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Nebenbei

  • Tsipras: Ein Revolutionär?

    In wenigen Stunden liegt das Ergebnis der griechischen Volksbefragung vor. Wird Europa dann wissen, in welche Richtung das Land marschieren will? Während alle Welt rätselt, was Tsipras plant, glaubt Wolfgang Michal, Griechenland suche einen Neuanfang. Er sieht ihn in einem Schuldenschnitt – eurozonenweit. Brächte er Griechenland voran? Würde er das Land wettbewerbsfähiger machen? Ohne höhere Produktivität bleibt es am Boden. Ändern können diesen Zustand Reformen, die Griechenland zu einem funktionsfähigen Staat machen. Ein Konzept für die Aufgabe hat Tsipras nicht. Seine Steuererhöhungspläne verfolgen den Zweck, Reformen zu vermeiden. Michal hält Tsipras für einen Revolutionär. So, wie er in jüngster Zeit auftritt, leistet er dieser Ansicht Vorschub. Manchen erinnert Tsipras an Castro oder Chavez. Venezuelas Staatschef Maduro sieht in Tsipras einen Geistesverwandten und ermuntert ihn, mit den Geldgebern zu brechen. Wohin es mit den Revolutionären in Zeiten der Globalisierung kommt, zeigt sich an Kuba und Venezuela. Kuba sucht die Nähe zu den USA. Wie lange wird es wohl dauern, bis Kuba von einem US-Staat nicht mehr zu unterscheiden ist? Und Venezuela? Das Land ist heruntergekommen. Es steht vor dem Kollaps. Aus eigener Kraft kann es kaum existieren. Es wird von Krediten aus China über Wasser gehalten. Immer mehr Menschen hungern. Die Reisetipps des Auswärtigen Amtes lassen erschaudern. Solche Zustände kann sich Europa nicht wünschen. – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 80 – 2012

Montag, 24. Dezember 2012

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

1. Weihnachten

Das Fest der Liebe, des Friedens und der Familie
Weihnachten ist im Christentum übrigens nur das zweithöchste Fest. Auf Platz Eins steht Ostern. Völlig klar, Tod vor Geburt, Auferstehung vor unbefleckter Empfängnis. Das ist aber auch eine Story! Ostern, meine ich. Sektengedöns und menschliche Abgründe, Verrat und Märtyrertod, verheerende Niederlage und Beginn eines historisch einmaligen Siegeszuges. Das hat etwas! Jesus Christ Superstar. Dagegen Weihnachten – eher etwas für Kinder, möchte man meinen. Irgendwie fehlt dieser Geschichte der Pep. Die Message ist klar: der Messias ist gekommen. Der Erlöser. Denkbar schlechte Rahmenbedingungen, dubiose familiäre Verhältnisse, unter denen so ein Knirps das Licht der Welt erblickt. Trotzdem: der Messias. Oder auch: der Sohn Gottes. Wenn man das glaubt. Dann ist man Christ. Doch wer kann so etwas schon glauben?!
Aus: Jurga

2. Medien

Sagen, was ist
Es war der «Spiegel»-Gründer Rudolf Augstein, der die Formel prägte: «Schreiben, was ist.» In der Schweiz wurde sie vom Politiker und Verleger Christoph Blocher übernommen; von diesem übernahm sie wiederum der «Weltwoche»-Chefredakteur Roger Köppel. So klar und griffig diese Forderung zunächst klingt, so fällt doch auf, dass ihr Sinn alles andere als simpel ist.
Aus: Deadline

3. Politik

Urlaub bei Gaunern
Und dann erzählte er und erzählte er und erzählte er – von der ehemaligen christdemokratischen Säulenheiligen und Gesundheitsministerin, die mit einem korrupten Lobbyisten verheiratet ist, der die halbe Nomenklatura zu ausgedehnten Jagdurlauben in Schottland habe einfliegen lassen, um unsittliche Deals zu erwirken. Vom ehemaligen Innenminister, bei dem man gegen entsprechendes Bargeld Gesetze „bestellen“ konnte  …
Aus: The European

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