oder falsch informiert. Und schließlich, um ihm Einhalt zu gebieten: Können Journalisten und Medienunternehmen, die Trump wahrheitswidrig bezichtigt zu lügen, den Präsidenten und die US-Regierung nicht wegen übler Nachrede , Verleumdung und gegebenenfalls auch wegen Geschäftsschädigung verklagen? – Selbst wenn es ginge, würde es wohl nicht dazu kommen. Schade eigentlich. – Ulrich Horn

Ausgabe Nr. 68 - 2013

Blog-Tipps: Netzpolitik, AfD, USA

Freitag, 4. Oktober 2013

Blog-Tipps

(uh) Die Blogs befassen sich mit der digitalen Revolution, dem politischen Standort der AfD, den Problemen der USA, die zu Problemen der Weltwirtschaft werden können,  und mit dem Schreiben.

1. Politik

a. Netzpolitik – Das Ende der Kindheit
Denn erst wenn die digitale Revolution die deutsche Gesellschaft mental wie ökonomisch durchdrungen hat, wird Netzpolitik wirklich Einfluss gewinnen. Im Vorteil ist, wer sich frühzeitig damit auseinandersetzt.
Aus: Wolfgang Michal

b. AfD: Rechts so, Herr Lucke

Bernd Lucke benutzt eine Sprache, die den rechten Rand der Gesellschaft anspricht.
Aus: Spiegelfechter

c. Untergang der Tea Party

Bevor wir uns jetzt fassungslos über die Zustände in den USA amüsieren, sollten wir uns allerdings das Ergebnis der Bundestagswahlen ansehen. Es kann nämlich gut sein, dass uns in wenigen Monaten das Lachen vergeht.
Aus: Wiesaussieht


2. Medien

a. Mein Held: Howard Luck Goassage
Denn Leute lesen keine Zeitungsartikel. Sie lesen, was sie interessiert – und manchmal ist es ein Zeitungsartikel.
Aus: Deadline


3. S C H L U S S P U N K T: Der Wirtschaftstext des Tages

Vom Shutdown zum Meltdown

Sollten die USA auch nur in die Nähe des Bankrotts kommen, dürfte der Euro durch die Decke gehen – mit negativen Folgen auch für die deutschen Exporte.
Aus: Lost in EUrope


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