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Nebenbei

  • Söder und die Umfragen

    In repräsentativen Demokratien sollen die Abgeordneten und ihr Gewissen die Gemeinschaft vor schwankenden Stimmungen schützen. Dieses Prinzip steht unter Druck. Mit vielen Abgeordneten ist es nicht mehr weit her. Zudem hat sich die Stimmung in der Bevölkerung zu einer mächtigen Kraft entfaltet. Viele Abgeordnete mögen ihr nicht widerstehen. Viele nutzen sie auch, um ihre Interessen durchzusetzen. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Söder setzte darauf, dass sie ihn zum Kanzlerkandidaten der Union machen würde. Er mühte sich, in Umfragen zu reüssieren, und wurde zu einem Umfrageriesen. Er ging davon aus, dass er seinen CDU-Konkurrenten Laschet, einen Umfragezwerg, leicht aus dem Feld schlagen könne. Die Rechnung ging nicht auf. Laschet kandidierte. Er verlor. Hätten die Umfragen den Ausschlag gegeben, hätte Söder kandidieren müssen und ganz sicher gewonnen, behaupten er und seine Fans. Damals stand er in den Politiker-Rankings auf Platz 2 gleich hinter Merkel. Was es mit dem Gewicht der Umfragen auf sich hat, zeigt sich heute, drei Wochen nach der Wahl. Söder ist abgestürzt. Beim ZDF-Politbarometer rangiert er nur noch auf Platz 6, gerade noch knapp über der Nulllinie. Ginge es auch heute nach Umfragen, wie es Söder vor der Bundestagswahl wünschte, müsste er sich langsam darauf einrichten, sich vom Acker zu machen, damit bei der Bayernwahl 2023 ein beliebterer CSU-Politiker versuchen kann, die CSU vor dem Fall in die Opposition zu bewahren. Wetten, dass Söder auf Umfragewerte derzeit gar nichts mehr gibt? – Ulrich Horn

Blog-Tipps: Netzpolitik, AfD, USA

Freitag, 4. Oktober 2013

Blog-Tipps

(uh) Die Blogs befassen sich mit der digitalen Revolution, dem politischen Standort der AfD, den Problemen der USA, die zu Problemen der Weltwirtschaft werden können,  und mit dem Schreiben.

1. Politik

a. Netzpolitik – Das Ende der Kindheit
Denn erst wenn die digitale Revolution die deutsche Gesellschaft mental wie ökonomisch durchdrungen hat, wird Netzpolitik wirklich Einfluss gewinnen. Im Vorteil ist, wer sich frühzeitig damit auseinandersetzt.
Aus: Wolfgang Michal

b. AfD: Rechts so, Herr Lucke

Bernd Lucke benutzt eine Sprache, die den rechten Rand der Gesellschaft anspricht.
Aus: Spiegelfechter

c. Untergang der Tea Party

Bevor wir uns jetzt fassungslos über die Zustände in den USA amüsieren, sollten wir uns allerdings das Ergebnis der Bundestagswahlen ansehen. Es kann nämlich gut sein, dass uns in wenigen Monaten das Lachen vergeht.
Aus: Wiesaussieht


2. Medien

a. Mein Held: Howard Luck Goassage
Denn Leute lesen keine Zeitungsartikel. Sie lesen, was sie interessiert – und manchmal ist es ein Zeitungsartikel.
Aus: Deadline


3. S C H L U S S P U N K T: Der Wirtschaftstext des Tages

Vom Shutdown zum Meltdown

Sollten die USA auch nur in die Nähe des Bankrotts kommen, dürfte der Euro durch die Decke gehen – mit negativen Folgen auch für die deutschen Exporte.
Aus: Lost in EUrope


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