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    • Zweite Wahl für den WDR

      (uh) Was ist los im WDR? Die Intendantin des zweitgrößten Senders in der EU gab ihren Posten auf, sobald sie ihren Vertrag verlängert hatte. Ihre Gründe lässt Piel im Dunkeln. So nährt sie Spekulationen bis hin zum Verdacht, sie habe sich Einkünfte sichern wollen. Ihr Verhalten schadet ihr – und dem WDR. Sie steht nicht allein. Der Rundfunkrat, der den Sender kontrolliert und Piels Nachfolger sucht, stellt aus dem Kreis von drei Dutzend Bewerbern drei zur Wahl: Stefan Kürten, Direktor der EU-Rundfunkunion, Jan Metzger, Intendant von Radio Bremen, und Tagesthemen-Moderator Tom Buhrow. Kürten und Metzger mögen tüchtig sein. Außerhalb der Fachwelt sind sie unbekannt. Was Buhrow qualifiziert, bleibt das Geheimnis des Rundfunkrates. Der WDR hat einen Etat von 1,4 Milliarden Euro und 4000 Beschäftigte. Buhrow hat weder Management- noch Führungserfahrung. Er macht eher mit vielen lukrativen Nebentätigkeiten von sich reden. Damit nicht genug: Der Rundfunkrat entwertete seine drei Kandidaten auch noch selbst als zweite Wahl. Ehe er sie bekannt gab, hatte er bei renommierten Größen wie di Lorenzo (Zeit-Chefredakteur), Kleist (SR-Intendant) und Marmor (NDR-Intendant) angeklopft. Sie winkten dankend ab. Warum? Kennen sie den WDR zu gut, um sich auf ihn einzulassen? Schreckten sie vor dem zurück, was sie dort erwartet? Was ist los im WDR?

    Aufgelesen … Nr. 29 – 2013

    Sonntag, 3. Februar 2013

    Fundsachen

    An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

    1. Medien

    a. Der neue Mann aus dem Dschungel
    Es war bisher eine Debatte der verlogenen Doppeltöne. (…) Keiner sprach darüber, dass die Denunziation durch die Redakteurin moralisch weit abgründiger war, als dieses weinselige Kompliment eines alten Mannes. Oder über die Heuchelei, dass der „Stern“, das Tittenblatt der grünen Lehrer, nun gegen den Sexismus im Alltag die Backen aufbläst.
    Aus: The European

    b. Klopfzeichen aus einer sterbenden Zeitungsredaktion

    Das Verfahren erinnert an Diktaturen, in denen Menschen versucht haben, Botschaften am Zensor vorbeizuschmuggeln.
    Aus: Stefan Niggemeier

    c. Welche Folgen hat die französische Einigung (…) ?

    Mit dem Verzicht auf ein Gesetz liefern sich die französischen Verleger damit um so mehr den Aggregatoren aus. Es ist unvorstellbar, dass andere Aggregatoren freiwillig zu nennenswerten Zahlungen für Inhalte bereit sind, wenn so offenkundig ist, dass es keinen gesetzlichen Anspruch darauf mehr geben wird. Frankreichs Lösung ist somit eine Wette auf das Google-Monopol.
    Aus: Der Presseschauder

    d. Nachbetrachtung der Anhörung zum Leistungsschutzrecht

    An dieser Stelle war es sicherlich ein Manko, dass die Fraktionen zwar Verlagslobbyisten wie Keese zur Anhörung geladen hatten, aber keinen Vertreter von Google.
    Aus: Internet-Law

    e. Pressefreiheit auf dem Prüfstand

    Irritierend ist allerdings, dass die meisten Journalisten diese Rankings Jahr für Jahr ungeprüft weiterverbreiten. Eigentlich gälte es, solche Statistiken mit Vorsicht zu genießen.
    Aus: Vocer

    2. Politik

    a. Das Milliardengeschenk von NRW an Goldmannn-Sachs
    Der Preis war gut, aber nur aus Sicht des Käufers. Die nordrhein-westfälischen Steuerzahler machten ein extrem schlechtes Geschäft, wie der heutige Börsengang der LEG deutlich macht. Goldman zahlte vor fünf Jahren 787.1 Millionen Euro für die LEG – an der Börse ist das Unternehmen heute drei mal so viel wert, rund 2,3 Milliarden Euro.
    Aus: Economics Intelligence

    b. Der deutsche Protest ist alt, klug und männlich

    Besonders auffällig ist, dass die deutschen Protestgruppen häufig von alten Mitgliedern geprägt sind.
    Aus: Zeit online

    c. Eingesperrt: Die Kinder bleiben länger (…)

    Karriere- und Familienplanungen für die jungen Menschen sind schwerer geworden und verzögern sich, auf der anderen Seite bleiben die Eltern selbst länger Kinder, die ihre eigenen Eltern versorgen oder irgendwie unterstützen müssen. Nach den Wissenschaftlern ist damit “eine Lebensphase neuer Freiheiten, Optionen und Chancen weitgehend verschwunden”.
    Aus: Telepolis

    Schlusspunkt: Der Wirtschaftstext des Tages

    Münchhausens Geschichte vom “Green Growth”
    Die Verheißung, nach der Green Growth nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Wachstum und Beschäftigung einen Gewinn darstellt, ist also ein Trugbild, das in den Erzählungen des Barons von Münchhausen gut aufgehoben wäre, in einem seriösen wirtschaftspolitischen Konzept aber keinen Platz hat. Die erhoffte doppelte Dividende gibt es schlichtweg nicht.
    Aus: Wirtschaftliche Freiheit

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