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Nebenbei

  • Die Torhüter und ihre Teams

    Warum spielt Fußballtorwart Neuer nicht mehr bei Schalke? Und warum sein Kollege ter Stegen nicht mehr bei Gladbach? Beide Spieler waren zu gut für diese Vereine. Beide zählen weltweit zu den besten Torhütern. Beide wollen auf ihrem Niveau spielen. Deshalb wechselten sie zu Mannschaften, die zu den besten der Welt zählen, Neuer zu Bayern München und ter Stegen zum FC Barcelona. In Fußballkreisen wird gerade darüber gestritten, wer von beiden in der Nationalmannschaft spielen soll. Dort steht fast immer Neuer im Tor, ter Stegen sitzt – trotz ähnlicher Leistungen wie Neuer – meistens auf der Reservebank und ist unzufrieden. Er will öfter zum Zuge kommen. Über dieses Problem beharken sich sogar führende Fußballfunktionäre. Der Laie staunt und fragt sich: Warum legen Torleute von Weltklasse Wert darauf, das Tor einer zweitklassigen Nationalmannschaft zu hüten? Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 versäumten der DFB und sein Cheftrainer Löw, das Nationalteam systematisch zu erneuern. Weltklassespieler wie Neuer und ter Stegen passen nicht in das schwache Team. So, wie sie Schalke und Gladbach den Rücken kehrten, sollten sie auch auf Einsätze im Nationalteam verzichten. Es spielt viel zu tief unter ihrem Niveau. – Ulrich Horn

Was Deutschland bewegt

Sonntag, 27. Januar 2013

Nebenbei

(uh) Die Fixierung des FDP-Politikers Brüderle auf den Busen einer Stern-Reporterin Anfang 2012 nachts in einer Hotelbar wird heftig diskutiert. Die erste Empörung gebar manche Übertreibung. Mehr als 25.000 äußerten sich bei Twitter. Das gilt als Rekord. Viel scheint mir das nicht. Selbst kleine Regionalzeitungen haben höhere Auflagen. Seit die Empörungswelle zum Stichwort Sexismus etwas abebbt, kommen distanzierte Stimmen zu Gehör. Der Stern, der weniger den Sexismus als sich selbst thematisierte, wird zunehmend kritisiert. Auch das Verhalten der Reporterin steht in Frage. Es wird angemerkt, dass es auch Sexismus gegen Männer gebe, und bedauert, dass ein drittklassiges Thema hochgespielt werde, während wichtige Probleme kaum Resonanz fänden. Mancher Betrachter sieht darin einen Beleg für den Niedergang der Diskussionskultur und des Journalismus ( siehe: Aufgelesen … Nr. 23). Es bleibt festzustellen: Das Palaver hat begonnen, sich von Brüderle wegzuentwickeln. Während alle schwätzen, schafft er es, den Mund zu halten. Und kann beobachten, wie er allmählich aus dem Fokus der Aufmerksamkeit gerät. Bei all dem wundert mich: Wie konnte die Reporterin nur verstehen, was ihr der angesäuselte Brüderle in jener Nacht zuraunte? Ich kann ihn selbst dann nicht verstehen, wenn er nüchtern redet.

2 Kommentare zu “Was Deutschland bewegt”

  1. […] Was Deutschland bewegt: Die Fixierung des FDP-Politikers Brüderle auf den Busen einer Stern-Reporterin Anfang 2012 nachts in einer Hotelbar wird heftig diskutiert … postvonhorn […]

  2. […] Debatte II: Was Deutschland bewegt…Post von Horn […]

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