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Nebenbei

  • Opposition: Trübe Aussicht

    Über die Probleme, eine Jamaika-Koalition zu bilden, geraten die Schwierigkeiten der Oppositionsparteien ein wenig aus dem Blick. SPD, Linke und AfD sind in sich zerstritten. In allen drei Parteien kämpfen verschiedene Lager gegeneinander (siehe: hier, hier und hier). Vermutlich kommt eher eine Jamaika-Koalition zustande, als dass die Opposition funktionsfähig wird. Reicht es nicht, wenn die Opposition parat steht, sobald die Jamaika-Regierung ihre Arbeit aufnimmt? Schön wär’s. Die Aversionen innerhalb der Linken sind wohl nicht mehr zu heilen. Die AfD zerbröselt, ohne dass ein Ende absehbar wäre, das die Mehrheit der Bürger auch gar nicht wünscht. Und die SPD? Sie will sich das ganze Jahr 2018 mit sich, ihrer Dysfunktion und deren Heilung befassen. Unter diesen Bedingungen wird es der Opposition schwerfallen, der Jamaika-Koalition, wenn sie denn zustande kommt, im nächsten Jahr Dampf zu machen. Derzeit spricht alles dafür, dass sich die Regierung ein Jahr lang Zeit damit lassen kann, in die Gänge zu kommen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Probleme der Bürger nicht so lange warten und der nächsten Regierung Beine machen werden. – Ulrich Horn

Blog-Fundsachen ... Nr. 40 - 2013

WAZ, Wanderarbeiter, TV-Duell, Banken

Freitag, 15. Februar 2013

Blog-Tipps

(uh) Heute im Angebot: Die WAZ torkelt zwischen Um- und Abbau, Kündigungen inklusive. People-Journalisten haben kein leichtes Kreuz zu tragen, wenn sie ihren Job ernst nehmen. Nicht jeder möchte Raab beim TV-Duell Merkel gegen Steinbrück sehen. Wanderarbeiter gibt es nicht nur in China, sondern auch in Europa. Und der Schlusspunkt: Die Banken fürchten, dass ihnen Google und Co. demnächst Konkurrenz machen könnten.


1. Medien

a. WAZ-Chefredakteur: „Ja, es wird Kündigungen geben“
Die Mitarbeiter der WAZ-Mediengruppe kommen nicht zur Ruhe, die Angst vor der einzigen Managementleistung der vergangenen Monate, die Stellenstreichung, ist groß. „Wenn Sie mich fragen, wird es Kündigungen geben? Ja, es wird Kündigungen geben“, erklärte am Mittwoch WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz in der Redaktionskonferenz.
Aus: newsroom.de

b. Die einvernehmliche Täuschung des Publikums

Die Pooth plauderte mit dem Reporter dann über ihre Work-Life-Balance – „von sieben Tagen die Woche arbeite ich vier, und zwei nehm ich frei“. Dass dies auch gedruckt wurde, gefiel ihr gar nicht, sie verlangte mithilfe ihres Anwalts eine Gegendarstellung und Wiedergutmachung, allerdings ohne Erfolg.
Aus: Journalist online

2. Politik

a. Chinesen billig im Angebot
Weltweit, so schätzt die Genfer Internationale Organisation für Migration, sind rund 200 Millionen Wanderarbeiter ständig unterwegs. Die meisten, die zurzeit im Bereich der Europäischen Union umherziehen, kommen aus Südosteuropa. Aus Rumänien oder Bulgarien. Doch auch schon chinesische Leiharbeiter wurden in Deutschland zu Billigstlöhnen angeboten, berichtet die Ingolstädter Wirtschaftsoziologin Sandra Siebenhüter.
Aus: dradio.de

b. Wieviel Show darf in der Politik sein?

Junge Wähler gewinnt man nicht, indem man Show-Stars Politik moderieren lässt, sondern durch Politiker, die junge Menschen ernst nehmen, die eine verständliche Sprache sprechen, die sich glaubwürdig mit den Themen und Problemen jüngerer Wähler auseinandersetzen.
Aus: Sprengsatz

Schlusspunkt. Der Wirtschaftstext des Tages

Die Angst der Banken vor dem Mobile Payment
Es ist nicht auszuschließen, dass potenzielle Wettbewerber wie Google, Apple, Amazon, PayPal oder Facebook ihr bisheriges Dienstleistungsangebot ausweiten, um z.B. in den Markt für standardisierte Finanzdienstleistungen einzutreten. Manche der neuen Wettbewerber bauen derzeit neue Geschäftsmodelle im Bereich der mobilen Bezahlsysteme auf.
Aus: Blick Log

Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

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