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Nebenbei

  • Unterirdisches TV

    Wen überrascht es, dass sich öffentlich-rechtliche TV-Anstalten zur Manipulation von Umfragen bekennen? Wache Zuschauer hätten merken können, dass die Umfragen nicht repräsentativ waren. Zur Einsicht, dass jede andere Art von Umfrage willkürlich ist, wäre es dann nicht mehr weit gewesen. Die Pseudo-Umfragen hätten gleich nach der Ausstrahlung kritisiert werden müssen. Doch Kritiker scheinen sich solche Sendungen gar nicht anzusehen. Und die Zuschauer?  Sie neigen dazu, großzügig zu sein. Diesen Umstand machen sich die Programmmacher zunutze. Sie können unverfroren agieren, weil sich die Zuschauer als Korrektiv nicht hinreichend einbringen (können). Zeitungen kann man abbestellen, TV-Sender nicht. Man kann sie meiden. Los wird man die öffentlich-rechtlichen Anstalten wegen der Zwangsgebühr nicht mehr. Daher können sie unverdrossen daran arbeiten, ihren Umgang mit Fakten neu zu gewichten. Keine ARD- und ZDF-Nachrichtensendung ohne den Hinweis auf die ausführlicheren Berichte auf der hauseigenen Internetseite. Die Nachrichtensendungen verkommen zum Hinweisgeber des Internet-Angebots. Es soll die Nachrichtensendungen ergänzen und nimmt ihnen doch nur ihr Gewicht. Sie wirken wie die Leicht-Version. Die ARD experimentiert obendrein mit einem seltsamen Sonderweg. Ihre Tagesthemen proben den Brückenschlag zum Unterhaltungsfach. Eine Moderatorin stieg kürzlich auf ihr Pult, um den Beitrag zum Tod eines Schauspielers zu moderieren. Wird sie demnächst unter das Pult kriechen, wenn sie einen Beitrag über den Gazastreifen ankündigen muss? – Ulrich Horn

Archive | August, 2014

Ohne Bewegungsspielraum

Sonntag, 20. März 2011

3 Kommentare

(uh) Das Urteil des Münsteraner Verfassungsgerichts zum Nachtragshaushalt 2010 bringt die rot-grüne NRW-Minderheitsregierung in Verlegenheit. Sie muss das tun, was sie stets scheute und bisher nicht kann: Sie muss sparen. [weiter]

FC Pepita 04

Montag, 14. März 2011

0 Kommentare

(uh) Das Ruhrgebiet ist die Fußball-Hochburg Deutschlands. Und Bayern München ist der erfolgreichste deutsche Fußball-Club. Dass die Revier-Vereine lange nicht daran gingen, den Münchenern die Vorherrschaft streitig zu machen, hat mich stets gewurmt. Als Schalke Felix Magath verpflichtete, dachte ich: Jetzt macht Königsblau Ernst. Fast hätte ich wirklich daran geglaubt. [weiter]

Mit dem Latein am Ende

Freitag, 11. März 2011

2 Kommentare

(uh) Die Politik in NRW nimmt absurde Züge an. Statt sich mit der Lösung der Landesprobleme zu befassen, vergeuden die Parteien Geld und Zeit mit Machtspielchen. Seit Monaten reden die rot-grüne Minderheitsregierung und die Opposition von Neuwahlen. [weiter]

Das kleinere Übel

Dienstag, 8. März 2011

1 Kommentar

(uh) Der Sturz Guttenbergs erzeugt heftige Nachbeben. Der Skandal um ihn ist längst nicht ausgestanden. Der traurige Höhepunkt steht ihm, seinen Parteifreunden und seinen Anhängern noch bevor. [weiter]

Bedeutungsverlust

Dienstag, 1. März 2011

0 Kommentare

(uh) Was hat Guttenberg bewogen, das Handtuch zu werfen? Waren es die heftigen Attacken der so genannten seriösen Medien? Oder die heftigen Proteste der Studenten, Doktoranden und Professoren? War es der Druck aus dem Internet? Oder der bröckelnde Rückhalt seiner Parteifreunde?  Oder alles zusammen? [weiter]