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Letzte Kommentare

Nebenbei

  • Der Preis der Pandemie

    Die vierte Coronawelle macht den Politikern Sorgen. Die Krankenhäuser laufen über. Sie werden vor allem von Impfunwilligen geflutet, die sich bei ihresgleichen angesteckt haben. Seit das Virus die Inzidenz zum vierstelligen Bereich hochtreibt, sind die Politiker alarmiert. Es fällt ihnen auf, dass fast elf Monate nach dem Impfstart 15 Millionen Impffähige die Impfung verweigern. Um zu verhindern, dass sich die große Katastrophe zu einer gigantischen auswächst, sollen die Impfunwilligen bewogen werden, sich sozial zu verhalten und sich impfen zu lassen. Man will ein wenig Druck auf sie ausüben: Es soll ihnen gut zugeredet werden. Man will ihnen vor Augen halten, sie könnten vom Gemeinschaftsleben ausgeschlossen werden, wenn es mit der Pandemie noch doller kommen sollte. Wen wollen die Politiker mit solchen Ankündigungen beeindrucken? Die 15 Millionen Impfverweigerer können es nicht sein. Ihnen wollen die Politiker mit kostenlosen Tests die Möglichkeit bieten, sich der Impfnadel zu entziehen. Solange die Tests gratis sind und von den Steuermitteln aus dem Kreis der 56 Millionen Geimpften finanziert werden, schwindet der Anreiz für die Impfverweigerer, sich impfen zu lassen. Der Unmut unter den Geimpften dürfte dagegen neues Maximum erreichen. Sie bezahlen nicht nur die Tests für die Impfverweigerer, sondern auch die hohen Kosten, die sich darüber hinaus durch das unsoziale Verhalten der Impfverweigerer ergeben. Wäre es nicht gerechter und an der Zeit, die Coronakosten stärker am Verursacherprinzip auszurichten? – Ulrich Horn

Die Wiener Corona-Experten

Donnerstag, 20. August 2020

Nebenbei

NRW findet mehr Beachtung, als man denkt. Besonders aufmerksam schaut man offenbar aus dem schönen Wien auf das Bundesland. Österreichs Bildungsminister Faßmann hat entdeckt, dass NRW-Ministerpräsident Laschet den Schülern der Sekundarstufe 2 für 14 Tage Maskenpflicht verordnet hat. Es handele sich um einen PR-Gag, mit dem Laschet im Kampf um den CDU-Vorsitz punkten olle, kritisiert Faßmann. Er gehört zur ÖVP, einer Schwesterpartei der CDU. Vor Jahresfrist noch wären Äußerungen aus Österreich zu Vorgängen in NRW dort kaum bemerkt worden. Heute ist das anders. Alles, was Österreichs Politiker sagen, findet jetzt große Beachtung, vor allem wenn es um das Thema Corona geht. Dann hört ganz Europa gebannt zu. Allzu gut ist den EU-Staaten in Erinnerung, dass Österreichs Politiker zum Thema Corona lange gar nichts sagten, sehr zum Leidwesen des ganzen Kontinents. Das Virus kam auf ihm erst so richtig auf Touren, als man in Österreich beschloss, mehr auf das Geld der Touristen als auf deren Gesundheit Wert zu legen. In und um Ischgl herum, dem Ballermann des Skitourismus, wurde das Virus über Wochen verschwiegen. Die Folgen sind bekannt. Dank Österreichs Diskretion wurde es bis in die letzten Winkel Europas verbreitet. Die Zahl der Infektionen und Todesfälle stieg, über Wochen standen alle Räder still, der wirtschaftliche Schaden wuchs ins Gigantische. Wann hat das kleine Österreich zuletzt so große Wirkung erzielt? Für die Reparatur der Schäden werden in Europa noch die Generationen der Enkel und Urenkel zahlen müssen. So ist garantiert, dass noch für viele Jahre jeder in Europa die Ohren spitzen wird, wenn ein österreichischer Minister über Corona-Maßnahmen spricht, vor allen über die in anderen Ländern. – Ulrich Horn

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5 Kommentare zu “Die Wiener Corona-Experten”

  1. Markus sagt:

    Aber 85% der Infizierten haben die Infektion unbemerkt durchgemacht. Soll man da von einem „Killervirus“ sprechen?

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