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Nebenbei

  • Kölle Alaaf

    Kölns SPD-Spitzenpolitiker Jochen Ott (Parteichef) und Martin Börschel (Fraktionschef) haben ein Erbarmen. Rechtzeitig und passend zum Höhepunkt des Karnevals gaben sie bekannt, dass sie sich darauf verständigt haben, als SPD-Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister Jochen Ott ins Rennen zu schicken. Über Monate ließen sie Mitglieder und Wähler im Ungewissen, wer von Ihnen diese Aufgabe übernehmen würde. Mit ihrem Zaudern erweckten sie den für Politiker unangenehmen Eindruck, entscheidungsschwach und verantwortungsscheu zu sein. So fand der bisherige grüne Koalitionspartner genügend Muße, die parteilose Sozialdezernentin Reker als OB-Kandidatin aufzubauen. CDU, FDP und Freie Wählern – allesamt Verlierer der Kommunalwahl 2014 – hatten reichlich Zeit, sich ebenfalls hinter Reker zu versammeln. Nun wollen Ott und Börschel aller Welt weismachen, sie seien gar nicht unentschlossen gewesen. Sie hätten die Entscheidung für Otts Kandidatur schon vor langer Zeit getroffen. Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich. Ott und Börschel schwiegen monatelang eisern, damit sich ihre schwachen politischen Gegner in aller Ruhe so stark wie möglich aufstellen konnten? Die beiden SPD-Wahlkämpfer waren also als Entwicklungshelfer ihrer Konkurrenzparteien unterwegs? Eine tolle Wahlkampfstrategie, passend zu den tollen Tagen. Da kann man nur sagen: ein dreifach donnerndes “Kölle Alaaf“. – Ulrich Horn

Archive | Februar, 2015

Ohne Bewegungsspielraum

Sonntag, 20. März 2011

3 Kommentare

(uh) Das Urteil des Münsteraner Verfassungsgerichts zum Nachtragshaushalt 2010 bringt die rot-grüne NRW-Minderheitsregierung in Verlegenheit. Sie muss das tun, was sie stets scheute und bisher nicht kann: Sie muss sparen. [weiter]

FC Pepita 04

Montag, 14. März 2011

0 Kommentare

(uh) Das Ruhrgebiet ist die Fußball-Hochburg Deutschlands. Und Bayern München ist der erfolgreichste deutsche Fußball-Club. Dass die Revier-Vereine lange nicht daran gingen, den Münchenern die Vorherrschaft streitig zu machen, hat mich stets gewurmt. Als Schalke Felix Magath verpflichtete, dachte ich: Jetzt macht Königsblau Ernst. Fast hätte ich wirklich daran geglaubt. [weiter]

Mit dem Latein am Ende

Freitag, 11. März 2011

2 Kommentare

(uh) Die Politik in NRW nimmt absurde Züge an. Statt sich mit der Lösung der Landesprobleme zu befassen, vergeuden die Parteien Geld und Zeit mit Machtspielchen. Seit Monaten reden die rot-grüne Minderheitsregierung und die Opposition von Neuwahlen. [weiter]

Das kleinere Übel

Dienstag, 8. März 2011

1 Kommentar

(uh) Der Sturz Guttenbergs erzeugt heftige Nachbeben. Der Skandal um ihn ist längst nicht ausgestanden. Der traurige Höhepunkt steht ihm, seinen Parteifreunden und seinen Anhängern noch bevor. [weiter]

Bedeutungsverlust

Dienstag, 1. März 2011

0 Kommentare

(uh) Was hat Guttenberg bewogen, das Handtuch zu werfen? Waren es die heftigen Attacken der so genannten seriösen Medien? Oder die heftigen Proteste der Studenten, Doktoranden und Professoren? War es der Druck aus dem Internet? Oder der bröckelnde Rückhalt seiner Parteifreunde?  Oder alles zusammen? [weiter]