(uh) Norbert Röttgen macht weiter. Mit seinem dürftigen Wahlkampf und dem schlechten Ergebnis bei der NRW-Wahl schwächte er die CDU. Dann legte er es darauf an, sich von Merkel aus dem Kabinett werfen zu lassen. Er strebte aus der Täter-Rolle ins Opfer-Fach. Nun gefällt er sich als Verfolgter, dem Merkel übel mitspielt. So versucht er, sein Versagen als Wahlkämpfer und Parteiführer zu überspielen. Doch der Plan will bisher nicht aufgehen. Die Resonanz auf seinen Sturz…
(uh) Die Sitten im Fußball verlottern immer mehr. Beim Spiel zwischen Düsseldorf und Berlin griffen Fans beider Clubs in das Spiel ein. Gleichzeitig versetzten sie Spieler und Zuschauer in Angst. Dass es dazu kommen würde, war nur eine Frage der Zeit. Dem DFB droht das Spiel aus den Händen zu gleiten.Wenn er nicht einschreitet, werden die Missstände in den Stadien und um sie herum weiter eskalieren.
(uh) Den größten Fehler seiner Karriere beging Norbert Röttgen, als er 2006 vor der Wahl stand, sich für die Politik oder den Job als Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) zu entscheiden. Er wählte genau das, was er am wenigsten kann: die Politik.
(uh) Erstaunlich an Seehofers ZDF-Auftritt ist das Erstaunen, das er hervorruft. Was der CSU-Chef von sich gibt, hält sich doch durchaus in Grenzen. Es ist weder unflätig noch beleidigend. Dass sich Politiker anraunzen, gehört zu ihrem Alltag. Gewöhnlich tun sie das am Telefon. Oder unter vier Augen. Dass Seehofer auch das senden lässt, was er erst nach dem offiziellen Interview sagte, zeigt nur: Viel bedeutsamer als die Art der Attacke ist der Grund, der ihn bewog, auf Röttgen los zu gehen.
(uh) Die Wahlniederlage hat die NRW-CDU geschockt. Während Mitglieder und Sympathisanten immer noch um ihre Fassung ringen, sind die Parteispitzen dabei, sich aus den Trümmern herauszuarbeiten, die ihr Wahlkampf hinterlassen hat. Dabei zeichnet sich ab: Die Verursacher des Desasters könnten die Profiteure des Wiederaufbaus werden.