Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Nebenbei

  • Trumps Theater

    Über die Geduld der US-Medien kann man nur staunen. Immer wieder schicken sie Journalisten zu Pressekonferenzen, bei denen Präsident Trump und seine Mitarbeiter lügen, was das Zeug hält, die Journalisten beschimpfen und deren Arbeitgeber verleumden. Es drängt sich schon die Frage auf: Müssen die Beschimpften die Lügen und Tiraden über sich ergehen lassen und sie dann auch noch verbreiten? Diese Frage provoziert die nächste: Wäre es nicht an der Zeit, den Transport der alternativen Fakten ihren Urhebern zu überlassen? Trump und seine Mitarbeiter müssten dann ihre Fakenews ohne Hilfe der meisten Medien an die Bürger bringen. Es stehen dazu Twitter, regierungsnahe Medien und auch Presseerklärungen zur Verfügung. Die Berichterstattung der geschmähten Medien über die Regierungsarbeit muss unter diesem Schritt nicht leiden. Er würde es Trump aber erschweren, sich als Opfer der Medien darzustellen und mit diesem Manöver Desinformation zu betreiben, während die Medien so arbeiten könnten wie bisher. Noch schwerer hätte er es, wenn die in Washington tätigen Medien einen Verein zur Veranstaltung von Pressekonferenzen gründeten und nahe beim Weißen Haus Büros anmieteten. Dorthin könnte der Verein dann Persönlichkeiten einladen, die zu aktuellen Themen etwas mitzuteilen haben, auch zu jenen, über die Trump gar nicht oder falsch informiert. Und schließlich, um ihm Einhalt zu gebieten: Können Journalisten und Medienunternehmen, die Trump wahrheitswidrig bezichtigt zu lügen, den Präsidenten und die US-Regierung nicht wegen übler Nachrede , Verleumdung und gegebenenfalls auch wegen Geschäftsschädigung verklagen? – Selbst wenn es ginge, würde es wohl nicht dazu kommen. Schade eigentlich. – Ulrich Horn

Blog-Fundsachen ... Nr. 52 - 2013

Leser, EU, Grillo, Krise, Google, Draghi

Mittwoch, 6. März 2013

Blog-Tipps

(uh) Ein Blog erklärt uns, was Blogger im Umgang mit ihren Lesern beachten sollten. Andere Autoren befassen sich mit der Zukunft der EU, mit der Reaktion auf Grillo und mit der Euro-Krise. Ein Autor rät, nicht nur zu den Verlagen, sondern auch zu Google Distanz zu wahren. Und zum guten Schluss: Wie wird Draghi auf die Ablehnung der Austeritätspolitik reagieren?

1. Politik

a. Die Menschen da abholen, wo sie sind
Es bringt nichts, die Leute mit der vollen Ladung Wahrheit zu überschütten. Das vertragen die meisten nicht. Man muss es vorsichtig dosieren und den Leuten Zeit geben. Wie lange hat man denn selbst gebraucht, um das zu wissen, was man heute weiß? Wie hättest du reagiert, wenn dir vor 10 Jahren jemand erzählt hätte, dass es in 2013 Eurobonds und Massenproteste gegen die EU gibt?
Aus: Jenny’s Blog

b. Die Zukunft der EU: Don’t Mention the War

Die Idee eines friedlichen Europas genügt schon lange nicht mehr als Begründung weiterer politischer Einigung. Wenn Europa nicht den Europäern dient, dann muss es scheitern. Dafür müssen Deutschland und Frankreich verbal abrüsten und zu einem nüchternen Eigeninteresse finden. Dann ließe sich die Europäische Union gemeinsam mit Großbritannien auf eine neue, solide Basis stellen, die ein weiteres Zusammenwachsen der Europäer erst ermöglicht.
Aus: Oeffinger Freidenker

c. Die mediale Grillophobie

Es ist auch kein Zufall, dass Grillo im italienischen Süden, wo es von Neapel aus abwärts geht, seine größten Erfolge feiert. Dort versickern alle Subventionsströme und alle Hilfsprogramme seit 50 Jahren schon in der Wüste der Korruption, lange bevor sie das Meer des Volkes erreichen.
Aus: Stilstand

d. Die Rückkehr der Euro-Krise

Das deutsche „Wirtschaftswunder“ basiert auf einem gigantischen europäischen Schuldenberg, der vermittels der deutschen Leistungsbilanzüberschüsse vornehmlich in der Eurozone angehäuft wurde.
Aus: Telepolis

2. Medien

a. Besinnt Euch!
Und doch hat es keinen Sinn, sich nur auf Verlage und die Politik einzuschießen. Denn ihr größter Widersacher Google verhält sich nicht besser. Der Konzern geriert sich als Internetbewahrer und versucht doch nur, sich seine Geschäfte nicht kaputt machen zu lassen. Das ist angesichts der Strategie der Verlage keine verwunderliche Reaktion. Doch Journalisten müssen ihn dafür genauso scharf kritisieren wie die Verlage anstatt sich auf seine Seite zu schlagen. Gegen das Leistungsschutzrecht zu sein, bedeutet nicht, für Google zu sein.
Aus: Carta

SCHLUSSPUNKT – Der Wirtschaftstext des Tages

Deutsche Banken und Finanzierungslücke
Die Besessenheit von Europas Elite für die Austeritätspolitik zerstört Humankapital in Millionen Höhe. Die Bürger lehnen die aufgezwungene Politik, die an der Peripherie finanziell und wirtschaftlich verheerende Spuren hinterlässt, ab. Das soziale Gefüge ist gefährdet. Wie wird Draghi nun auf die neue Situation reagieren?
Aus: Acemaxx-Analytics

Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ja, ich möchte über neue Blog-Beiträge per E-Mail informiert werden.