Die „gleiche Augenhöhe“ ist zum Kampfbegriff geworden. Es sind stets Schwache, die sie einfordern. Sie geben damit zu erkennen, dass es bei ihnen nicht reicht. Der Große soll sich kleiner machen oder zum Ausgleich der Höhendifferenz einen Hocker liefern, so wie die Union der SPD bei den Verhandlungen zur Großen Koalition.
Wer schlimme Verhältnisse beklagt, ist meist im Irrtum. Sie sind oft schlimmer, wie die Fußball-WM zeigt. Das Spiel Brasilien gegen Kolumbien wies in die Zukunft. Sie hat mit dem Spiel früherer Zeiten nichts mehr zu tun. Schon heute geht es kaum noch darum, mit dem Ball besser als der Gegner zu spielen, sondern ihn außer Gefecht zu setzen.
In NRW kommt die Regierungspolitik ins Trudeln. Auslöser ist ein handwerklicher Fehler von NRW-Finanzminister Walter-Borjans (SPD). Er kürzte den Beamten verfassungswidrig die Tariferhöhung. Nun muss er den Schaden beheben. Das wird teuer für das Land. Der Landesetat droht auseinanderzubrechen. Die rot-grüne Koalition, die Regierung und die Bürger müssen den Fehler des Ministers ausbaden.
NRW-Finanzminister Walter-Borjans (SPD) ist der umstrittenste Minister der Regierung Kraft. Er kauft gestohlene Steuer-Daten und profiliert sich europaweit als Jäger der Steuerbetrüger. Nun droht dem Image Schaden. Das NRW-Verfassungsgericht ist dabei, Walter-Borjans als notorischen Verfassungsbrecher zu entlarven.
Der Sprachenstreit schlägt Wogen. Es geht um Kiezdeutsch, das nicht nur viele Migrantenkinder sprechen. Die Germanistin Prof. Heike Wiese meint, es handle sich um einen neuen Dialekt, der Standardsprache gleichrangig. Wer ihn für fehlerhaftes Deutsch halte, sei Rassist.