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Nebenbei

  • Nackenschlag zu Neujahr

    Seit Anfang Dezember sind die beiden SPD-Chefs im Amt. Seither suchen sie nach Autorität. Sie wehren sich, Handlanger von Jusos-Chef Kühnert zu sein, und geben viele Erklärungen ab. Esken wirkt noch etwas gehemmt. Walter-Borjans, seit jeher sein eigener Pressesprecher, hantiert routinierter. Kaum ein Thema, zu dem er schweigt. Sein Spektrum reicht vom Kassenbon über die Geschäfte, mit denen sich die WestLB unter seiner Aufsicht in Verruf brachte, bis hin zur neuen Ostseepipeline, die sein Vor-, Vor-, Vor-, Vor-, Vor-, Vor-, Vor-, Vor-, Vor-, Vorgänger Schröder beaufsichtigt. Auch die Rolle der SPD weiß Walter-Borjans zu definieren. „Sozialdemokratie notwendiger denn je“, heißt es bei ihm auf Twitter. Er und Esken kamen an ihre Posten mit der Verheißung, die Großen Koalition zu verlassen. Inzwischen dämmert ihnen wohl, dass die Behauptung, die SPD sei unverzichtbar, und der Koalitionsbruch sich widersprechen. Über ihn reden sie kaum noch. Ihr Generalsekretär Klingbeil dagegen sieht Klärungsbedarf. Er sagt den Koalitionsbruch endgültig ab. Für die SPD-Chefs, die nach Autorität streben, ein herber Nackenschlag. Alle ihre Forderungen verlieren nun ihr Sprengpotenzial. Etliche Wähler dürften die beiden SPD-Chefs nun für Maulhelden, wenn nicht gar für Rosstäuscher halten. Deutlich wird auch: Mit ihrer Autorität ist es nicht weit her. Machtfragen beantworten nicht sie, sondern ihr Generalsekretär. Kaum einen Monat sind sie im Amt, und schon stellt sich die Frage: Wie lange wird es dauern, bis Klingbeil (oder Kühnert) an ihre Stelle rückt? – Ulrich Horn

WDR: Der Kunstsender

Dienstag, 18. November 2014

Nebenbei

Kürzlich wurde bekannt, dass der WDR Umfragen manipulierte. Nun kommt heraus, dass der Sender, der sich zum großen Teil über Gebühren finanziert, die Gebührenzahler auch auf andere Weise hinters Licht führte. Der Sender entfremdete die Gebühren an ihrem Zweck vorbei: Er kaufte Kunstwerke. Wie nennt man das? Ein dreistes Stück? Es fragt sich: Hat der WDR mit den Gebühren seiner Kunden noch andere Wertgegenstände erworben? Besitzt er Wohnblocks und Diamanten? Hortet er gar Gold? Hält er lukrative Aktienpakete? Hat er für seinen Fundus historische Gewänder und kostbaren Schmuck erworben? Man wüsste gerne, welche Politiker welcher Parteien in den Aufsichtsgremien des WDR dem Sender gestatteten, Kunstwerke zu erwerben. Nachdem das Land NRW dem landeseigenen Kasinobetreiber Westspiel erlaubte, Kunst zu verkaufen und sich auch diese Weise zu sanieren, steht nun auch beim klammen WDR der Verkauf von Kunstwerken in Rede. Allmählich drängt sich die Frage auf, ob auch die Düsseldorfer Staatskanzlei und die NRW-Ministerien Kunstwerke horten. Und falls ja, um welche Kunstwerke es sich handelt, wer sie warum ankaufte und wann sie verkauft werden sollen. – Ulrich Horn

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5 Kommentare zu “WDR: Der Kunstsender”

  1. David Schraven sagt:

    Ich kann mir vorstellen, dass es um das Programm „Kunst am Bau“ geht, das ja ganz gut ist, um zeitgenössische Kunst zu fördern.

    Da wird das Land einiges an Kunst haben.

    http://www.mfkjks.nrw.de/kultur/sparten/kunst-und-bau.html

  2. […] Kunstwerken aus Senderbestand….Hamburger Abendblatt NRW: WDR – Der Kunstsender…Post von Horn Debatte: Der Islamische Staat im Zenit seiner Macht…Welt Debatte: Das Imperium der […]

  3. christoph sagt:

    Tatsächlich wurde im Hamburger Abendblatt von 600 Kunstwerken aus dem Bestand des WDR geschrieben, die verkauft werden sollen. Kunst am Bau, kann man so etwas verkaufen? Was sollte außerdem ein Sender mit Kunst am Bau zu tun haben?
    Wenn die Information von Ulrich Horn wirklich zutrifft, dann müßten alle FS-Teilnehmer richtig Krach schlagen. Die Herrschaften in den öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten bekommen wohl doch zuviel Geld von den Gebührenzahlern, dass sie
    es in Form von Kunstwerken bunkern müssen. Vor Jahren gab es schon einmal eine solche Sauerei beim MDR, die hatten mit den
    angeblich zeitweise nicht benötigten Rundfunkgebühren spekuliert und die Kohle verzockt. Langsam glaube ich, dass uns eine Frau Le Pen gut täte, um manchen Bürokraten u. dgl. Feuer unter den Hintern zu machen. Einen ruhigen Feiertag noch, chr.

  4. […] WDR: Der Kunstsender (Post von Horn) – […]

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