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Nebenbei

  • Etwas wie ein Vogelschiss

    Die neue Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) wurde am Mittwoch in einer Sondersitzung des Bundestages vereidigt. Zu diesem Zweck wurden die Abgeordneten aus dem Urlaub gerufen. Etliche, darunter die Fraktionschefs Lindner (FDP) und Weidel (AfD), beanstanden die Kosten der Aktion. Es soll sich um 100.000 Euro handeln. Keine Peanuts, aber doch so etwas wie ein Vogelschiss, diesmal ein echter. Wie teuer war eigentlich die Sondersitzung des Verkehrsausschusses, die ebenfalls am Mittwoch stattfand? Und wie teuer waren die Sitzungen der Ausschüsse für Auswärtiges und für Bildung, die am Dienstag tagten, auch er ein Ferientag? Wurde der Aufwand der Ausschüsse gegen den der Bundestagssondersitzung gegengerechnet? – Im Ernst: Wollen Lindner und Weidel sparen, sollten sie den Bundestag verkleinern. 709 Abgeordnete sind zu viele. Die Hinterbank des Parlaments wird von Wahl zu Wahl länger. Die Qualität im Parlament wächst nicht mit, siehe die Kritik an der Sondersitzung. Würde das Plenum nur um zehn Prozent schrumpfen, könnten nicht 100.000 Euro, sondern mehrere Millionen gespart werden, und das Jahr für Jahr. Lindner und Weidel sollten sich auch daranmachen, die Geldverbrennungsanlage Berliner Flughafen zu stoppen. Dort geht seit Langem Tag für Tag eine Million durch den Kamin. Ein Ende ist nicht in Sicht. Dort wird unter den Augen von Lindner, Weidel und 707 weiteren Bundestagsabgeordneten allein an einem Tag Geld im Wert von zehn Sondersitzungen verschwendet. Es sieht nicht so aus, als seien die Abgeordneten dabei, diesen Missstand zu beheben. – Ulrich Horn

Blog-Fundsachen ... Nr. 40 - 2013

WAZ, Wanderarbeiter, TV-Duell, Banken

Freitag, 15. Februar 2013

Blog-Tipps

(uh) Heute im Angebot: Die WAZ torkelt zwischen Um- und Abbau, Kündigungen inklusive. People-Journalisten haben kein leichtes Kreuz zu tragen, wenn sie ihren Job ernst nehmen. Nicht jeder möchte Raab beim TV-Duell Merkel gegen Steinbrück sehen. Wanderarbeiter gibt es nicht nur in China, sondern auch in Europa. Und der Schlusspunkt: Die Banken fürchten, dass ihnen Google und Co. demnächst Konkurrenz machen könnten.


1. Medien

a. WAZ-Chefredakteur: „Ja, es wird Kündigungen geben“
Die Mitarbeiter der WAZ-Mediengruppe kommen nicht zur Ruhe, die Angst vor der einzigen Managementleistung der vergangenen Monate, die Stellenstreichung, ist groß. „Wenn Sie mich fragen, wird es Kündigungen geben? Ja, es wird Kündigungen geben“, erklärte am Mittwoch WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz in der Redaktionskonferenz.
Aus: newsroom.de

b. Die einvernehmliche Täuschung des Publikums

Die Pooth plauderte mit dem Reporter dann über ihre Work-Life-Balance – „von sieben Tagen die Woche arbeite ich vier, und zwei nehm ich frei“. Dass dies auch gedruckt wurde, gefiel ihr gar nicht, sie verlangte mithilfe ihres Anwalts eine Gegendarstellung und Wiedergutmachung, allerdings ohne Erfolg.
Aus: Journalist online

2. Politik

a. Chinesen billig im Angebot
Weltweit, so schätzt die Genfer Internationale Organisation für Migration, sind rund 200 Millionen Wanderarbeiter ständig unterwegs. Die meisten, die zurzeit im Bereich der Europäischen Union umherziehen, kommen aus Südosteuropa. Aus Rumänien oder Bulgarien. Doch auch schon chinesische Leiharbeiter wurden in Deutschland zu Billigstlöhnen angeboten, berichtet die Ingolstädter Wirtschaftsoziologin Sandra Siebenhüter.
Aus: dradio.de

b. Wieviel Show darf in der Politik sein?

Junge Wähler gewinnt man nicht, indem man Show-Stars Politik moderieren lässt, sondern durch Politiker, die junge Menschen ernst nehmen, die eine verständliche Sprache sprechen, die sich glaubwürdig mit den Themen und Problemen jüngerer Wähler auseinandersetzen.
Aus: Sprengsatz

Schlusspunkt. Der Wirtschaftstext des Tages

Die Angst der Banken vor dem Mobile Payment
Es ist nicht auszuschließen, dass potenzielle Wettbewerber wie Google, Apple, Amazon, PayPal oder Facebook ihr bisheriges Dienstleistungsangebot ausweiten, um z.B. in den Markt für standardisierte Finanzdienstleistungen einzutreten. Manche der neuen Wettbewerber bauen derzeit neue Geschäftsmodelle im Bereich der mobilen Bezahlsysteme auf.
Aus: Blick Log

Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

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