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Nebenbei

  • Putin und seine Opfer

    Erfahrene Übeltäter wissen: Gut geschützt sind sie, wenn sie gegen Übeltäter wettern. Diese Methode, von sich abzulenken, ist simpel, aber durchaus effektiv. Russlands Präsident Putin demonstriert gerade, wie man sie praktiziert.– Seine Regierung hat nicht, wie es ihre Pflicht wäre, Doping unterbunden, sondern gefördert und betrieben. Der Betrug flog auf. Putin und die russischen Athleten standen am Pranger. Lange mussten sie dort nicht ausharren. Das IOC und ihr Präsident Bach taten ihr Bestes, um unangenehme Konsequenzen von ihnen abzuwenden. Während Putin dabei war, sein Gesicht zu verlieren, versuchte Bach, es zu verschleiern. Bei dieser Aktion verlor auch er sein Gesicht. Er nahm es in Kauf. Er braucht für seine Wiederwahl Putins Hilfe. – Was den Funktionären der vermeintlich gesunden Olympiasportler offensichtlich fehlt, zeigten die Funktionäre der behinderten Sportler: Rückgrat. Sie bestraften den Betrug der russischen Regierung und sperrten Russlands Paralypics-Team. Sie stellten Putin und Bach bloß. – Jene russischen Sportler, die auf Druck ihrer Regierung dopten, und jene, die zu Unrecht von den Spielen in Rio ausgeschlossen wurden, müssten über den Betrug ihrer Regierung wütend sein. Die Regierung hat sie mit dem Doping um den Lohn ihrer Anstrengung gebracht. Auch die vielen russischen Sportsfans müssten sich über Putin und sein Regierungsteam empören. – Damit Proteste gar nicht erst hörbar werden, regen sich Putin und seine Regierung auf, die Sanktionen seien zynisch. Sie deuten die Bestrafung ihres niederträchtigen Betrugs als niederträchtigen Angriff auf Russland um. Der Täter macht sich zum Opfer und will die Betrogenen zu Tätern machen. Putin disqualifiziert sich ein weiteres Mal. – Ulrich Horn

Archive | August, 2016

Aufgelesen … Nr. 38 – 2012

Mittwoch, 31. Oktober 2012

0 Kommentare

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh) [weiter]

Am Ende nur noch Verlierer

Mittwoch, 31. Oktober 2012

3 Kommentare

(uh) Wenn es darum geht, Stellen zu besetzen, sind Regeln zu beachten. Von dem, der die Stelle vergibt, und von dem, der sie haben will. Je höher der Posten, desto dezenter läuft üblicherweise das Verfahren: Geber und Nehmer halten sich wohlweislich zurück. Nicht bei der RAG-Stiftung. Dort wird seit Monaten öffentlich um den Chef-Posten gekämpft. [weiter]

Wer bezahlt eigentlich?

Dienstag, 30. Oktober 2012

5 Kommentare

(uh) Wer hört dem SPD-Bundestagsabgeordneten Steinbrück zu, wenn er in einem Unternehmen gegen Honorar redet? Sind es die Manager, die ihnen unterstellten Angestellten oder eine Auswahl geladener Geschäftspartner? Welchem Zweck dienen diese Vorträge? Sind sie als Unterhaltungsprogramm zur Festigung des Betriebsklimas gedacht, als Fortbildung für die Beschäftigten, als Werbeaktion für das Unternehmen? [weiter]

Aufgelesen … Nr. 37 – 2012

Dienstag, 30. Oktober 2012

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An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh) [weiter]

Wie ein Frühstücksdirektor

Dienstag, 30. Oktober 2012

1 Kommentar

(uh) Manche Fragen bleiben unbeantwortet, weil sie niemand stellt. Eine bezieht sich die erstaunlichste Medien-Personalie des Jahres. Gemeint ist der überraschende Stellungswechsel, den der Chefredakteur der Bild-Zeitung, Kai Diekmann,  nach Palo Alto vollzog. Der Vorgang sorgte für Schlagzeilen. Dennoch blieb er ein Rätsel. [weiter]

Nur nicht nach Tonga

Montag, 29. Oktober 2012

1 Kommentar

(uh) NRW-Ministerpräsidentin Kraft reiste neulich nach München. Dort feierte Christian Ude Geburtstag. Der SPD-Spitzenkandidat für die bayrische Landtagswahl wurde 65. Da denkt man unweigerlich an den SPD-Kanzlerkandidaten Steinbrück, der ebenfalls 65 ist. Wenn beide ihre Wahl gewinnen, sind sie am Ende ihrer Amtszeit 70. Man könnte meinen, die SPD wolle mit ihnen demonstrieren, dass die Rente mit 67 noch längst nicht der Weisheit letzter Schluss sein muss. [weiter]

Aufgelesen … Nr. 36 – 2012

Montag, 29. Oktober 2012

0 Kommentare

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh) [weiter]

Palaver mit dem Zeug zur Posse

Montag, 29. Oktober 2012

1 Kommentar

(uh) Betrachtet man die Affäre um das ZDF und die CSU mit jener Distanz, die in der politischen Diskussion plötzlich en vogue ist, kommt man nicht umhin, zwei Sachverhalte festzustellen. So riesig, wie der Skandal derzeit aufgeblasen wird, ist er nicht. Und: Manches, was nun aufs Tapet kommt, erinnert an die Binsenweisheit: Die größten Feinde der Elche waren früher selber welche. [weiter]

Aufgelesen … Nr. 35 – 2012

Samstag, 27. Oktober 2012

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Rettet Guttenberg die CSU?

Samstag, 27. Oktober 2012

3 Kommentare

(uh) Die CSU kommt nicht zur Ruhe. Kaum ist ihr Sprecher Strepp zurückgetreten, gerät ihr Generalsekretär Dobrinth unter Druck. Ihm werfen Parteifreunde vor, er habe die ZDF-Krise schlecht gemanagt. Ein Jahr vor der Landtagswahl fürchten viele, er könnte zur Belastung werden und den Wahlkampf in den Sand setzen. Schon wird über seinen Abgang gemunkelt. Das wäre ein Befreiungsschlag, der Karl-Theodor zu Guttenbergs Comeback ermöglichen könnte. [weiter]