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Nebenbei

  • Hummels, Hoeneß, Glück

    Man stelle sich vor: Statt Costa (FCB) hätte Hummels (Borussia) den Elfmeter verwandelt, mit dem das Pokalfinale entschieden wurde. FCB-Trainer Guardiola stünde ziemlich belämmert und die teure Truppe des FCB mit „nur“ einem Titel da. Die FCB-Macher Rummenigge und Hoeneß würden blöd aus der Wäsche gucken. Die halbe Republik würde sich ins Fäustchen lachen. Hummels hätte bewiesen, dass er Rückgrat hat. Da er in der nächsten Saison in München spielen wird und über seine aktive Zeit hinaus dort seinen Lebensmittelpunkt sieht, wäre er an der Iser wohl seines Lebens nicht mehr froh geworden. Einer, der mit allen Wassern gewaschen ist, sah das voraus. Hoeneß riet davon ab, Hummels beim Elfmeterschießen einzusetzen. Wie weit der Einfluss von Hoeneß reicht, zeigte sich auf dem Platz. Hummels erweckte den Eindruck, als habe er sich Hoeneß’ Worte zu Herzen genommen. Der Borussia-Verteidiger spielte mit gebremstem Schaum. Eine Viertelstunde vor Schluss der regulären Spielzeit erweckte er sogar den Eindruck, stark abzubauen. Sein Verbleib auf dem Platz schien für Dortmund von Minute zu Minute riskanter. Hummels wurde ausgewechselt. Beim Elfmeterschießen standen seine Dienste nicht mehr zur Verfügung. Bayern gewann das Spiel (auch), weil Costa den entscheidenden Elfmeter verwandelte und Hoeneß Hummels kleingekocht hatte. Man kann nicht einmal behaupten, Hummels habe Dortmund den Sieg gekostet oder München habe mit den Millionen für Hummels neben dem Spieler auch den Pokalsieg erworben. An Hummels allein lag es ja nicht. Der Schiedsrichter hätte Ribery vom Platz stellen, Aubameyang seine Chancen verwerten und Borussia-Trainer Tuchel andere Elfmeterschützen benennen müssen. Kein Wunder, dass Guardiola am Ende in Tränen ausbrach: Er konnte sein Glück nicht fassen. – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 31 – 2013

Dienstag, 5. Februar 2013

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

1. Medien und Politik

a. Intransparente Wahlkampf-Hilfe für Steinbrück (…)
Der Einfluss von finanzstarken externen Akteuren auf den Wahlkampf sollte eher begrenzt werden, als ihm mit solchen Projekten Vorschub zu leisten.
Aus: LobbyControl

b. Anonymes Geld für Steinbrück

„Wahlkampf von unten“ nennt die SPD Führung das heute. Wie will sie das schaffen, wenn sich Steinbrück mit anonymen Geldern finanzieren lässt?
Aus: NachDenkSeiten

c. #Peerblog – Ein neues Highlight für die Bloggosphäre (…) !

Die Macher des Blogs tun ihrem Schützling damit nichts Gutes. Sie verstärken das Bild vom Geld- und Wirtschaftsmann, der sich nicht in die Karten gucken lässt und der SPD schadet.
Aus: Carta

d. Peerblog.de macht Steinbrück Ärger

Der Agentur-Chef ist bereits in die Kritik geraten, weil er angeblich unter dem Pseudonym „Theobald Tiger“ Enthüllungsgeschichten über die christlich-liberale Rüttgers-Regierung in Nordrhein-Westfalen auf dem SPD-nahen Blog „Wir in NRW“ veröffentlicht haben soll. Seine Agentur soll nach dem Sturz von Rüttgers Dankeschön-Aufträge von der neuen rot-grünen Landesregierung bekommen haben. Auch im Fall peerblog.de arbeitet Steinkühler offenbar nicht ehrenamtlich. Die Geldgeber bezeichnet er auf Nachfrage von SZ.de als seine Kunden.
Aus: SZ.de

2. Medien

a. #Aufschrei hat gezeigt, wie Internet geht
Mir jedenfalls war irgendwie so, als ob das “Bloggen als Bürger_innenpflicht” hier mal so richtig in die Praxis umgesetzt wurde: Viele originelle Urheber_innen, die nur durch das Zusammenspiel aller Stimmen in ihrer Pluralität (und eben gerade nicht in ihrer Einigkeit) den Effekt haben konnten, den es hatte.
Aus: Aus Liebe zur Freiheit

b. Quantitätsjournalismus

Man weiß also nichts, schreibt aber dazu und tyrannisiert nebenher noch Fernsehzuschauer und Radiohörer mit stündlichen oder halbstündlichen Meldungen, die sich übrigens exakt wie die Berichte von Spiegelsternfocus anhören.
Aus: ad sinistram

3. Politik

a. Familienpolitik am Pranger
Die Familienpolitik ist das Steckenpferd der Union, die darüber großzügige Umverteilungspolitik zugunsten ihrer Klientel trieb. Es zum Wahlkampfthema zu machen ist besonders für die SPD ein zweischneides Schwert.
Aus: Oeffinger Freidenker

b. Patrick Gensing über das Versagen der Politik im Fall NSU

Im Rahmen der Reihe “Rechtsextremismus und Nazi-Terror” hielt der Journalist und Autor Patrick Gensing einen Vortrag über die Rolle der Medien, der Politik und des Verfassungsschutzes im Fall NSU.
Aus: Göttinger Institut für Demokratieforschung

Schlusspunkt: Der Wirtschaftstext des Tages

Wie aus John Maynard Keynes ein Starinvestor wurde
Weniger bekannt, dafür relativ unumstritten ist seine Rolle als Fondsmanager und die Bedeutung für die Investmentwelt. Diese beruht zum einen darauf, dass er in den 20er und 30er Jahren zu den Pionieren zählte, die Aktien als Anlageform für institutionelle Investoren salonfähig machten. Zum anderen hat er aber auch einen Investmentstil geprägt, der in späteren Jahren so unterschiedliche Investoren wie Warren Buffet, George Soros oder David Swensen maßgeblich beeinflusst hat.
Aus: Blick Log

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