Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Nebenbei

  • Es geht noch schlechter

    Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen. Er hofft, vereint könnten sie eine stärkere Rolle spielen. Die Verhandlungen haben gerade begonnen. Sie werden beide Banken zunächst weiter schwächen. Um größeres Gewicht zu gewinnen, müssen sie Kosten senken. Sie gilt, Stellen zu streichen und Zweigstellen zu schließen. Beide Geldhäuser beschäftigen insgesamt gut 130.000 Menschen. Soll der Zusammenschluss den gewünschten Gewinn bringen, könnten 20.000 bis 50.000 Stellen wegfallen. Was werden die Mitarbeiter bei diesen Aussichten tun? Sie werden sich fragen, ob sie es sind, die demnächst auf der Strecke bleiben. Viele werden alles daransetzen, einen anderen Arbeitgeber zu finden. Sie werden sich umhören, Bewerbungen schreiben, sich auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Sie werden ihre finanziellen Verhältnisse straffen, um drohende Durststrecken zu überstehen. Sie werden sich zum Abwehrkampf gegen den Zusammenschluss formieren und an Protestaktionen teilnehmen. Bis die Vereinigung in trockenen Tüchern ist, falls es zu ihr kommt, wird einige Zeit ins Land gehen. Derweil werden sich die Beschäftigten mehr mit sich selbst als mit den Geschäften ihrer Bank befassen. Ist es abwegig abzunehmen, dass sich die schlechte Ertragslage der beiden Banken in nächster Zeit noch verschlechtern wird? – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 30/2012

Donnerstag, 7. Juni 2012

Blog-Tipps

Tooor! Glanzlichter zur Fußball-EM  – Zum Auftakt der Fußball-EM eine Linksammlung für die Fußballbegeisterten – … Kaffee bei mir?

Wie im Internet die Fußballanalyse zur Hochform aufläuft – Weil die Sportberichterstattung der TV-Sender ernsthafte Fans unterfordert – Freitag

Was ist heute noch wirklich links? –  Der Versuch, eine Frage zu beantworten, die gestellt wird, um unbeantwortet zu bleiben – Kontext

Wie verführe ich Menschen? –  Für Politiker und Journalisten, schon wegen dieses Satzes: „Das Mass für die Brillanz eines Chefs – gerade in der Medienindustrie – ist nicht dessen persönliche Eindrücklichkeit, sondern die Brillanz seiner Untergebenen.“ – Deadline

Freiwillig bezahlen? – Sind Leser und Zuschauer bereit, für digitale journalistische Angebote zu zahlen? ¬ vocer

Merkels zögerliches Krisenmanagement ist sinnvoll – Zur falschen Zeit kann das Richtige das Falsche sein – Zeit

Gauck warnt vor Planwirtschaft bei der Energiewende – Der Bundespräsident sieht ein Übermaß an Subventionen – Welt

Kleinstaaterei treibt Preis für Ökostrom – Bei der Energiewende fehlt es an der Koordination der Länder – Financial Times

Ist das Wirtschaftsjournalismus? – Die Journalisten hätten die Welt retten können. Wir brauchen einen neuen Wirtschaftsjournalismus – falter.at

Frankreich will Stellenabbau unrentabel machen – Und Entlassungen bestrafen – Focus

 

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ja, ich möchte über neue Blog-Beiträge per E-Mail informiert werden.