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Nebenbei

  • Auf Merz ist Verlass

    Eines muss man Friedrich Merz lassen: Auf ihn ist Verlass. Sobald es darauf ankommt, übermannen ihn Aussetzer. 2002 verlor er den Fraktionsvorsitz. Er kam nicht auf die Idee, sich die Hilfe von CSU-Chef Stoiber zu sichern. Wohl aber Merkel. Sie gab Stoiber für den Fraktionsvorsitz die Kanzlerkandidatur. Merz schaute in die Röhre. Als er 2018 gegen Kramp-Karrenbauer um den CDU-Vorsitz kandidierte, vergaß er, Teile der Jungen Union an sich binden. Seine Kandidatenrede fanden selbst seine Fans miserabel. Die Konkurrentin gewann. Wieder schaute er in die Röhre. Derzeit kämpft er erneut um den CDU-Vorsitz, diesmal gegen Laschet und Röttgen. Was passiert? Er patzt. Er rückt Schwule in die Nähe von Pädophilen. Prompt steht er mitten im Shitstorm und als Mann von vorgestern da. Er hat gute Aussichten, bei der Wahl wieder in die Röhre zu schauen. Selbst seine Fans sollten inzwischen wissen: Merz tut nichts, wenn er handeln müsste. Er versagt, wenn er die richtigen Worte sprechen müsste. Er plappert drauf los, wenn er den Mund halten sollte. Man fragt sich: Wie kommen Leute in der CDU nur auf die Idee, ein Mann wie er, der noch nie ein Regierungsamt innehatte und im entscheidenden Moment zu versagen pflegt, könnte die Union hinter sich vereinen, Deutschland führen, Europa zusammenhalten, beide durch Krisen führen und sie zwischen China, Russland und den USA über Wasser halten? – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 30/2012

Donnerstag, 7. Juni 2012

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Wie verführe ich Menschen? –  Für Politiker und Journalisten, schon wegen dieses Satzes: „Das Mass für die Brillanz eines Chefs – gerade in der Medienindustrie – ist nicht dessen persönliche Eindrücklichkeit, sondern die Brillanz seiner Untergebenen.“ – Deadline

Freiwillig bezahlen? – Sind Leser und Zuschauer bereit, für digitale journalistische Angebote zu zahlen? ¬ vocer

Merkels zögerliches Krisenmanagement ist sinnvoll – Zur falschen Zeit kann das Richtige das Falsche sein – Zeit

Gauck warnt vor Planwirtschaft bei der Energiewende – Der Bundespräsident sieht ein Übermaß an Subventionen – Welt

Kleinstaaterei treibt Preis für Ökostrom – Bei der Energiewende fehlt es an der Koordination der Länder – Financial Times

Ist das Wirtschaftsjournalismus? – Die Journalisten hätten die Welt retten können. Wir brauchen einen neuen Wirtschaftsjournalismus – falter.at

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