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Nebenbei

  • Sissy, Soraya, Frauke

    Die AfD kann mit der Resonanz ihres Kölner Parteitags zufrieden sein. Die Partei ist zerstritten. Ihre Umfragewerte sind gesunken. Dennoch beherrscht sie die Schlagzeilen. Ihre Gegner, die in Köln aufmarschierten, und die Medien, die seit Wochen über jede Regung der kleinen Partei berichten, verschafften ihr wieder einmal unverhältnismäßig starke Beachtung. Großes Verdienst daran hat auch Frauke Petry. Sie betätigt sich in der AfD seit Wochen als Spaltpilz und scheint darüber an Einfluss zu verlieren. Bisher ließen sich die Medien von der AfD mit Beschimpfungen und Tabubrüchen zu üppiger Berichterstattung provozieren. Nun aber beginnen Journalisten, bei der AfD das Feld der Politik mit dem des Glamours zu verbinden, auf dem sich üblicherweise die Stars, die Beauties und die Royals tummeln. Der MDR versah seinen Vorbericht auf den AfD-Parteitag mit der Schlagzeile: „Schicksalstage für Frauke Petry?“ Erinnert das nicht an Romy und ihre Paraderolle, die Sissy? Langsam, aber unaufhaltsam wird Frauke in die Riege der Sissys und Sorayas samt ihrer vielen Nachfolgerinnen vorrücken. Die AfD mag Frauke schnöde beiseiteschieben oder gar vollständig ausmustern. Uns wird sie auf lange Zeit erhalten bleiben, nicht nur auf den Titelbildern der Magazine, die beim Friseur, im Wartezimmer des Hausarztes und in den Stadtcafés herumliegen, sondern vielleicht sogar als ständige Gästin bei der jährlichen Bambiverleihung. Ist das nicht tröstlich? – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 30 – 2013

Montag, 4. Februar 2013

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

1. Politik und Medien

a. Über uns
Das Vorbild sind die USA, dort spenden Unternehmer Millionen für ihre Kandidaten, weniger für die Parteien. Sie wollen Persönlichkeiten ins Amt helfen oder dort halten. 2008 und 2012 waren für diese außerparteiliche Wahlkampfform herausragende Beispiele.
Aus: Peerblog.de

b.  Steinbrück revolutioniert die (…) Blog-Kommunikation

Kann mir mal jemand erklären, was denn da die Message sein soll?
Aus: Netzpolitik.org

c. Völlig durchgeknallt: Sechsstellige Summe und anonym

Nicht nur die Sprache des Blogs ist einigermaßen irre, auch sein Inhalt bzw. seine Inhaltsleere. Die Autoren sind sich darüber hinaus nicht zu blöd, den Wahlkampf Obamas ein weiteres Mal zu bemühen, diesmal für Peer Steinbrück.
Aus: Wirtschaft und Gesellschaft

d. Eine Kopfgeburt aus dem Niemandsland der PR

Das PR-Büro steinkuehler-com des zwielichtigen früheren „Focus“-Redakteurs Karl-Heinz Steinkühler wird ab jetzt von bisher ungenannten Vertretern aus der Wirtschaft bezahlt, den Kandidaten im Wahlkampf zu unterstützen. Das PeerBlog ist dabei nach eigenen Angaben jedoch kandidaten- und parteifern organisiert. Die Reaktionen sind erwartbar: Wieder lässt sich Peer Steinbrück also von der Wirtschaft bezahlen.
Aus: Oeffinger Freidenker

e. Mit dem Peerblog betritt der Kandidat eine Grauzone

Von politischen Experten wird das PeerBlog mit gemischten Gefühlen betrachtet, die von Misstrauen bis zu Verwunderung reichen. Der Speyerer Staatsrechtlers Joachim Wieland spricht von einem Graubereich der Wahlkampffinanzierung.
Aus: Handelsblatt.com

f. Die Medien im Zeitalter der Erregbarkeit

Die deutschen Medien gleichen bisweilen einem großen, gefräßigen Tier. Den armen Philipp Rösler hatte es kurz vor der Niedersachsen-Wahl fast schon vertilgt, und Christian Wulff ist bereits verdaut. Ihre fette Beute war bis vor kurzem der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück. In ein paar Monaten wird es Angela Merkel treffen, denn der mediale Hunger auf prominente Politiker ist unstillbar.
Aus: FAZ.net

g. Wer sitzt wofür im Rundfunkrat?

Beliebt sind Mitgliedschaften im Rundfunkrat als weitere Sprosse auf der Karriereleiter oder als Anerkennung für langjährige Dienste, vergleichbar mit der sinnfreien Behängung einer meist älteren Person mit einem Bundes- oder Landesverdienstkreuz. Viele der Rundfunkratsmitglieder haben eigentlich gar keine Zeit dafür, dieses Amt neben ihren anderen Funktionen auch noch auszuüben.
Aus: Telepolis

h. TV-Duelle und die Kunst der Rede

Rhetorische Raffinesse ist ihr nicht eigen; lieber verzichtet sie auf jede übertriebene Ausschmückung und serviert verbal zumeist nur karge Hausmannskost. Angela Merkel respektiert und akzeptiert eigene Grenzen. Durch unbeholfene Sätze schimmern Demut und Bescheidenheit hindurch. Ihr Herausforderer ist von anderem Kaliber: Steinbrück gibt seinem überbordenden Temperament freien Lauf und verdirbt es sich lieber mit einem Andersdenkenden auch in den eigenen Reihen, als eine Pointe auszulassen.
Aus: The European

i. Hintergründe einer Neiddebatte

Stattdessen antwortet die Bundesregierung ausgerechnet jetzt, wenige Tage vor dem zweiten Gipfel, auf eine Anfrage des bekannten EU- und Euroskeptikers F. Schäffler, wie die FAZ berichtet. Und diese Antwort wird dann gleich an die Presse durchgereicht. Sage niemand, dass das ein Zufall ist. Hier wird eine Neiddebatte bewusst aus Berlin geschürt, um den “Bürokraten” in Brüssel mal so richtig Mores zu lehren. Übrigens hat die EU-Kommission die Berliner Vorhaltungen heute zurückgewiesen. “Kein einziger EU-Beamter verdient mehr als die Kanzlerin”, sagte ein Behördensprecher. Aber interessiert das noch irgend jemanden?
Aus: The European

Schlusspunkt: Der Wirtschaftstext des Tages

Die Furcht vor Neuem verhindert die Modernisierung
Was im Diskurs rund um die Reglementierung des digitalen Raums schon seit vielen Jahren erkennbar wird, tritt im Takt mit der allgemeinen, durch Internet, Globalisierung und Finanz- sowie Systemkrisen hervorgerufenen Infragestellung überholter Strukturen und fragwürdiger Perspektiven nun verstärkt in anderen Bereichen des Alltags zu Tage: Deutschland muss sich auch abseits von der ungebrochenen Exzellenz im Ingenieur- und naturwissenschaftlichen Forschungswesen modernisieren – vor allem in den Köpfen und in Bezug auf die berühmten “Soft Skills”.
Aus: netzwertig.com

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