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Nebenbei

  • Der Minister für heiße Luft

    Kaum ein Minister der Bundesregierung hat seit Beginn der Pandemie so viel heiße Luft produziert wie Gesundheitsminister Spahn (CDU). Das jüngst Beispiel: Er plaudert in der nachrichtenarmen Zeit der Osterfeiertage über die guten Aussichten für jene, die geimpft sind. „Wer vollständig geimpft wurde, kann in Zukunft wie jemand behandelt werden, der negativ getestet wurde“, erklärte er. Spahns Geplauder lenkt von der trüben deutschen Impfbilanz ab. Die erste Impfung erhielten gerade mal etwas mehr als 12 Prozent der Bürger, die zweite bisher nur gut 5 Prozent. Spahns Heimatland NRW liegt im Länderranking auf dem vorletzten Platz. Dort sind noch nicht einmal alle 80-Jährigen geimpft. Spahns Politik und seine öffentlichen und öffentlich gewordenen Auftritte haben seine Sympathiewerte und die die seiner Partei in den Keller gebracht. Man fragt sich, warum seine Medienberater ihm solche Auftritte nicht ausreden. Wollen sie ihn ins Verderben führen oder die Union bei der Bundestagswahl in die Opposition treiben? – Ulrich Horn


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Triumph der Einfalt

Montag, 5. November 2012

Nebenbei

(uh) Schlimmer kann’s nicht kommen. Das ZDF lädt zu seinem Parade-Programm „Wetten, dass…“ zwei Hollywood-Stars ein. Und was tun sie? Sie lassen an der Veranstaltung kein gutes Haar. Liegen sie falsch? Keineswegs. Man wundert sich, dass so viele heimische Promis die Sendung bisher klaglos über sich ergehen ließen. Aus Mangel an Courage, aus Mangel an Urteilskraft oder aus Mangel an Stilgefühl? Herr Lanz als Sackhüpfer: Die Einfalt, die das ZDF verströmt, ist nicht zu fassen. Schauen die Familien des ZDF-Intendanten, des Programmdirektors und des Chefredakteurs tatsächlich „Wetten, dass…“? Glaubt das ZDF ernsthaft, die zehn Millionen Zuschauer, die vier Stunden vor dem Bildschirm ausharren, seien ein Beleg für die Qualität der Sendung? Viele sehen doch dem Herrn Lanz nur zu, weil sie zu alt, zu gebrechlich und zu arm sind, um auszugehen. Weil sie Kinder haben, die sie zu Hause festhalten. Und weil die Alternativen an diesen „Wetten, dass…“-Abenden auf den anderen Sendern noch dürftiger sind. Gebühren ist dieses ZDF-Programm jedenfalls nicht wert. Da wünschte man sich schon einen tatkräftigen Politiker, der beim ZDF mal kräftig interveniert.

3 Kommentare zu “Triumph der Einfalt”

  1. Werner Krusenbaum sagt:

    Aber Herr Horn, warum sollte denn ein Politiker dagegen vorgehen?
    Das läuft doch gut in der Tradition von Panem et Circensis.

  2. […] Triumph der Einfalt | Post von Horn Glaubt das ZDF ernsthaft, die zehn Millionen Zuschauer, die vier Stunden vor dem Bildschirm ausharren, seien ein Beleg für die Qualität der Sendung? Viele sehen doch dem Herrn Lanz nur zu, weil sie zu alt, zu gebrechlich und zu arm sind, um auszugehen. Weil sie Kinder haben, die sie zu Hause festhalten. […]

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