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Nebenbei

  • Schwindende Scheinblüte

    Was denken sich die Wähler? Vor einem Jahr gaben sie der SPD bei Forsa 14 Prozent. Drei Monate später, bei der Bundestagswahl, machten sie die Partei mit 25,7 Prozent zur stärksten Kraft. Da die Union handlungsunfähig war, konnte SPD-Kandidat Scholz Kanzler werden. Heute, neun Monate nach der Wahl, befindet sich seine Partei auf dem Abstieg. Während Union und Grüne in Umfragen die absolute Mehrheit erreichen, ist die Kanzlerpartei auf dem Rückweg unter die 20-Prozent-Marke. Bei Forsa hat sie es bereits geschafft. Ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl hat sich als Scheinblüte erwiesen. Die SPD droht wieder bei 14 Prozent zu landen. Scholz trägt das Seine bei. Er tritt in jüngster Zeit häufig auf. Dennoch rauschen auch seine Werte abwärts. Ob seine Auftritte den Niedergang forcieren oder mildern – wer weiß es? Sicher scheint, dass sich der Abwärtstrend der SPD beschleunigen dürfte, verlöre sie die nächste Landtagswahl am 9. Oktober in Niedersachsen. Sollte sich dort wie jüngst in Schleswig-Holstein und NRW eine schwarz-grüne Koalition bilden, könnte die SPD in Brand geraten. Es wäre an der Zeit, sich nach Hydranten und Wasserschläuchen umzuschauen. Auch in Niedersachsen sinken die Werte der SPD, während die der Union und der Grünen steigen. – Ulrich Horn

Welke: NRW-Flotte versenkt

Montag, 17. Oktober 2016

Nebenbei

Politiker brauchen lange, um Beachtung zu finden. Sie brauchen länger, um bekannt, und noch länger, um populär zu werden. Um diesen Status zu erreichen, müssen sie sich richtig krummlegen. Noch mehr, um ihn längere Zeit hochzuhalten. In den Umfragen können sie ablesen, wie es gerade um sie steht. Finden sie sich auf den Sympathielisten unter den ersten Zehn, sollte man meinen, sie hätten den Gipfel der Popularität erklommen. Doch das ist ein Irrtum. Es geht noch ein ganzes Stück weiter hoch. Erst wenn ZDF-Moderator Oliver Welke in der freitäglichen „Heute Show“ über eine(n) Politiker(in) und ihre/seine Arbeit herzieht, ist er oder sie auf dem höchsten Gipfel der Popularität angelangt. Dieses Glück widerfuhr am vergangenen Freitag NRW-Ministerpräsidentin Kraft. Minutenlang machte sich Welke über die SPD-Politikerin und ihre miserable Leistungsbilanz lustig. Beim Schiffeversenken würde man sagen, Welke versenkte die ganze Flotte. Dem Moderator war anzumerken, dass es ihm riesigen Spaß bereitete. Auch die Zuschauer – jedenfalls die, die ich kenne – haben lauthals gelacht, besonders kräftig die aus NRW. Wann bietet sich ihnen schon mal die Gelegenheit, sich darüber zu amüsieren, dass die Landesregierung so wenig auf die Reihe bekommt und dass es mit dem Land auf so vielen Gebieten bergab geht? Gerade erst hat die NRW-SPD Kraft ungeachtet ihre dürftigen Leistungsbilanz mit 98,45 Prozent als SPD-Landeschefin bestätigt. Auch darüber hat sich mancher amüsiert, weil er sich an Wahlergebnisse der SED erinnert fühlte: Je schlechter es damals um die DDR stand, desto besser wurden die Wahlresultate von SED-Chef Honecker. – Einmal zum Gegenstand von Hohn und Spott geworden, stellt sich Kraft nun die Frage, wie sie sich auf dem Gipfel ihrer Popularität halten will. Welke würde sagen: „Das ist doch ganz einfach. Sie muss nur so weitermachen wie bisher.“ – Ulrich Horn

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3 Kommentare zu “Welke: NRW-Flotte versenkt”

  1. asisi1 sagt:

    Doch in einem ist sie Königin, im Schuldenmachen.

  2. Regenschirme sagt:

    Auch ich habe lauthals gelacht! Als ich im Radio das Ergebnis von 98,45 % vernommen habe. Welke war in Hochform..

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