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Nebenbei

  • Wüstes Gequatsche

    Hendrik Wüst hat es geschafft. Er behauptete bei der NRW-Wahl die CDU-Spitzenposition und baute sie sogar aus. Er kann auf diesen Erfolg stolz sein. Er beflügelt sogar TV-Reporter. Am Wahlabend war immer wieder zu hören, Wüst sei nun Kandidat für die Kanzlerkandidatur und Konkurrent für CDU-Chef Merz. Wüst täte gut daran, darauf nichts zu geben. Unter denen, die ihn hochjubeln, sind nicht nur Einfaltspinsel, die an seinem Erfolg teilhaben wollen. Wen die Medien hochheben, den versenken sie auch wieder. Manchen heben sie nur hoch, um ihn besser versenken zu können. Wer geneigt ist, das TV-Gequatsche ernst zu nehmen, sollte sich vor Augen halten: Wüst ist erst seit sieben Monaten Ministerpräsident. Einen großen Teil dieser Zeit verbrachte er nicht mit Regieren, sondern mit Wahlkampf. Sein Wahlerfolg ist weniger der Lohn für bisherige Leistungen als ein Kredit auf künftige. Ob er im Amt bleibt, steht noch nicht fest. Es liegt nicht allein bei ihm, sondern vor allem bei den Grünen. Damit er im Amt bleiben kann, muss er sie von sich überzeugen. Erst wenn diese Aufgabe gelöst ist, hat er die Landtagswahl gewonnen. Dann muss er beweisen, dass er die neue Koalition führen und die Verhältnisse in NRW verbessern kann. Bevor er diesen Nachweis nicht erbracht hat, sollte er nicht einmal im Traum daran denken, das Kanzleramt anzupeilen. Wie schrecklich es sich anschaut, wenn dieses Amt seinen Inhaber überfordert, demonstriert es gerade am Beispiel von Olaf Scholz. – Ulrich Horn

Aufgelesen … 2012-1

Sonntag, 1. Januar 2012

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International:
FTD: Ian Bremmer –  Amerka ist lange nicht am Ende
Zeit Online – Christoph von Marschall: Kräftemessen am persischen Golf
Focus Money Online – Joseph Stiglitz: Was uns die wenigen Reichen wirklich kosten
Zeit Online – Mark Schieritz: Marktwirtschaft – Gegen alle Regeln
Europa:
RP Online – Alexei Makartsev: Irlands Comeback hat einen hohen Preis
Handelsblatt – Ingmar Höhmann: Londons riskante Milliardenspiele
Handelsblatt – Ungarns Premier nimmt Notenbank an die Kette
Zeit Online – Werner A. Perger: Expertokratie als neue Herrschaftsform
Spiegel Online – fdi/Reuters: Investoren schenken Dänemark Geld
Zeit Online – Karin Finkenzeller: Spaniens Mission Impossible
NachDenkSeiten – A.Müller: Aufklärungsserie der FAZ zur Finanzkrise und Demokratie
Handelsblatt – Donata Riedel/Sven Afhüppe: Schäuble – „Ansteckungsgefahr gebannt“
National:
T-Online: Merkel bereitet Deutsche auf „schwieriges Jahr“ vor
Spiegel Online – Barbara Hans: „Die Breite unserer Schleimspur bestimmen wir selbst“
Spiegel Online – Wulffs Schnäppchenkredit wirft neue Fragen auf
Spiegel Online – cte/dapd: Konzerne verdoppeln Großspenden für die Grünen
Zeit Online – Marc Brost/Anna Kemper: Scheitern der jungen Politiker – Nur zu schwach?
Regional:
WDR.de – Nina Magoley: Weniger Feinstaub im Revier?
FAZ – Jan Hauser: Der WAZ-Anteilsverkauf naht
RP Online –  „Soli“-Bilanz: NRW zahlt am meisten für Aufbau Ost

 

 

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