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Nebenbei

  • Tsipras: Ein Revolutionär?

    In wenigen Stunden liegt das Ergebnis der griechischen Volksbefragung vor. Wird Europa dann wissen, in welche Richtung das Land marschieren will? Während alle Welt rätselt, was Tsipras plant, glaubt Wolfgang Michal, Griechenland suche einen Neuanfang. Er sieht ihn in einem Schuldenschnitt – eurozonenweit. Brächte er Griechenland voran? Würde er das Land wettbewerbsfähiger machen? Ohne höhere Produktivität bleibt es am Boden. Ändern können diesen Zustand Reformen, die Griechenland zu einem funktionsfähigen Staat machen. Ein Konzept für die Aufgabe hat Tsipras nicht. Seine Steuererhöhungspläne verfolgen den Zweck, Reformen zu vermeiden. Michal hält Tsipras für einen Revolutionär. So, wie er in jüngster Zeit auftritt, leistet er dieser Ansicht Vorschub. Manchen erinnert Tsipras an Castro oder Chavez. Venezuelas Staatschef Maduro sieht in Tsipras einen Geistesverwandten und ermuntert ihn, mit den Geldgebern zu brechen. Wohin es mit den Revolutionären in Zeiten der Globalisierung kommt, zeigt sich an Kuba und Venezuela. Kuba sucht die Nähe zu den USA. Wie lange wird es wohl dauern, bis Kuba von einem US-Staat nicht mehr zu unterscheiden ist? Und Venezuela? Das Land ist heruntergekommen. Es steht vor dem Kollaps. Aus eigener Kraft kann es kaum existieren. Es wird von Krediten aus China über Wasser gehalten. Immer mehr Menschen hungern. Die Reisetipps des Auswärtigen Amtes lassen erschaudern. Solche Zustände kann sich Europa nicht wünschen. – Ulrich Horn

Archive | Nebenbei

Tsipras: Ein Revolutionär?

Sonntag, 5. Juli 2015

4 Kommentare

In wenigen Stunden liegt das Ergebnis der griechischen Volksbefragung vor. Wird Europa dann wissen, in welche Richtung das Land marschieren will? Während alle Welt rätselt, was Tsipras plant, glaubt Wolfgang Michal, Griechenland suche einen Neuanfang. Er sieht ihn in einem Schuldenschnitt – eurozonenweit. Brächte er Griechenland voran? Würde er das Land wettbewerbsfähiger machen? [weiter]

NSA: Alles kommt raus

Donnerstag, 25. Juni 2015

6 Kommentare

Die NSA kennt keine Grenzen. Erst Merkel, nun Hollande. Wen hört sie sonst noch ab? Alle EU-Regierungschefs? Nur die wichtigen? Auch die Oppositionsführer? Sogar den Papst? Was Hollande einst von Merkel hielt, ahnte man schon damals. Nun wissen wir es. Was sie von ihm hielt, leider nicht. Da vermisst man doch Informationen. [weiter]

Geisel sucht Fachkraft

Sonntag, 21. Juni 2015

0 Kommentare

Düsseldorf steht am Scheideweg. Bisher galt die Stadt als Juwel. Sie war weitgehend schuldenfrei. Die Wirtschaft brummte. Ein Bauprojekt nach dem anderen wurde gestartet. Seit die Macht in Düsseldorf von Schwarz-Gelb zu Rot-Grün-Gelb überging, verliert die Stadt an Elan. Der Glanz beginnt zu verblassen. Das Entwicklungstempo lässt nach. Es tun sich Finanzlöcher auf. Wohin der neue SPD-Oberbürgermeister Geisel steuert, ist bisher nicht zu erkennen. [weiter]

An der richtigen Adresse

Dienstag, 9. Juni 2015

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NRW will Griechenland beim Aufbau einer effizienten Finanzverwaltung helfen, kündigt Finanzminister Walter-Borjans an. Da fährt manchem Nordrhein-Westfalen der Schreck in die Glieder. Es drängen sich jene Fotos auf, die vor Jahren den Zustand der griechischen Finanzverwaltung dokumentierten. Sie zeigten Amtstuben voller Mülltüten mit unerledigten Steuerakten. So schlimm ist es heute nicht mehr. [weiter]

Prestige und Mittelmaß

Montag, 25. Mai 2015

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Die Medien verschaffen der 1. Fußball-Bundesliga der Männer ein Prestige, das nicht gerechtfertigt ist. Die Liga versinkt im Mittelmaß. Die letzten Spieltage der jüngsten Saison bezogen ihre Spannung nicht aus dem Kampf der besten Mannschaften um die Meisterschaft. Sie war seit Wochen entschieden. Zuletzt ging es nur noch um den Abstieg. Ihn mussten ein Drittel aller Mannschaften fürchten. [weiter]

Wie in der DDR

Montag, 18. Mai 2015

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Das Land NRW ist für 10.000 Brücken zuständig. Rund 6.600 sind älter als 30 Jahre. In welchem Zustand sie sich befinden, weiß das Land nicht. Politiker haben sie einst errichten lassen, offenbar im Glauben, sie hielten ewig. Vorkehrungen für Erhalt, Sanierung und Neubau trafen sie nicht. Heute fehlen dem Land und den Kommunen nicht nur die Mittel, Schäden schnell zu beheben. [weiter]

Zum Erfolg verdammt

Samstag, 2. Mai 2015

5 Kommentare

Niedersachsens SPD-Ministerpräsident Weil erklärt, der Machtkampf bei VW sei beendet. Ist nun alles in Ordnung? Keineswegs. Weil, die IG Metall und der Betriebsrat haben nicht nur VW-Miteigentümer Piëch aus dem Aufsichtsrat gedrängt. Sie haben sich auch mit VW-Vorstandschef Winterkorn verbunden, den Piëch für unfähig hält, den Konzern voranzubringen. Bei allen Verdiensten, die Winterkorn hat: Er ist für die Probleme des Konzerns verantwortlich, die über den Machtkampf deutlich wurden. [weiter]

Athener Kasperletheater

Freitag, 13. März 2015

18 Kommentare

Welch verzweifelten Aufwand betreiben Griechenlands Minister, um Deutschland zum Sündenbock des griechischen Elends zu machen. In der Opposition führten sie einen konfrontativen Wahlkampf. Nun, in der Regierung, sind sie gezwungen, die Konfrontationen fortzusetzen. Lässt ihnen die Propagandatätigkeit noch Zeit, das Land zu regieren? Gibt es in Griechenland für Minister nichts Vernünftiges zu tun? [weiter]

Steinbrücks Zunge

Montag, 9. März 2015

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Um Ex-SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück war es lange still. Hat ihn jemand vermisst? Noch gehört er dem Bundestag an. Sitzt er dort ab und an? Er hat gerade ein Buch geschrieben. Nun vermarktet er es, und schon hören wir wieder von ihm, unter anderem auch, dass er einen weiteren Job angenommen hat. [weiter]

„Wir in NRW“ – daheim

Mittwoch, 4. März 2015

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Manchmal geht es in der NRW-Politik zu wie im Horrorfilm. Der Slogan „Wir in NRW“ ist wieder da. Von Rau (Hombach) als Parole des Einvernehmens erfunden, musste er später als Name für ein polarisierendes SPD-nahes Wahlkampfblog herhalten. Es stellte vor Monaten den Betrieb ein. Nun ist ein Wiedergänger aufgetaucht. Das Aparte daran: Bei dem Untoten mit dem Namen „Wir in NRW“ handelt es sich um den neu gestalteten Internetauftritt der SPD-geführten Landesregierung. [weiter]