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Nebenbei

  • Wüstes Gequatsche

    Hendrik Wüst hat es geschafft. Er behauptete bei der NRW-Wahl die CDU-Spitzenposition und baute sie sogar aus. Er kann auf diesen Erfolg stolz sein. Er beflügelt sogar TV-Reporter. Am Wahlabend war immer wieder zu hören, Wüst sei nun Kandidat für die Kanzlerkandidatur und Konkurrent für CDU-Chef Merz. Wüst täte gut daran, darauf nichts zu geben. Unter denen, die ihn hochjubeln, sind nicht nur Einfaltspinsel, die an seinem Erfolg teilhaben wollen. Wen die Medien hochheben, den versenken sie auch wieder. Manchen heben sie nur hoch, um ihn besser versenken zu können. Wer geneigt ist, das TV-Gequatsche ernst zu nehmen, sollte sich vor Augen halten: Wüst ist erst seit sieben Monaten Ministerpräsident. Einen großen Teil dieser Zeit verbrachte er nicht mit Regieren, sondern mit Wahlkampf. Sein Wahlerfolg ist weniger der Lohn für bisherige Leistungen als ein Kredit auf künftige. Ob er im Amt bleibt, steht noch nicht fest. Es liegt nicht allein bei ihm, sondern vor allem bei den Grünen. Damit er im Amt bleiben kann, muss er sie von sich überzeugen. Erst wenn diese Aufgabe gelöst ist, hat er die Landtagswahl gewonnen. Dann muss er beweisen, dass er die neue Koalition führen und die Verhältnisse in NRW verbessern kann. Bevor er diesen Nachweis nicht erbracht hat, sollte er nicht einmal im Traum daran denken, das Kanzleramt anzupeilen. Wie schrecklich es sich anschaut, wenn dieses Amt seinen Inhaber überfordert, demonstriert es gerade am Beispiel von Olaf Scholz. – Ulrich Horn

Was Deutschland bewegt

Sonntag, 27. Januar 2013

Nebenbei

(uh) Die Fixierung des FDP-Politikers Brüderle auf den Busen einer Stern-Reporterin Anfang 2012 nachts in einer Hotelbar wird heftig diskutiert. Die erste Empörung gebar manche Übertreibung. Mehr als 25.000 äußerten sich bei Twitter. Das gilt als Rekord. Viel scheint mir das nicht. Selbst kleine Regionalzeitungen haben höhere Auflagen. Seit die Empörungswelle zum Stichwort Sexismus etwas abebbt, kommen distanzierte Stimmen zu Gehör. Der Stern, der weniger den Sexismus als sich selbst thematisierte, wird zunehmend kritisiert. Auch das Verhalten der Reporterin steht in Frage. Es wird angemerkt, dass es auch Sexismus gegen Männer gebe, und bedauert, dass ein drittklassiges Thema hochgespielt werde, während wichtige Probleme kaum Resonanz fänden. Mancher Betrachter sieht darin einen Beleg für den Niedergang der Diskussionskultur und des Journalismus ( siehe: Aufgelesen … Nr. 23). Es bleibt festzustellen: Das Palaver hat begonnen, sich von Brüderle wegzuentwickeln. Während alle schwätzen, schafft er es, den Mund zu halten. Und kann beobachten, wie er allmählich aus dem Fokus der Aufmerksamkeit gerät. Bei all dem wundert mich: Wie konnte die Reporterin nur verstehen, was ihr der angesäuselte Brüderle in jener Nacht zuraunte? Ich kann ihn selbst dann nicht verstehen, wenn er nüchtern redet.

2 Kommentare zu “Was Deutschland bewegt”

  1. […] Was Deutschland bewegt: Die Fixierung des FDP-Politikers Brüderle auf den Busen einer Stern-Reporterin Anfang 2012 nachts in einer Hotelbar wird heftig diskutiert … postvonhorn […]

  2. […] Debatte II: Was Deutschland bewegt…Post von Horn […]

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