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Nebenbei

  • Kölle Alaaf

    Kölns SPD-Spitzenpolitiker Jochen Ott (Parteichef) und Martin Börschel (Fraktionschef) haben ein Erbarmen. Rechtzeitig und passend zum Höhepunkt des Karnevals gaben sie bekannt, dass sie sich darauf verständigt haben, als SPD-Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister Jochen Ott ins Rennen zu schicken. Über Monate ließen sie Mitglieder und Wähler im Ungewissen, wer von Ihnen diese Aufgabe übernehmen würde. Mit ihrem Zaudern erweckten sie den für Politiker unangenehmen Eindruck, entscheidungsschwach und verantwortungsscheu zu sein. So fand der bisherige grüne Koalitionspartner genügend Muße, die parteilose Sozialdezernentin Reker als OB-Kandidatin aufzubauen. CDU, FDP und Freie Wählern – allesamt Verlierer der Kommunalwahl 2014 – hatten reichlich Zeit, sich ebenfalls hinter Reker zu versammeln. Nun wollen Ott und Börschel aller Welt weismachen, sie seien gar nicht unentschlossen gewesen. Sie hätten die Entscheidung für Otts Kandidatur schon vor langer Zeit getroffen. Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich. Ott und Börschel schwiegen monatelang eisern, damit sich ihre schwachen politischen Gegner in aller Ruhe so stark wie möglich aufstellen konnten? Die beiden SPD-Wahlkämpfer waren also als Entwicklungshelfer ihrer Konkurrenzparteien unterwegs? Eine tolle Wahlkampfstrategie, passend zu den tollen Tagen. Da kann man nur sagen: ein dreifach donnerndes “Kölle Alaaf“. – Ulrich Horn

Über


Von 1989 bis 2003 habe ich als Landeskorrespondent der WAZ in Düsseldorf gearbeitet.

Begonnen habe ich in den 70er Jahren als freier Mitarbeiter in verschiedenen Lokalredaktionen des Ruhrgebiets.

Bis 2008 war ich als politischer Reporter in der Essener WAZ-Zentralredaktion tätig. Dort hatte ich schon in den 80er Jahren als Redakteur für Innenpolitik gearbeitet.

2009 bin ich aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden.