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Nebenbei

  • Der Minister für heiße Luft

    Kaum ein Minister der Bundesregierung hat seit Beginn der Pandemie so viel heiße Luft produziert wie Gesundheitsminister Spahn (CDU). Das jüngst Beispiel: Er plaudert in der nachrichtenarmen Zeit der Osterfeiertage über die guten Aussichten für jene, die geimpft sind. „Wer vollständig geimpft wurde, kann in Zukunft wie jemand behandelt werden, der negativ getestet wurde“, erklärte er. Spahns Geplauder lenkt von der trüben deutschen Impfbilanz ab. Die erste Impfung erhielten gerade mal etwas mehr als 12 Prozent der Bürger, die zweite bisher nur gut 5 Prozent. Spahns Heimatland NRW liegt im Länderranking auf dem vorletzten Platz. Dort sind noch nicht einmal alle 80-Jährigen geimpft. Spahns Politik und seine öffentlichen und öffentlich gewordenen Auftritte haben seine Sympathiewerte und die die seiner Partei in den Keller gebracht. Man fragt sich, warum seine Medienberater ihm solche Auftritte nicht ausreden. Wollen sie ihn ins Verderben führen oder die Union bei der Bundestagswahl in die Opposition treiben? – Ulrich Horn


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Schulz und sein Kritiker

Sonntag, 11. Februar 2018

Nebenbei

Monatelang kritisierte Handelsblatt-Herausgeber Steingart SPD-Chef Schulz. Endlich sieht sich der SPD-Chef und Außenminister in spe gezwungen, aufzugeben. Und was passiert? Sein Kritiker Steingart stürzt mit ihm. Ein Treppenwitz der Geschichte. Steingart sah in Schulz einen Hinterbänkler des EU-Parlaments, den nicht die eigene Fähigkeit, sondern eine glückliche Fügung des Schicksals an die Spitze des Parlaments katapultiert hatte, ehe ihn Fehlentscheidungen seiner Parteifreunde zum Chef und Kanzlerkandidaten der SPD machten. Wie richtig Steingart lag, zeigte sich, als Schulz daran ging, seine neuen Aufgaben mit Leben zu füllen und die Partei dabei immer tiefer in den Schlamassel führte. Getrübt wurde Steingarts Kritik ein wenig durch die Vorliebe für den Schulz-Konkurrenten Gabriel. Seit Langem pries er ihn als Hoffnungsträger der SPD, auch in diesem Punkt offenbar einig mit dem Handelsblatt-Kolumnisten und Gabriel-Berater Hombach. Ein heftiger Kommentar, in dem Steingart Schulz vorwarf, Gabriel gemeuchelt zu haben, war für Georg Dieter von Holtzbrinck, den Chef der Verlagsgruppe Holtzbrinck, zu der das Handelsblatt gehört, willkommener Anlass, sich von Steingart zu trennen. Ihm wird offenbar angelastet, wirtschaftlich erfolglos zu sein und im Unternehmen fragwürdige Personalentscheidungen bei Führungsposten getroffen zu haben. Auch in dieser Hinsicht ist er dem gescheiterten SPD-Politiker Schulz nicht ganz unähnlich. – Ulrich Horn

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6 Kommentare zu “Schulz und sein Kritiker”

  1. Martin Böttger sagt:

    Eine öffentlich sichtbare Gemeinsamkeit der Herren Steingart, Gabriel und Hombach ist ihr Umgang mit Menschen und ihre Selbstverliebtheit. Andere mögen das vielleicht ähnlich hässlich handhaben, manche kenne ich persönlich, können es aber geschickter verbergen. So lange offenes Intrigieren für seinen Urheber noch schädlich ist, gibt es noch Hoffnung.

  2. Bayern Baby sagt:

    Nicht Georg, sondern Dieter von Holtzbrinck :-). Sonst alles sehr gut und richtig

  3. Sie erwähnen Bodo Hombach? Der ist Berater von Sigmar Gabriel? Paßt!

    Bodo Hombach und die WAZ Geschäfte mit der Top Balkan Mafia in Serbien
    http://balkanforum.org/print.php?threadid=6021&page=1&sid=1427d42e7e5d13ac345c506f23e1c4ad

  4. Sonntag, 11. März 2012
    Bodo Hombach, Geschäfte nur mit der Mafia, das SPD und FES Syndrom
    http://balkan-spezial.blogspot.fr/2012/03/bodo-hombach-geschafte-nur-mit-der.html

    3. MÄRZ 2015
    Jetzt auch abgehalfterte Politiker in die Ukraine
    http://eussner.blogspot.fr/2015/03/jetzt-auch-abgehalfterte-politiker-in.html

    Tut mir leid, mehr ist nicht!

  5. Die Dinge eskalieren. Wenn eine Parteivorsitzende der SPD ein Statement ihres Generalsekretärs (Einen Tag länger und sie hätten uns das Kanzleramt auch noch übergeben!) zulässt und Merkel selbst das so hinnimmt, dann ist der CDU wirklich nicht mehr zu helfen. Das ist einfach nur noch devot!

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