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Nebenbei

  • Auf Merz ist Verlass

    Eines muss man Friedrich Merz lassen: Auf ihn ist Verlass. Sobald es darauf ankommt, übermannen ihn Aussetzer. 2002 verlor er den Fraktionsvorsitz. Er kam nicht auf die Idee, sich die Hilfe von CSU-Chef Stoiber zu sichern. Wohl aber Merkel. Sie gab Stoiber für den Fraktionsvorsitz die Kanzlerkandidatur. Merz schaute in die Röhre. Als er 2018 gegen Kramp-Karrenbauer um den CDU-Vorsitz kandidierte, vergaß er, Teile der Jungen Union an sich binden. Seine Kandidatenrede fanden selbst seine Fans miserabel. Die Konkurrentin gewann. Wieder schaute er in die Röhre. Derzeit kämpft er erneut um den CDU-Vorsitz, diesmal gegen Laschet und Röttgen. Was passiert? Er patzt. Er rückt Schwule in die Nähe von Pädophilen. Prompt steht er mitten im Shitstorm und als Mann von vorgestern da. Er hat gute Aussichten, bei der Wahl wieder in die Röhre zu schauen. Selbst seine Fans sollten inzwischen wissen: Merz tut nichts, wenn er handeln müsste. Er versagt, wenn er die richtigen Worte sprechen müsste. Er plappert drauf los, wenn er den Mund halten sollte. Man fragt sich: Wie kommen Leute in der CDU nur auf die Idee, ein Mann wie er, der noch nie ein Regierungsamt innehatte und im entscheidenden Moment zu versagen pflegt, könnte die Union hinter sich vereinen, Deutschland führen, Europa zusammenhalten, beide durch Krisen führen und sie zwischen China, Russland und den USA über Wasser halten? – Ulrich Horn

Von nun an geht’s bergab

Samstag, 31. März 2012

Nebenbei

(uh) Hannelore Kraft ist auf dem SPD-Landesparteitag in Düsseldorf mit 99,29 Prozent der Stimmen auf Platz 1 der Reserveliste gewählt worden. Noch einmal: mit 99,29 Prozent. Ich entnehme die Zahl dem Pottblog von Jan Matheuszik. Ich bin sicher, dass er das richtig ausgerechnet hat. Er ist für seine Akribie bekannt. 99,29 Prozent: Das ist ein riesiger Vertrauensbeweis, über den sich Kraft zu Recht freut. Ich verkneife mir den üblichen Vergleich mit den Stimmergebnissen im real verstorbenen Sozialismus. 99,29 Prozent sind kaum noch zu toppen. Es liegt daher nahe, darauf hinweisen: Von nun an kann es nur noch bergab gehen.

 

 

2 Kommentare zu “Von nun an geht’s bergab”

  1. Erdgeruch sagt:

    Blödsinn. Beim letzten Mal waren es 100 %.

  2. Ulrich Horn sagt:

    Danke für den Hinweis. Ich muss mich korrigieren. Der Abstieg hat bereits begonnen.

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