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Nebenbei

  • Ippens Geist

    Zeitungsverleger haben einen schönen Beruf. Sie wirken daran mit, die Menschheit zu informieren und aufzuklären. Die einen Verleger mehr, die anderen weniger. Manche manchmal gar nicht. In diese Gruppe reiht sich Ippen ein. Er verbot, einen Artikel zu veröffentlichen, den Journalisten seines Hauses geschrieben haben. Der Beitrag stellt den Chefredakteur der Bild-Zeitung aus dem Konkurrenzverlag Springer bloß. Ippen begründete sein Verbot, er habe den Eindruck vermeiden wollen, mit dem Artikel dem Konkurrenzverlag zu schaden. Spiegelt Ippens Vorgehen und Rechtfertigung den Geist wider, der im Kreis der deutschen Verleger weht, ist es um Pressefreiheit, Wettbewerb und Marktwirtschaft schlecht bestellt. Die Leser deutscher Printprodukte könnten dann ohne Sorge, etwas zu verpassen, ihre Abos kündigen. Wer seinem Blatt aber treu bleibt, muss sich von jetzt an fragen, ob der Verleger seiner Zeitung in der aktuellen Ausgabe etwas zu drucken verbot, was es denn wohl sein könnte und warum er das, was er in der Zeitung stehen ließ, zu drucken erlaubte. Österreichs Kanzler erkaufte sich Lobeshymnen in Zeitungen. Von Ippens Verhalten ist es nicht mehr weit bis zu dem Argwohn, so etwas wie in Österreich könnte es auch in Deutschland geben. – Ulrich Horn

Heino, Grüne, Türken, China, Verlage, Bank

Freitag, 22. Februar 2013

Blog-Tipps

(uh) Die Blogs beantworten Fragen über Fragen, zum Beispiel diese über das Rätsel der Grünen: Ist Heino wirklich einer der Ihren? Und: Warum verlassen gut ausgebildete Türken Deutschland? Kämpfen in der chinesischen Volksbefreiungsarmee auch Hacker? Wie sehen die Presseverlage ihre Zukunft? Und zum Schluss: Wie erhöht die Deutsche Bank ihr Eigenkapital?

1. Politik

a. Grün ist die Täuschung
Wer erinnert sich heute noch an die verschiedenen Pole und Richtungen, die im Parteigründungsprozess der Grünen eingebunden waren? Dass die Ökosozialisten sich anfänglich durchsetzten, progressive Parteistrukturen durchrangen und damit tatsächlich eine gänzlich neue Parteikultur schufen, gehört heute zum Mythos, von dem die heutigen Grünen noch zehren. Sie und all diejenigen, die sich in der Nähe zu den Grünen wähnen.
Aus: ad sinistram

b. „Die „nicht-integrierten“ Türken bleiben hier.“

In Bezug auf die türkeistämmige Bevölkerung in Deutschland zeigen quantitative Studien, dass diejenigen mit höherer Qualifikation mobiler sind und eher in die Türkei abwandern. Die weniger Qualifizierten oder, wie Sarrazin es sagt, die „Nicht-Integrierten“, bleiben hier.
Aus: The European

c. Chinas Stellenanzeige für Hacker

Dem Text der Anzeige zufolge wirkt das Angebot verlockend: Bis zum Abschluss gibt es ein Stipendium, danach winkt eine Festanstellung bei der Volksbefreiungsarmee. Wer Interesse habe, soll ich an Professor Peng von der Absolventenabteilung wenden. Gefunden hat das Stellenangebot die “China Digital Times”, ein angesehenes Projekt von US-Journalistikstudenten.
Aus: Handelsblog

2. Medien

a. Zur Zukunft der Presse: Angst lähmt die Verlage
Die Verlage bestehen auf mehr Regulierung ihrer Konkurrenz und weniger Daten- und Verbraucherschutz. Zwar scheinen alle Presseverlage ihre Angst vor dem digitalen Markt verloren zu haben, die Versteifung auf staatlichen Schutz scheint aber dazu zu führen, dass innovative Geschäftsmodelle kaum noch gesucht werden. Wie die Zukunft der Presse aussieht, bleibt ungewiss. (Dieser Text wird veröffentlicht unter einer CC BY-SA-Lizenz.)
Aus: Charta

SCHLUSSPUNKT – Der Wirtschaftstext des Tages

Deutsche Bank und Mathematik
Die Bank hat also die Risiken um 26 Mrd. Euro reduziert, indem sie die Computer anders programmiert hat. Die Kernkapitalquote ist via clever mathematics erhöht worden. Das bedeutet aber nicht, dass die Deutsche Bank das Risiko tatsächlich verringert hat. Das Risiko ist nach Überzeugung der Bank nun lediglich gehedgt. Wie effektiv, kann ein Investor nicht einschätzen.
Aus: ACEMAXX-ANALYTICS

Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

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