Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Nebenbei

  • Auf Merz ist Verlass

    Eines muss man Friedrich Merz lassen: Auf ihn ist Verlass. Sobald es darauf ankommt, übermannen ihn Aussetzer. 2002 verlor er den Fraktionsvorsitz. Er kam nicht auf die Idee, sich die Hilfe von CSU-Chef Stoiber zu sichern. Wohl aber Merkel. Sie gab Stoiber für den Fraktionsvorsitz die Kanzlerkandidatur. Merz schaute in die Röhre. Als er 2018 gegen Kramp-Karrenbauer um den CDU-Vorsitz kandidierte, vergaß er, Teile der Jungen Union an sich binden. Seine Kandidatenrede fanden selbst seine Fans miserabel. Die Konkurrentin gewann. Wieder schaute er in die Röhre. Derzeit kämpft er erneut um den CDU-Vorsitz, diesmal gegen Laschet und Röttgen. Was passiert? Er patzt. Er rückt Schwule in die Nähe von Pädophilen. Prompt steht er mitten im Shitstorm und als Mann von vorgestern da. Er hat gute Aussichten, bei der Wahl wieder in die Röhre zu schauen. Selbst seine Fans sollten inzwischen wissen: Merz tut nichts, wenn er handeln müsste. Er versagt, wenn er die richtigen Worte sprechen müsste. Er plappert drauf los, wenn er den Mund halten sollte. Man fragt sich: Wie kommen Leute in der CDU nur auf die Idee, ein Mann wie er, der noch nie ein Regierungsamt innehatte und im entscheidenden Moment zu versagen pflegt, könnte die Union hinter sich vereinen, Deutschland führen, Europa zusammenhalten, beide durch Krisen führen und sie zwischen China, Russland und den USA über Wasser halten? – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 77 – 2012

Freitag, 21. Dezember 2012

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

1. Medien

Macht Facebook dick?
Schlechte Nachrichten für Facebook-Nutzer. Wer viel mit guten Freunden über das soziale Netzwerk kommuniziert, soll stärker in Gefahr stehen, dicker zu werden und mehr Schulden zu machen, wollen US-Wissenschaftler herausgefunden haben.
Aus: Telepolis

2. Politik

a. Die stille Revolution
Gemäss Schätzungen der Internationalen Energieagentur IEA sind die Schiefervorkommen derart ergiebig, dass die USA bis 2020 Saudi-Arabien als weltgrössten Ölproduzenten überholen könnten. Die Vereinigten Staaten werden dann nicht mehr auf Energieimporte aus dem Mittleren Osten oder aus Venezuela angewiesen sein, sondern im Gegenteil selbst zu einem Exporteur werden. Was das wohl aus geopolitischer Sicht für den Mittleren Osten bedeuten wird? Die amerikanische Wirtschaft jedenfalls darf sich dauerhaft auf günstigere Energiekosten einstellen. Es ist also durchaus möglich, dass wir über die kommenden Jahre eine Re-Industrialisierung der USA erleben werden.
Aus: Never mind the markets

b. 20. Januar – der Tag der Bescherung

31 mal werden wir noch wach, heißa, dann ist Niedersachsen-Tag. Der 20. Januar, an dem Niedersachsen wählt, wird innenpolitisch der spannendste Tag des Jahres, spannender wahrscheinlich als der Tag der Bundestagswahl. Denn in Niedersachsen werden die Weichen für alle Parteien gestellt, hier wird der Trend geschaffen, der das Jahr bestimmt.
Aus: Sprengsatz

c. Skandal! Oder doch nicht?

Man kann jetzt auch die These formulieren, dass diese sogenannten Kapitalmärkte ein schlechter Witz sind. Sie hängen von politischen Entscheidungen ab – und das ist wie Lotto spielen. Wer weiß schon, was die Bundeskanzlerin in ihrer Neujahrsansprache plötzlich als ökonomisch sinnvoll formuliert? Aber bekanntlich will die Bundeskanzlerin das “Vertrauen der Kapitalmärkte” als Ziel ihrer Europapolitik zurückgewinnen. Die versuchen allerdings nur noch eines: Aus den Handlungen von Frau Merkel profitable Rückschlüsse zu ziehen.
Aus: Carta

d. Exklusiver Bochumer Atriumtalk

Mittlerweile haben sich die Unstimmigkeiten zu einer handfesten Affäre entwickelt. Eingeschaltet hat sich jetzt auch die Bochumer Staatsanwaltschaft, die wegen Untreueverdacht gegen den Vermittler der Gesprächsreihe und Verantwortliche der Stadtwerke Bochum ermittelt. Zudem haben Wirtschaftsprüfer herausgefunden, einiges würde daraufhin deuten, dass das das „karitative Motiv“ der Gesprächsreihe Atriumtalk, die schon Jahre vor Steinbrücks Rede aufgenommen wurde, erst „nachträglich gefunden wurde“. Darüberhinaus entdeckten die Prüfer noch weitere Unstimmigkeiten in den vertraglichen Vereinbarungen zur Gesprächsreihe.
Aus: Telepolis

3. Wirtschaft

a. Obermann und der Manager-Kapitalismus
Er macht sich aus dem Staub. Die Bilanz des scheidenden Telekom-Chefs sieht bescheiden aus, so das Handelsblatt: Der Umbau des verlustreichen US-Geschäfts ist immer noch nicht abgeschlossen – zuletzt musste die Telekom 7,4 Milliarden Euro (!!!!) auf T-Mobile USA abschreiben. In Deutschland verliert der Konzern scharenweise Festnetzkunden – allein in den ersten neun Monaten 2012 waren es 800.000 In wichtigen Schwellenländern wie China ist die Telekom immer noch nicht aktiv.” Und so richtig eingefunden in das mobile Geschäft und die App-Economy hat sich der Magenta-Laden immer noch nicht. Auch der Breitbandausbau verläuft bislang kläglich.
Aus: Ich sag mal

b. Geldschwemme oder Spekulation (…)?

Spätestens seit Herbst 2008 schwelt ein Disput zwischen einigen fortschrittlichen Ökonomen. Sind die wegen der miesen Einkommensverteilung quasi explodierten und Anlage suchenden Geldvermögen die Hauptursache der Finanzkrise? Oder sind Spekulation und kriminelle Energie die eigentlichen Ursachen?
Aus: NachDenkSeiten

Schreiben Sie einen Kommentar

Ja, ich möchte über neue Blog-Beiträge per E-Mail informiert werden.