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Nebenbei

  • Etwas wie ein Vogelschiss

    Die neue Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) wurde am Mittwoch in einer Sondersitzung des Bundestages vereidigt. Zu diesem Zweck wurden die Abgeordneten aus dem Urlaub gerufen. Etliche, darunter die Fraktionschefs Lindner (FDP) und Weidel (AfD), beanstanden die Kosten der Aktion. Es soll sich um 100.000 Euro handeln. Keine Peanuts, aber doch so etwas wie ein Vogelschiss, diesmal ein echter. Wie teuer war eigentlich die Sondersitzung des Verkehrsausschusses, die ebenfalls am Mittwoch stattfand? Und wie teuer waren die Sitzungen der Ausschüsse für Auswärtiges und für Bildung, die am Dienstag tagten, auch er ein Ferientag? Wurde der Aufwand der Ausschüsse gegen den der Bundestagssondersitzung gegengerechnet? – Im Ernst: Wollen Lindner und Weidel sparen, sollten sie den Bundestag verkleinern. 709 Abgeordnete sind zu viele. Die Hinterbank des Parlaments wird von Wahl zu Wahl länger. Die Qualität im Parlament wächst nicht mit, siehe die Kritik an der Sondersitzung. Würde das Plenum nur um zehn Prozent schrumpfen, könnten nicht 100.000 Euro, sondern mehrere Millionen gespart werden, und das Jahr für Jahr. Lindner und Weidel sollten sich auch daranmachen, die Geldverbrennungsanlage Berliner Flughafen zu stoppen. Dort geht seit Langem Tag für Tag eine Million durch den Kamin. Ein Ende ist nicht in Sicht. Dort wird unter den Augen von Lindner, Weidel und 707 weiteren Bundestagsabgeordneten allein an einem Tag Geld im Wert von zehn Sondersitzungen verschwendet. Es sieht nicht so aus, als seien die Abgeordneten dabei, diesen Missstand zu beheben. – Ulrich Horn

WDR: Der Kunstsender

Dienstag, 18. November 2014

Nebenbei

Kürzlich wurde bekannt, dass der WDR Umfragen manipulierte. Nun kommt heraus, dass der Sender, der sich zum großen Teil über Gebühren finanziert, die Gebührenzahler auch auf andere Weise hinters Licht führte. Der Sender entfremdete die Gebühren an ihrem Zweck vorbei: Er kaufte Kunstwerke. Wie nennt man das? Ein dreistes Stück? Es fragt sich: Hat der WDR mit den Gebühren seiner Kunden noch andere Wertgegenstände erworben? Besitzt er Wohnblocks und Diamanten? Hortet er gar Gold? Hält er lukrative Aktienpakete? Hat er für seinen Fundus historische Gewänder und kostbaren Schmuck erworben? Man wüsste gerne, welche Politiker welcher Parteien in den Aufsichtsgremien des WDR dem Sender gestatteten, Kunstwerke zu erwerben. Nachdem das Land NRW dem landeseigenen Kasinobetreiber Westspiel erlaubte, Kunst zu verkaufen und sich auch diese Weise zu sanieren, steht nun auch beim klammen WDR der Verkauf von Kunstwerken in Rede. Allmählich drängt sich die Frage auf, ob auch die Düsseldorfer Staatskanzlei und die NRW-Ministerien Kunstwerke horten. Und falls ja, um welche Kunstwerke es sich handelt, wer sie warum ankaufte und wann sie verkauft werden sollen. – Ulrich Horn

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5 Kommentare zu “WDR: Der Kunstsender”

  1. David Schraven sagt:

    Ich kann mir vorstellen, dass es um das Programm „Kunst am Bau“ geht, das ja ganz gut ist, um zeitgenössische Kunst zu fördern.

    Da wird das Land einiges an Kunst haben.

    http://www.mfkjks.nrw.de/kultur/sparten/kunst-und-bau.html

  2. […] Kunstwerken aus Senderbestand….Hamburger Abendblatt NRW: WDR – Der Kunstsender…Post von Horn Debatte: Der Islamische Staat im Zenit seiner Macht…Welt Debatte: Das Imperium der […]

  3. christoph sagt:

    Tatsächlich wurde im Hamburger Abendblatt von 600 Kunstwerken aus dem Bestand des WDR geschrieben, die verkauft werden sollen. Kunst am Bau, kann man so etwas verkaufen? Was sollte außerdem ein Sender mit Kunst am Bau zu tun haben?
    Wenn die Information von Ulrich Horn wirklich zutrifft, dann müßten alle FS-Teilnehmer richtig Krach schlagen. Die Herrschaften in den öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten bekommen wohl doch zuviel Geld von den Gebührenzahlern, dass sie
    es in Form von Kunstwerken bunkern müssen. Vor Jahren gab es schon einmal eine solche Sauerei beim MDR, die hatten mit den
    angeblich zeitweise nicht benötigten Rundfunkgebühren spekuliert und die Kohle verzockt. Langsam glaube ich, dass uns eine Frau Le Pen gut täte, um manchen Bürokraten u. dgl. Feuer unter den Hintern zu machen. Einen ruhigen Feiertag noch, chr.

  4. […] WDR: Der Kunstsender (Post von Horn) – […]

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