Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Nebenbei

  • Es geht noch schlechter

    Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen. Er hofft, vereint könnten sie eine stärkere Rolle spielen. Die Verhandlungen haben gerade begonnen. Sie werden beide Banken zunächst weiter schwächen. Um größeres Gewicht zu gewinnen, müssen sie Kosten senken. Sie gilt, Stellen zu streichen und Zweigstellen zu schließen. Beide Geldhäuser beschäftigen insgesamt gut 130.000 Menschen. Soll der Zusammenschluss den gewünschten Gewinn bringen, könnten 20.000 bis 50.000 Stellen wegfallen. Was werden die Mitarbeiter bei diesen Aussichten tun? Sie werden sich fragen, ob sie es sind, die demnächst auf der Strecke bleiben. Viele werden alles daransetzen, einen anderen Arbeitgeber zu finden. Sie werden sich umhören, Bewerbungen schreiben, sich auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Sie werden ihre finanziellen Verhältnisse straffen, um drohende Durststrecken zu überstehen. Sie werden sich zum Abwehrkampf gegen den Zusammenschluss formieren und an Protestaktionen teilnehmen. Bis die Vereinigung in trockenen Tüchern ist, falls es zu ihr kommt, wird einige Zeit ins Land gehen. Derweil werden sich die Beschäftigten mehr mit sich selbst als mit den Geschäften ihrer Bank befassen. Ist es abwegig abzunehmen, dass sich die schlechte Ertragslage der beiden Banken in nächster Zeit noch verschlechtern wird? – Ulrich Horn

Das hat Kraft nun davon

Montag, 6. Mai 2013

Nebenbei

(uh) Die Finanzpolitik hat es in sich. Beim Amtsantritt wollte Hannelore Kraft kräftig Schulden machen. Das Verfassungsgericht bremste sie. Die Opposition schlug sich auf die Schenkel. Das beflügelte Kraft, noch stärker in der Finanzpolitik mitzumischen. Sie ließ Steuer-CD’s kaufen und die schwarz-gelbe Bundesregierung mit dem Schweizer Steuerabkommen auflaufen. Kraft wurde gepriesen, auch von der Steuergewerkschaft. Schon damals fragte man sich, ob das wohl gut gehe. Es ist schließlich Wahlkampf. Und so wundert es nicht, dass die Rheinische Post nun bekannt macht, die WestLB und ihr Nachfolgerin Portigon seien in Steueroasen aktiv. NRW-Institute in der Karibik? Was braucht es mehr, um die Düsseldorfer Opposition auf Touren zu bringen? Noch härter zur Sache geht die Steuergewerkschaft. Ihr Chef Eigenthaler fordert von der Steuerfahndung und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung eine Sonderprüfung. Es gebe hinreichenden Verdacht, „dass die WestLB Angebote für Steuergestaltungs-Akrobatik unterhalten hat“. Der Tatbestand der Beihilfe zur Steuerhinterziehung könnte erfüllt sein. Die Erfahrung lehre: „Wer sich solcher Konstruktionen bedient, hat etwas zu verbergen.“ Warum schießt er so massiv gegen Kraft? Sie hat die jüngste Tariferhöhung im öffentlichen Dienst an viele Beamte nicht weitergereicht und die Oberfinanzdirektion Münster abgeschafft. Das hat Kraft nun davon.

Schlagwörter: , , , ,

7 Kommentare zu “Das hat Kraft nun davon”

  1. […] NRW II: Das hat Kraft nun davon…Post von Horn […]

  2. […] Das hat Hannelore Kraft nun davon (Post von Horn) – […]

  3. Johannes Fischer sagt:

    Steuersünderjäger Borjahns goes Offshore… kein Witz!

    Mittlerweile müsste auch Hannelore Kraft klar werden, dass die Ernennung Norbert Walter-Borjans zum Finanzministers ein tiefer Griff ins Klo gewesen ist.

    Abgesehen von der Tatsache, dass es dieser Mann in seiner Amtszeit als Finanzminister noch nie hin bekommen hat, einen Haushalt zu verabschieden, der gerichtlich nicht gekippt wurde, demonstriert er gerade recht deutlich, dass er wohl auch keine Ahnung davon hat, was die Banken, die er beaufsichtigt, in unserem Land so treiben.

    Was soll man von einem Finanzminister halten, der sich bundesweit mit dem Ankauf von Steuersünder-CDs in Szene setzt, um dem Kampf der SPD gegen Steuerhinterzieher und Steueroasen ein Gesicht zu geben und der gleichzeitig als Aufsichtsrat von WestLB und Portigon nicht mitzubekommen scheint, wie sich diese Banken weiterhin in Steueroasen auf den niederländischen Antillen, den Bermudas oder den Kaimaninseln engagieren?

    Wie lächerlich wollen sich die NRW Sozialdemokraten noch machen, wenn sie in Sachen Steuerhinterziehung hierzulande Wasser predigen und es den von ihnen beaufsichtigten Banken in Steuerparadiesen weiterhin erlauben, Wein zu saufen?

    Wann begreift unsere Landesmutti endlich, dass es an der Spitze des Finanzministeriums eines kompetenten Fachmannes bedarf, will sie das Thema Schulden in NRW irgendwann einmal in den Griff bekommen?

    Enttäuschend übrigens, dass sich der WDR diesem Thema noch nicht angenommen hat und seinem Ruf als Haus- und Hofsender der NRW Regierung wieder einmal alle Ehre macht. In der Berichterstattung um Uli Hoeneß und um die Schweizer Steuer-CDs ist der aus öffentlichen Geldern finanzierte Rotfunk in Köln bei weitem nicht so zurückhaltend.

    • Janz sagt:

      Ich wette, du bist Bayer, zudem FDP- oder CSU-Wähler und Steuerhinterzieher!

      • Ulrich Horn sagt:

        Was hast Du gegen Bayern? 😉

      • Johannes Fischer sagt:

        @Janz
        die Wette hast Du verloren.

        Mein einer Opa war Bergmann im Vest, mein anderer Bauer im tiefsten Münsterland. Das ist nix halbes und nix ganzes, das ist einfach nur Westfale.

        Mein Wahlverhalten würde ich als launisch wechselhaft bezeichnen. Da ich keiner Partei angehöre, bin ich in der komfortablen Situation, sowohl bei der derzeitigen rot-grünen Landespolitik als auch bei der schwarz-gelben Oppositionsarbeit Sodbrennen bekommen zu dürfen.

        Und jetzt her mit der Kiste Bier 😎

  4. […] Das hat Kraft nun davon NRW-Institute in der Karibik? Was braucht es mehr, um die Düsseldorfer Opposition auf Touren zu bringen? Noch härter zur Sache geht die Steuergewerkschaft. Ihr Chef Eigenthaler fordert von der Steuerfahndung und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung eine Sonderprüfung. Es gebe hinreichenden Verdacht, „dass die WestLB Angebote für Steuergestaltungs-Akrobatik unterhalten hat“. Der Tatbestand der Beihilfe zur Steuerhinterziehung könnte erfüllt sein. Die Erfahrung lehre: „Wer sich solcher Konstruktionen bedient, hat etwas zu verbergen.“ Warum schießt er so massiv gegen Kraft? Sie hat die jüngste Tariferhöhung im öffentlichen Dienst an viele Beamte nicht weitergereicht und die Oberfinanzdirektion Münster abgeschafft. Das hat Kraft nun davon. Quelle: Post von Horn […]

Schreiben Sie einen Kommentar

Ja, ich möchte über neue Blog-Beiträge per E-Mail informiert werden.