Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Letzte Kommentare

Nebenbei

  • Der Preis der Pandemie

    Die vierte Coronawelle macht den Politikern Sorgen. Die Krankenhäuser laufen über. Sie werden vor allem von Impfunwilligen geflutet, die sich bei ihresgleichen angesteckt haben. Seit das Virus die Inzidenz zum vierstelligen Bereich hochtreibt, sind die Politiker alarmiert. Es fällt ihnen auf, dass fast elf Monate nach dem Impfstart 15 Millionen Impffähige die Impfung verweigern. Um zu verhindern, dass sich die große Katastrophe zu einer gigantischen auswächst, sollen die Impfunwilligen bewogen werden, sich sozial zu verhalten und sich impfen zu lassen. Man will ein wenig Druck auf sie ausüben: Es soll ihnen gut zugeredet werden. Man will ihnen vor Augen halten, sie könnten vom Gemeinschaftsleben ausgeschlossen werden, wenn es mit der Pandemie noch doller kommen sollte. Wen wollen die Politiker mit solchen Ankündigungen beeindrucken? Die 15 Millionen Impfverweigerer können es nicht sein. Ihnen wollen die Politiker mit kostenlosen Tests die Möglichkeit bieten, sich der Impfnadel zu entziehen. Solange die Tests gratis sind und von den Steuermitteln aus dem Kreis der 56 Millionen Geimpften finanziert werden, schwindet der Anreiz für die Impfverweigerer, sich impfen zu lassen. Der Unmut unter den Geimpften dürfte dagegen neues Maximum erreichen. Sie bezahlen nicht nur die Tests für die Impfverweigerer, sondern auch die hohen Kosten, die sich darüber hinaus durch das unsoziale Verhalten der Impfverweigerer ergeben. Wäre es nicht gerechter und an der Zeit, die Coronakosten stärker am Verursacherprinzip auszurichten? – Ulrich Horn

Fußball und Ruhrgebiet

Mittwoch, 28. August 2019

Nebenbei

Über das Ruhrgebiet kursieren viele Mythen. Vielen fehlt die Substanz. Weil sie intensiv propagiert werden, vermittelt sich der Eindruck, dass sie es sind, die das Ruhrgebiet zusammenhalten. Einer dieser Mythen ist die Behauptung, das Ruhrgebiet wäre die Hochburg des Profi-Fußballs. Ein Blick auf die Tabellen der 1., 2. und 3. Liga zeigt: Die wahre Hochburg des Profifußballs ist das Rheinland. Es stellt in den drei Ligen fast doppelt so viele Mannschaften wie das Ruhrgebiet. Das Revier bringt es mit Borussia Dortmund und Schalke in der 1. Liga, dem VfL Bochum in Liga 2 und dem MSV Duisburg. lediglich auf vier Vereine. Das Rheinland stellt sechs: Fortuna Düsseldorf, den 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen in der ersten Liga und dazu Victoria Köln und den KFC Uerdingen in der 3. Liga. – Von jedem Mythos befreit ist die lange umstrittene Frage, welcher Verein die Vormacht im Ruhrgebiet darstellt. Es handelt sich zweifelsfrei um Borussia Dortmund. Die Schalke-Fans scheinen sich mit dem Nachrang ihres Vereins abgefunden zu haben. Mehr noch: Es scheint ihnen nichts mehr auszumachen, dass ihre Mannschaft auf den Hund gekommen ist. Als das Schalke-Team bei seinem jüngsten Heimspiel vom FC Bayern mit 3:0 rasiert worden war, bejubelten die Schalke-Fans nach dem Schlusspfiff ausgiebig ihre Mannschaft. Sie eifern offensichtlich ihren Erzgegnern vom 1. FC Köln nach, die für ihre kritische Distanz zum Leistungsgedanken bekannt sind. Die FC-Fans pflegen ihre Mannschaft, wenn sie verloren hat, seit jeher mit Applaus zu belohnen und manchmal sogar zu jubeln, wenn der Gegner ein Tor schießt. Die Schalke-Fans sind offenbar dabei, sich zu Rheinländern zu entwickeln. – Ulrich Horn

Schlagwörter: , , , , , , ,

Ein Kommentar zu “Fußball und Ruhrgebiet”

  1. Jochen Hensel sagt:

    Bayern hat Schalke nicht rasiert. Wenn man 2 hundertprozentige Elfmeter, die jeder im Stadion und am Bildschirm gesehen hat, nicht bekommt, kann man nicht gewinnen.
    Irgendwie scheint es mit allen Schiedsrichtern abgesprochen zu sein, in jedem Spiel den Bayern was zuzuschustern, im ersten Spiel die nur gelbe Karte für Kimmich.
    Ich komme auf meinen alten Vorschlag zurück, dass alle Mannschaften bis auf Dortmund nur ihr Reserveteam schicken. Dann ist der erste richtige Gegner ein Club aus der Champions-League. Da wissen wir ja, was die Bayern da leisten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ja, ich möchte über neue Blog-Beiträge per E-Mail informiert werden.