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Nebenbei

  • Es geht noch schlechter

    Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen. Er hofft, vereint könnten sie eine stärkere Rolle spielen. Die Verhandlungen haben gerade begonnen. Sie werden beide Banken zunächst weiter schwächen. Um größeres Gewicht zu gewinnen, müssen sie Kosten senken. Sie gilt, Stellen zu streichen und Zweigstellen zu schließen. Beide Geldhäuser beschäftigen insgesamt gut 130.000 Menschen. Soll der Zusammenschluss den gewünschten Gewinn bringen, könnten 20.000 bis 50.000 Stellen wegfallen. Was werden die Mitarbeiter bei diesen Aussichten tun? Sie werden sich fragen, ob sie es sind, die demnächst auf der Strecke bleiben. Viele werden alles daransetzen, einen anderen Arbeitgeber zu finden. Sie werden sich umhören, Bewerbungen schreiben, sich auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Sie werden ihre finanziellen Verhältnisse straffen, um drohende Durststrecken zu überstehen. Sie werden sich zum Abwehrkampf gegen den Zusammenschluss formieren und an Protestaktionen teilnehmen. Bis die Vereinigung in trockenen Tüchern ist, falls es zu ihr kommt, wird einige Zeit ins Land gehen. Derweil werden sich die Beschäftigten mehr mit sich selbst als mit den Geschäften ihrer Bank befassen. Ist es abwegig abzunehmen, dass sich die schlechte Ertragslage der beiden Banken in nächster Zeit noch verschlechtern wird? – Ulrich Horn

Blog-Fundsachen ... Nr. 40 - 2013

WAZ, Wanderarbeiter, TV-Duell, Banken

Freitag, 15. Februar 2013

Blog-Tipps

(uh) Heute im Angebot: Die WAZ torkelt zwischen Um- und Abbau, Kündigungen inklusive. People-Journalisten haben kein leichtes Kreuz zu tragen, wenn sie ihren Job ernst nehmen. Nicht jeder möchte Raab beim TV-Duell Merkel gegen Steinbrück sehen. Wanderarbeiter gibt es nicht nur in China, sondern auch in Europa. Und der Schlusspunkt: Die Banken fürchten, dass ihnen Google und Co. demnächst Konkurrenz machen könnten.


1. Medien

a. WAZ-Chefredakteur: „Ja, es wird Kündigungen geben“
Die Mitarbeiter der WAZ-Mediengruppe kommen nicht zur Ruhe, die Angst vor der einzigen Managementleistung der vergangenen Monate, die Stellenstreichung, ist groß. „Wenn Sie mich fragen, wird es Kündigungen geben? Ja, es wird Kündigungen geben“, erklärte am Mittwoch WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz in der Redaktionskonferenz.
Aus: newsroom.de

b. Die einvernehmliche Täuschung des Publikums

Die Pooth plauderte mit dem Reporter dann über ihre Work-Life-Balance – „von sieben Tagen die Woche arbeite ich vier, und zwei nehm ich frei“. Dass dies auch gedruckt wurde, gefiel ihr gar nicht, sie verlangte mithilfe ihres Anwalts eine Gegendarstellung und Wiedergutmachung, allerdings ohne Erfolg.
Aus: Journalist online

2. Politik

a. Chinesen billig im Angebot
Weltweit, so schätzt die Genfer Internationale Organisation für Migration, sind rund 200 Millionen Wanderarbeiter ständig unterwegs. Die meisten, die zurzeit im Bereich der Europäischen Union umherziehen, kommen aus Südosteuropa. Aus Rumänien oder Bulgarien. Doch auch schon chinesische Leiharbeiter wurden in Deutschland zu Billigstlöhnen angeboten, berichtet die Ingolstädter Wirtschaftsoziologin Sandra Siebenhüter.
Aus: dradio.de

b. Wieviel Show darf in der Politik sein?

Junge Wähler gewinnt man nicht, indem man Show-Stars Politik moderieren lässt, sondern durch Politiker, die junge Menschen ernst nehmen, die eine verständliche Sprache sprechen, die sich glaubwürdig mit den Themen und Problemen jüngerer Wähler auseinandersetzen.
Aus: Sprengsatz

Schlusspunkt. Der Wirtschaftstext des Tages

Die Angst der Banken vor dem Mobile Payment
Es ist nicht auszuschließen, dass potenzielle Wettbewerber wie Google, Apple, Amazon, PayPal oder Facebook ihr bisheriges Dienstleistungsangebot ausweiten, um z.B. in den Markt für standardisierte Finanzdienstleistungen einzutreten. Manche der neuen Wettbewerber bauen derzeit neue Geschäftsmodelle im Bereich der mobilen Bezahlsysteme auf.
Aus: Blick Log

Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

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