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Nebenbei

  • Trumps Theater

    Über die Geduld der US-Medien kann man nur staunen. Immer wieder schicken sie Journalisten zu Pressekonferenzen, bei denen Präsident Trump und seine Mitarbeiter lügen, was das Zeug hält, die Journalisten beschimpfen und deren Arbeitgeber verleumden. Es drängt sich schon die Frage auf: Müssen die Beschimpften die Lügen und Tiraden über sich ergehen lassen und sie dann auch noch verbreiten? Diese Frage provoziert die nächste: Wäre es nicht an der Zeit, den Transport der alternativen Fakten ihren Urhebern zu überlassen? Trump und seine Mitarbeiter müssten dann ihre Fakenews ohne Hilfe der meisten Medien an die Bürger bringen. Es stehen dazu Twitter, regierungsnahe Medien und auch Presseerklärungen zur Verfügung. Die Berichterstattung der geschmähten Medien über die Regierungsarbeit muss unter diesem Schritt nicht leiden. Er würde es Trump aber erschweren, sich als Opfer der Medien darzustellen und mit diesem Manöver Desinformation zu betreiben, während die Medien so arbeiten könnten wie bisher. Noch schwerer hätte er es, wenn die in Washington tätigen Medien einen Verein zur Veranstaltung von Pressekonferenzen gründeten und nahe beim Weißen Haus Büros anmieteten. Dorthin könnte der Verein dann Persönlichkeiten einladen, die zu aktuellen Themen etwas mitzuteilen haben, auch zu jenen, über die Trump gar nicht oder falsch informiert. Und schließlich, um ihm Einhalt zu gebieten: Können Journalisten und Medienunternehmen, die Trump wahrheitswidrig bezichtigt zu lügen, den Präsidenten und die US-Regierung nicht wegen übler Nachrede , Verleumdung und gegebenenfalls auch wegen Geschäftsschädigung verklagen? – Selbst wenn es ginge, würde es wohl nicht dazu kommen. Schade eigentlich. – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 77 – 2012

Freitag, 21. Dezember 2012

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

1. Medien

Macht Facebook dick?
Schlechte Nachrichten für Facebook-Nutzer. Wer viel mit guten Freunden über das soziale Netzwerk kommuniziert, soll stärker in Gefahr stehen, dicker zu werden und mehr Schulden zu machen, wollen US-Wissenschaftler herausgefunden haben.
Aus: Telepolis

2. Politik

a. Die stille Revolution
Gemäss Schätzungen der Internationalen Energieagentur IEA sind die Schiefervorkommen derart ergiebig, dass die USA bis 2020 Saudi-Arabien als weltgrössten Ölproduzenten überholen könnten. Die Vereinigten Staaten werden dann nicht mehr auf Energieimporte aus dem Mittleren Osten oder aus Venezuela angewiesen sein, sondern im Gegenteil selbst zu einem Exporteur werden. Was das wohl aus geopolitischer Sicht für den Mittleren Osten bedeuten wird? Die amerikanische Wirtschaft jedenfalls darf sich dauerhaft auf günstigere Energiekosten einstellen. Es ist also durchaus möglich, dass wir über die kommenden Jahre eine Re-Industrialisierung der USA erleben werden.
Aus: Never mind the markets

b. 20. Januar – der Tag der Bescherung

31 mal werden wir noch wach, heißa, dann ist Niedersachsen-Tag. Der 20. Januar, an dem Niedersachsen wählt, wird innenpolitisch der spannendste Tag des Jahres, spannender wahrscheinlich als der Tag der Bundestagswahl. Denn in Niedersachsen werden die Weichen für alle Parteien gestellt, hier wird der Trend geschaffen, der das Jahr bestimmt.
Aus: Sprengsatz

c. Skandal! Oder doch nicht?

Man kann jetzt auch die These formulieren, dass diese sogenannten Kapitalmärkte ein schlechter Witz sind. Sie hängen von politischen Entscheidungen ab – und das ist wie Lotto spielen. Wer weiß schon, was die Bundeskanzlerin in ihrer Neujahrsansprache plötzlich als ökonomisch sinnvoll formuliert? Aber bekanntlich will die Bundeskanzlerin das “Vertrauen der Kapitalmärkte” als Ziel ihrer Europapolitik zurückgewinnen. Die versuchen allerdings nur noch eines: Aus den Handlungen von Frau Merkel profitable Rückschlüsse zu ziehen.
Aus: Carta

d. Exklusiver Bochumer Atriumtalk

Mittlerweile haben sich die Unstimmigkeiten zu einer handfesten Affäre entwickelt. Eingeschaltet hat sich jetzt auch die Bochumer Staatsanwaltschaft, die wegen Untreueverdacht gegen den Vermittler der Gesprächsreihe und Verantwortliche der Stadtwerke Bochum ermittelt. Zudem haben Wirtschaftsprüfer herausgefunden, einiges würde daraufhin deuten, dass das das „karitative Motiv“ der Gesprächsreihe Atriumtalk, die schon Jahre vor Steinbrücks Rede aufgenommen wurde, erst „nachträglich gefunden wurde“. Darüberhinaus entdeckten die Prüfer noch weitere Unstimmigkeiten in den vertraglichen Vereinbarungen zur Gesprächsreihe.
Aus: Telepolis

3. Wirtschaft

a. Obermann und der Manager-Kapitalismus
Er macht sich aus dem Staub. Die Bilanz des scheidenden Telekom-Chefs sieht bescheiden aus, so das Handelsblatt: Der Umbau des verlustreichen US-Geschäfts ist immer noch nicht abgeschlossen – zuletzt musste die Telekom 7,4 Milliarden Euro (!!!!) auf T-Mobile USA abschreiben. In Deutschland verliert der Konzern scharenweise Festnetzkunden – allein in den ersten neun Monaten 2012 waren es 800.000 In wichtigen Schwellenländern wie China ist die Telekom immer noch nicht aktiv.” Und so richtig eingefunden in das mobile Geschäft und die App-Economy hat sich der Magenta-Laden immer noch nicht. Auch der Breitbandausbau verläuft bislang kläglich.
Aus: Ich sag mal

b. Geldschwemme oder Spekulation (…)?

Spätestens seit Herbst 2008 schwelt ein Disput zwischen einigen fortschrittlichen Ökonomen. Sind die wegen der miesen Einkommensverteilung quasi explodierten und Anlage suchenden Geldvermögen die Hauptursache der Finanzkrise? Oder sind Spekulation und kriminelle Energie die eigentlichen Ursachen?
Aus: NachDenkSeiten

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