Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Letzte Kommentare

Nebenbei

  • Auf Merz ist Verlass

    Eines muss man Friedrich Merz lassen: Auf ihn ist Verlass. Sobald es darauf ankommt, übermannen ihn Aussetzer. 2002 verlor er den Fraktionsvorsitz. Er kam nicht auf die Idee, sich die Hilfe von CSU-Chef Stoiber zu sichern. Wohl aber Merkel. Sie gab Stoiber für den Fraktionsvorsitz die Kanzlerkandidatur. Merz schaute in die Röhre. Als er 2018 gegen Kramp-Karrenbauer um den CDU-Vorsitz kandidierte, vergaß er, Teile der Jungen Union an sich binden. Seine Kandidatenrede fanden selbst seine Fans miserabel. Die Konkurrentin gewann. Wieder schaute er in die Röhre. Derzeit kämpft er erneut um den CDU-Vorsitz, diesmal gegen Laschet und Röttgen. Was passiert? Er patzt. Er rückt Schwule in die Nähe von Pädophilen. Prompt steht er mitten im Shitstorm und als Mann von vorgestern da. Er hat gute Aussichten, bei der Wahl wieder in die Röhre zu schauen. Selbst seine Fans sollten inzwischen wissen: Merz tut nichts, wenn er handeln müsste. Er versagt, wenn er die richtigen Worte sprechen müsste. Er plappert drauf los, wenn er den Mund halten sollte. Man fragt sich: Wie kommen Leute in der CDU nur auf die Idee, ein Mann wie er, der noch nie ein Regierungsamt innehatte und im entscheidenden Moment zu versagen pflegt, könnte die Union hinter sich vereinen, Deutschland führen, Europa zusammenhalten, beide durch Krisen führen und sie zwischen China, Russland und den USA über Wasser halten? – Ulrich Horn

Krafts Schweigsamkeit

Sonntag, 23. September 2012

Nebenbei

(uh) Als SPD-Vize fällt Hannelore Kraft durch Schweigsamkeit auf. Dabei sollte sie unter den fünf Vice-Chefs das größte Gewicht haben. Sie führt den größten SPD-Verband. Sie gewann die NRW-Wahl. Sie ist die beliebteste SPD-Frau. Und bei ihrer Wahl zur Vice-Chefin erhielt sie fast 100 Prozent. Diese Bilanz verpflichtet. Die Partei kann erwarten, dass Kraft bundesweit in Erscheinung tritt, auch in der Diskussion um die vorzeitige Nominierung des Kanzlerkandidaten. Sie könnte der Troika den Rücken stärken, die SPD beruhigen und auf dem verabredeten Datum Anfang 2013 bestehen. Das tut sie jedoch nicht. Es würde jene Teile der Partei aufbringen, die für eine rasche Kandidatenkür plädieren. Ob und wie Kraft an ihr beteiligt ist, erschließt sich nicht. Dass sie Steinbrück nicht sonderlich mag, ist bekannt. Vor einiger Zeit wurde berichtet, sie habe sich für eine vorzeitige Nominierung Steinmeiers ausgesprochen. Das hat sie dementiert. Seither schweigt sie.  – Ein Führungsamt zu erringen, kann stärken. Es inne zu haben, ohne zu führen, macht schwach.

5 Kommentare zu “Krafts Schweigsamkeit”

  1. Werner Jurga sagt:

    Man kann auch im stillen Gutes tun.

  2. Ich muss ja ehrlich sagen, dass mir Politiker, die nicht groß rumtönen, lieber sind als diejenigen, die sich in leeren Versprechungen nahezu ergießen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ja, ich möchte über neue Blog-Beiträge per E-Mail informiert werden.